Sonntag, 15. November 2009

Fady in der Vest-Arena - Keine besonderen Vorkommnisse?


Als ich auf der Rückreise vom Fady Maalouf Konzert in Recklinghausen im üblichen "nach-dem-Konzert-Delirium" auf dem zugigen Bahnsteig in Essen stand, riss mich die Lautsprecher- Durchsage: „Der Zug hat mindestens eine halbe Stunde Verspätung wegen Personen auf den Geleisen!“ aus meinen traumwandlerischen Gedanken, die auf der Suche nach einem Aufhänger für den Bericht waren.Was für menschliche Tragödien hinter so einer Nachricht stehen, mag ich hier gar nicht erörtern, jedoch hat sie mir schlagartig die Augen geöffnet, hatte ich mich doch gerade über "keine besonderen Vorkommnisse" im Hinblick auf die reibungslos Anreise, das vorzügliche Hotel usw. beklagt. Obwohl ich eigentlich ein wenig fassungslos konstatiere, dass das mein 7. Fady-Konzert war, wer hätte das je gedacht, gewöhnt man sich leicht sowohl an das Angenehme, wie auch an kleinere nicht einkalkulierte Widrigkeiten.

So empfand ich es nicht als besonderes Vorkommnis, als eingefleischter Morgenmuffel um 02.30 Uhr aus dem warmen Bett zu hüpfen, um mit einer, mir verhassten Autofahrt von 1.5 Stunden den Zug in Basel zu erreichen. Selbstverständlich erschienen auch meine zuverlässigen Freundinnen StärnliCH und Rica3 pünktlich vor Ort.In der doch etwas trist anmutenden Umgebung der Vest-Arena war das Hotel ein erfreulicher Anblick und die langsam eintrudelnden Mitfans, sorgten für Stimmung. Beim leckeren Mittagessen erzeugte allerdings die überraschende Tatsache, dass der Grund unserer Reise im ebenfalls öffentlich zugänglichen Nebenraum speiste, für ein flaues Gefühl des Bedauerns, verbot doch der Fan-Knigge selbstredend einen nachträglichen Platzwechsel. Ach hätten wir uns doch vorgängig für den anderen Raum entschieden – Fady so nah, und doch so fern.

Obwohl man unterdessen an das übliche Getümmel beim stundenlangen Anstehen vor den Toren gewöhnt ist, und die Zeit zum Kontakte knüpfen und pflegen nützt, muss ich diesmal doch das unglaublich rüpelhafte Betragen der Security bemängeln, wurde ich doch von dem Herrn grob am Genick gepackt und mit Schwung zur Seite gedrückt, obwohl da gar kein Platz war, um weichen zu können. Warum hat man Personen, die Geleitschutz brauchten nicht einfach durch den Nebeneingang geführt? Nun gut, der Ärger weicht angesichts der wartenden Musikinstrumente auf der Bühne rasch der Vorfreuden; nicht mehr lange….Die als Vorband engagierten "Kaminski", die wegen Krankheit gerade mal mit 2 Personen auftreten mussten, schlugen sich wacker – kein Thema, obwohl Deutsch-Rock nicht so ganz mein Ding ist.

Und dann endlich, tief durchatmen - das besondere Vorkommnis überhaupt- der Fixstern unseres kleinen Universums: Fady Maalouf und seine Jungs betraten unter dem üblichen Jubel des Publikums die Bühne. Wie bei "Turnstunden" üblich, begann das Programm mit "Warm-up-Übungen", um dann die Glut stetig anzufachen und mit "Burn" den Funkenschlag zum Flächenbrand zu legen, bei dem wohl jeder Zuhörer ins Schwitzen kam, sowohl emotional, als auch durchs Tanzen. So kamen anfangs vor allem die Fans balladesker Titel, wie "Amazed", "Opening night", "To let go", "Perfect", usw. zu ihrem Recht, die wie gewohnt einfühlsam, mit kraftvoller Stimme gesungen wurden.

Den krönenden Abschluss davon bildete das von Fady selbst geschriebene "I still cry", ein aussergewöhnliches, anspruchsvolles Lied, das sein ganzes Potenzial erst bei mehrmaligem Hören entfaltet, sich dann aber sicher im Gehörgang einnistet.

Der Ohrwurm "Burn" leitete zum rasanteren Teil des Abends über, wobei noch weitere altbekannte Songs wie "Show me your love", "Good thing" und "Sway" dank der Unterstützung der grossartigen Band, Fadys wunderbar variabler Stimme und nicht zuletzt der immer ansprechenderen Performance, die Stimmung immer mehr aufgeheizt wurde.
Fady strafte seinen kleinen Joke, „man soll nicht mit dem Feuer spielen“ vor seinem ebenfalls neuen Titel "Fire"; selber Lügen, indem er uns mit "Mercy"," Freedom" und "Sway" unter Strom setzte und dann dem ganzen Spiel mit dem Feuer mit "Kiss" die Krone aufsetzte, wie mir die mehrfachen Kommentare hinter mir bewiesen: "the sexiest man alive" war da zu hören. Nun ja, die etwas gestandenere (oder verklemmtere?) Hausfrau versteigt sich zwar nicht in solche Äusserungen, ist aber auch nicht gewillt, diese zu negieren.
Bei der lauthals geforderten Zugabe wurden mit "I will survive" noch die Freunde von Dance-Songs bedient, danach durften wir uns nochmals von Fadys einzigartiger Version von "Billy Jean" tragen lassen, die diesmal verdankenswerterweise einmal nicht von unpassenden Zwischenrufen gestört wurde. Ein letztes Mal "Burn" zum Mitsingen und die Show war für unser aller Gefühl leider viel zu schnell vorbei.

Es war einfach nur grandios. Fadys Stimme war wieder voll da, sein Outfit perfekt, Farbtöpfe höchstens wohl dosiert eingesetzt, und seine Performance wurde von besserer Mimik, tollen, nicht übersteigerten Tanzeinlagen und witzigen Sprüchen aufgewertet. Der Adler auf dem Gürtel samt Spruch löste bei mir ein "déja vu" aus: allerdings war es bei Elvis damals eine Eule.

Wie mir ein kleines Mäuschen geflüstert hatte, war auch der Star des Abends persönlich sehr zufrieden, und er hatte sich über eine gut gefüllte Halle, altbekannte und vor allem auch neue Gesichter gefreut.

Nach ausgiebigem Meinungsaustausch, kurzer Nachtruhe und vergeblicher Hoffnung, auf ein "gemeinsames Frühstück", endete die Rückreise trotz Unterbrechungen am Ende noch planmässig. Ich trotzte den Traditionen und fand mein Vehikel auf Anhieb wieder, machte dann aber dank des sintflutartigen Regens, der das Lesen der Strassenschilder verunmöglichte, nochmals einen unfreiwilligen Abstecher von Basel nach Deutschland und schaffte schlussendlich völlig erledigt die grässliche Heimfahrt ohne Crash. Dass mich zuhause keine besonderen Vorkommnisse im Stall erwarteten, habe ich meiner "first family" zu verdanken, die mir dank ihres Einsatzes dieses traumhafte Wochenende ermöglicht hat. DANKE!
(by dreamdancer, Fotos by home, FadysKirsche und Nelly)

Samstag, 14. November 2009

Fady in Recklinghausen - wow!

wie immer folgt ein ausführlicher Konzertbericht in den nächsten Tagen - zur Einstimmung ein Ausschnitt aus dem neuen Song "I still cry" - und eins können wir schon verraten: zum Weinen war an diesem Abend in Recklinghausen rein gar nichts! Dieses Konzert gehört definitiv in die Top 3 aller Fadykonzerte! Und das nicht nur, weil ein strahlender, gutgelaunter Fady im Vorfeld einen netten Plausch mit den wartenden Fans am Absperrgitter hielt...


Donnerstag, 12. November 2009

Koriander im Dialog mit Rosenwasser an bezaubernder Nonchalance: Kochen mit Fady II

Also, eigentlich sag ich ja immer „Wer lesen kann, der kann auch kochen“ - auf jeden Fall nach Gebrauchsanweisung. Aber - fremde Rezepte aus einem fernen Land, fremde Räume, fremde Mitstreiterinnen, von denen einigen Bulgur und Koriander unbekannt, des richtigen Umgangs mit diversen Zutaten unkundig, und die Rosenwasser für einen Badezusaz oder ein Aftershave halten ;-) - da sind Zweifel am Gelingen erlaubt. Waren zu meiner großen Überraschung aber völlig überflüssig. Außer der Linsensuppe, die nicht so ganz mein Fall war, hat mir alles vorzüglich geschmeckt! Und ich gehöre nicht zu denen, die sich für einen Feinschmecker halten, weil sie süß und sauer voneinander unterscheiden können. Ich bin ein leidenschaftlicher Genießer und eine entsprechende Köchin. Ich kannte die libanesische Küche nicht, sie liegt mir mit ihren Gewürzen, Knoblauch und Zitrone aber sehr! Ich freue mich, dass ich sie auf diese besondere Weise kenngelernt habe.

Ich glaube, nicht nur ich stand aus diversen Gründen unter Anspannung, die sich aber auflöste wie ein Frühnebel in der Sonne, als die leckerste Zutat von allen einschwebte. Comme „l' Entrée Mystère d'un Rêve“, diese Vorspeise hatte ich in meinem Menu vergessen. Wie ein Eisläufer von Holiday on Ice glitt Fady durch den Raum, verbreitete im Nu die Leichtigkeit des Seins, und die Arbeit wurde zum spielerischen Vergnügen.

Schnell war zu erkennen, dass Fady auch am Herd weiß was er tut! Da ich mit dem Resultat des 'Spinat mit Reis und Pinienkernen' noch nicht ganz glücklich war, schmeckten Fady und ich immer noch mal ab, bis wir uns für diese zusätzlichen Gewürze entschieden: Fady für Curry Jaipur und ich für Koriander. Rosinen hatten der Küchenchef und ich bereits ohne zu fragen untergemischt.
Der Küchenchef war mit mir auch ganz einer Meinung, die Pinienkerne ohne Öel zu bräunen. Nicht zu heiß, sie verbrennen dann leicht – und ständig bewegen, das braucht etwas Geduld. Und auch der Knobi darf nicht zu grob gehackt sein, es spielt nach meiner Erfahrung wirklich eine Rolle für Zutaten, wann und in welcher Beschaffenheit sie dem Ganzen zugefügt werden.

An der Tafel saß ich am weitesten von Fady entfernt, konnte ihn weder sehen noch verstehen. Beim Dessert hatte ich ihn dann aber fast ganz für mich. Ich habe mit ihm über Presse und Radiosender gesprochen. Er meint bei seinem Album Blessed sei wohl „schon alles gelaufen“, aber wenn das neue raus ist, würde er sich freuen, wenn wir uns daraus Titel bei den Sendern wünschen würden. Ehrensache!! Dann starten auch wir wunsch- und votingmäßig wieder richtig durch, das ist doch versprochen, oder?

Beim Eis mit Rosenwasser verdrehte er die Augen und schien mich zu fragen, wieso fällst du bei diesem Geschmack nicht in Ohnmacht? Ich war nahe dran, aber nicht wegen des Eises, und wahrte Contenance. Fady ist nicht nur on Stage atemberaubend, lässt einem im persönlichen Gespräch aber dank seiner bezaubernden Nonchalance genügend Luft, um nicht zu kollabieren.

Ich gebe es auf darüber nachzudenken, was dieses Wesen so unbeschreiblich macht – was hat er in seinen Mitochondrien, das andere nicht haben? Welch kraftvolle und gleichzeitig leichte Energie steckt in ihm! Trotz dieses geballten Charmes in traumhafter Verpackung, habe ich mich in seiner Nähe sehr wohlgefühlt. Es war so leicht – er macht es einem leicht!

(by Alster)

Dienstag, 10. November 2009

Köstlich kochen mit Fady - oder der korrekte Umgang mit einem Fladenbrot


Sonntag 08.11. Ein kühler, nasskalter, ungemütlicher, nebliger Novembermorgen überzieht Berlin und Umgebung. Nach 2 Nächten, in denen ich vor Aufregung bereits kaum Schlaf fand, ist es nun heute endlich so weit. Ich werde Fady treffen und in meinem Kopf sagt noch immer eine Stimme “Das kann doch gar nicht wahr sein…” “Du träumst Moni!” Wie in Trance mache ich mich fertig, wähle mein Outfit, was gleichzeitig nett aussehen aber auch praktisch sein muss - nicht so einfach. Es ist 6 Uhr in der Früh und mein Herz schlägt mir bereits bis in die Ohren, meine Nerven spielen verrückt, mir wird dauernd heiß und kalt - was soll das erst in einigen Stunden werden? Ich checke noch mal mein Handy und meine Mails, ob nicht vielleicht doch noch eine Absage gekommen ist, ist sie nicht. Plötzlich rast die Zeit los, mein lieber Mann (der glücklicherweise totales Verständnis für meinen absoluten Ausnahmezustand hat) fährt mich zum Ort des Events. Das Abenteuer beginnt. Mein winziges Frühstück fährt Fahrstuhl in meinen Eingeweiden, ich zapple herum und texte ununterbrochen meinen Mann zu, der seit Tagen in sich hineingrinsend alles tapfer erträgt. Wir finden - dank Navi- alles sofort und sind pünktlich vor Ort. Draußen sehe ich meine Mitköchinnen, die sich bereits aufgeregt austauschen. Ich steige aus (vergesse mich fast zu verabschieden) und …Es geht los!!!!

Wir werden bereits am Eingang liebevoll vom Blessed-Team begrüßt. Jede bekommt ein Schildchen in Form eines kleinen Kürbisses, dass er mit seinem Namen beschriften soll, damit Fady und alle anderen wissen wer man ist. Wachsende Aufregung … Endlich dürfen wir einen Schritt in die Räumlichkeit machen, die uns alle für die nächsten
Stunden verzaubern wird. Die Location ist ein Traum, eine riesige supermoderne Küche vom Allerfeinsten mit allem, wovon eine Hausfrau nur träumen kann. Dann fällt der Blick auf eine wunderhübsche, soooo liebevoll gedeckte Tafel, alles in herbstlichem Ambiente gehalten mit kleinen Kürbissen, Kerzchen und toller Deko. Namensschildchen stehen an jedem Teller - in arabischer Sprache! Kleine rote Rezeptbücher liegen auf den Tellern, zusammen mit einer Süßigkeit. Alles ist so hübsch und gemütlich, ich bin sehr beeindruckt und fühle mich sofort wohl.


Nach herzlicher Begrüßung und Vorstellung vom gesamten Blessed-Team werden wir aufgefordert unter die Gläser zu schauen… Dort ist jeweils ein farblicher Punkt angebracht und nun werden wir daraufhin alle in Kochgrüppchen eingeteilt (genial). Ich bin gelb und noch total entspannt. Wir erfahren, dass wir heute alle libanesische Spezialitäten kochen werden, und dass alle Rezepte von Fady stammen. Während sich so langsam immer mehr Köchinnen in den anderen Grüppchen versammeln, bleiben Angela und ich die einzigen Zwei, die gelb haben… Es stellt sich heraus, dass wir Zwei das Hauptmenue des heutigen Tages kochen werden. Schluck! “Libanesischer Kürbisauflauf” mit Bulgur (noch nie gehört!) und Hokkaido-Kürbis, weder Angela noch ich haben jemals Kürbis zubereitet…. Wir sind erst geschockt, aber guten Mutes, dass wir diese Anforderung schon hinbekommen. Außerdem waren die Mädels vom Blessed-Team und “Chef de cuisine” ein sehr netter, freundlicher, hilfsbereiter und humorvoller Mann vor Ort, die uns allen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Ab diesem Zeitpunkt war jegliche Aufregung von mir abgefallen und ich vergaß über die Kochvorbereitungen sogar, dass in Kürze Fady zu uns stoßen sollte. Schürzen um und ran ans Werk! Angela und ich kämpften einen erbitterten Kampf mit dem Hokkaido-Kürbis - mit verschiedenen gefährlich großen und kleinen Messern - und besiegten ihn (mit etwas Hilfe des Chefs) schließlich doch.

Ich hatte noch nicht einmal gehört, dass es inzwischen geklingelt hatte und plötzlich stand Fady mitten in unserem Getümmel…

Sofort Schürzen ab und aufgestellt, großes Hallo… Fady war total entspannt und süß wie immer. Er war leger in Jeans und T-shirt gekleidet, gut drauf, strahlte wie immer und freute sich uns zu sehen. Wir hatten nun alle Zeit, uns ausgiebig mit Fady zu beschäftigen, es wurden Fotos in Massen geschossen, Gruppenbilder, mit jedem einzelnen (er hat mich dabei umgefasst, oh Mann - er roch so gut!!!), er gab Autogramme, schwatzte gutgelaunt mit jedem, er nahm seine Geschenke entgegen, teilweise mit großen staunenden Kinderaugen. Wir hatten ihm zur Erinnerung an diesen Tag ein schönes Kochbuch geschenkt (über das er sich sehr freute) und eine superschnuffige Kochmütze mit der Aufschrift “cook mal Fady” , die setzte er gleich auf. Er war umwerfend lieb, süß, charmant, bescheiden, freundlich und lustig wie immer, und er sieht eben auch so ganz privat so megamäßig toll aus. Jeder hatte die Gelegenheit ganz locker und entspannt mit ihm zu sprechen, und ihn in vollen Zügen hautnah zu erleben und zu genießen. Er gab in eindrucksvoller Weise allen das Gefühl, dass wir uns alle schon lange und gut kennen, er strahlte soviel Wärme und Herzlichkeit aus, soviel Natürlichkeit und Ruhe, dass dieses Treffen nach ganz kurzer Zeit des Zusammenseins zu einem absolutem Familientreffen wurde. Genauso war meine Empfindung. Ein herrliches, entspanntes, liebevolles Familientreffen, wozu ohne jeden Zweifel nicht nur die großartigen Mädels von Blessed e. V. beigetragen haben, sondern auch jede einzelne meiner Mitköchinnen.

Wenn es auch schwer fiel, so hatten wir doch alle noch eine sehr umfangreiche und aufwendige Arbeit zu leisten, und das Essen sollte dazu pünktlich auf dem Tisch stehen. Wir hatten uns also notgedrungen wieder auf`s Kochen zu konzentrieren. Auch Fady kochte und hatte entsprechend zu tun. Er macht das übrigens total professionell und mit viel Liebe. Er kocht wirklich jeden Tag (erzählte er) und das merkt man auch. Er hüpfte also wie wir auch von Herd zu Herd, gab Nachhilfe bei seinen Rezepten, stand für Fragen zur Verfügung und machte dieses Event zu einem unvergesslich schönen Tag und einmaligem Erlebnis.

Ich hatte das große Glück dann noch viel Zeit mit Fady (sozusagen als seine Gehilfin ) während des Kochens verbringen zu können. Er ist so lustig, hat vor sich hingesungen und zur im Hintergrund laufenden Musik am Herd abgedanct, machte viel Spaß, wir kämpften mit diesen megatollen Inductionsherden, die nie so recht angehen wollten, brieten Pinienkerne und obwohl Fady eine Vorspeise zubereitete und alle anderen Dinge schon fertig waren (die ersten Köchinnen auch schon Hunger hatten), hatte Fady die Ruhe weg, ließ sich überhaupt nicht stören, würzte und schmeckte solange ab, bis es einigermaßen seinen Vorstellungen entsprach. Zu süß!!
Dann wurde schließlich zu Tisch gebeten an die wunderschön geschmückte Tafel. Da niemand von uns seinen Namen lesen konnte, übernahm Fady es jedem seinen Platz zuzuweisen. Ich hatte mit einigen anderen das unfassbare Glück und saß ihm auch noch ganz nah gegenüber bei Tisch. …… Wer bei diesem liebenswerten Menschen, diesen braunen Augen und diesem Lachen, nebenher ernsthaft auch noch eine ernst zu meinende Wertung zu den Speisen abgeben kann, ist nur zu bewundern. Mir wollte das nicht so recht gelingen, es schmeckte alles irgendwie köstlich, aber so richtig genießen konnte ich die Speisen nicht wirklich. Fady brachte uns bei, wie man Fladenbrot richtig rollt, füllt und zu sich nimmt, und jeder von uns aß zwar etwas, aber ich denke, dass das nicht wirklich das Highlight für alle war. Alle waren so gefangengenommen von diesem Ereignis, das sich da gerade abspielte, man realisierte tief innen, dass Fady uns bekocht hatte und wir jetzt hier mit ihm an einem Tisch saßen und speisen durften. Wer von uns hätte denn das in seinen kühnsten Träumen jemals auch nur annähend für möglich gehalten?
Dennoch war die Stimmung am Tisch bald ebenso locker, lustig und entspannt wie während des Kochens. Nicht zuletzt wegen Fady, der eben völlig ruhig, unaufgeregt, und relaxed alles ebenso genoss wie wir. Er erzählte viel vom neuen Album (schwärmte davon und bedauerte uns noch nichts davon vorsingen zu dürfen), von seiner vielen Arbeit die er zur Zeit hat und die er so gerne macht, vom Urlaub, von Facebook und den dortigen technischen Schwierigkeiten momentan, von Sony die fest hinter ihm stehen, er lobte die Werke der Köchinnen usw. usw. Er wirkte auf mich zwar etwas müde aber total glücklich und rundherum mit sich und der Welt zufrieden. Wir hatten so herrlich “viel” Zeit mit ihm und ich hatte den Eindruck, er fühlte sich auch wohl bei uns - in unserer Mitte, in dieser besonderen familiären, unbeschreiblich schönen, gemütlichen Atmosphäre.

Diese bezaubernden unvergesslichen Stunden hatten uns alle völlig in ihren Bann gezogen, jeder von uns war irgendwie völlig verklärt, glücklich, benommen und man musste das Erlebte erst einmal verarbeiten. Ich erinnere nur noch, dass sich am Ende wirklich jeder mit jedem in den Armen lag, ein wirklich herzliches Abschiedsgeknuddel herrschte, und man das Gefühl hatte sich nur ungern und schwer trennen zu können. Aber wir sehen uns ja (jedenfalls die meisten von uns ) in wenigen Tagen in Recklinghausen wieder.

(by Moni, Fotos by Diana, Chrismar und Angela)




Und wir gratulieren allen glücklichen Köchinnen, sind beim Lesen hungrig geworden, kaufen demnächst vielleich doch mal einen Hokkaidokürbis - und freuen uns, dass BLESSED e.V. mit dem eingenommenen Geld aus dem Losverkauf wieder viel Gutes tun kann. Mehr zu BLESSED e.V. hier.

Samstag, 24. Oktober 2009

Wie man ein M&G mit Fady „überlebt“


Am 12. Oktober haben Mandy und ich in Hamburg das M&G mit Fady. Ebenso wie Mandy es schildert, „litt“ auch ich unter großer Aufregung und Schlaflosigkeit. Zugleich kreisten auch mir tausend Gedanken im Kopf umher, worüber werden wir uns unterhalten und wie „überlebt“ man das? Aber da war auch die Freude über die Möglichkeit, einmal den Lieblingskünstler zu treffen.

Da ich es ja „überlebt“ habe und nun sagen wir mal „erfahren“ bin, möchte ich Euch (aus der Rückschau von 2 Wochen) ein paar Tipps geben ;-)

Die tausend Gedanken von zuvor sind in dem Moment der Zusammenkunft mit Fady wie weggeblasen. Plötzlich überwiegt nur noch der eine Gedanke, das was sich jetzt hier bietet, ist die Möglichkeit, mit seinem Lieblingssänger über die Musik zu sprechen! Man kann für einen kleinen Moment in die Erfahrungswelt eines Musikers eintauchen.


Mandy und ich hatten das Glück, dass das M&G nach dem Konzert stattfand und so konnten wir einem entspannten Fady ein Feedback zu seinem gerade absolvierten Auftritt geben. Er fragte, wie uns seine neuen Songs „Burn“ und „Fire“ gefallen haben und wir haben sie loben können. Wir kamen auch darauf zu sprechen, dass er weiterhin bei seiner Mehrsprachigkeit bleiben soll, schließlich zeichnet ihn das ja auch aus. Wir konnten ihm aber auch unsere musikalischen Vorlieben mitteilen, bei uns beiden war es der Song „Vole mon âme“.

Ein Künstler braucht hin und wieder eine Resonanz auf seine Arbeit! Und Fady war interessiert an unseren Meinungen. Und in einer auf gegenseitigen Austausch aufgebauten Gesprächsrunde kann man einen kleinen Einblick in die Erfahrungswelt eines Künstlers bekommen: Bei Mandy und mir war es das Thema eines deutschen Songs, welches vertieft wurde. Fady teilte uns seine Gedanken über das Singen eines deutschen Liedes mit, schließlich habe er einen (französischen) Akzent. Es offenbarte sich für uns die Spannung zwischen der einen Seite – den Fans, die Fadys Akzent „süß“ finden und der anderen Seite – den neutralen Musikhörern, denen das eventuell nicht so gefallen könnte. Unser Gespräch war sehr lehrreich. Wir erfuhren: Ein Künstler muss einen Weg zwischen Fans und Nichtfans (potentiellen Neufans) finden, ist also einem anderen Erfahrungshorizont ausgesetzt als wir Fans!

Deswegen kann ich nur sagen: Das lohnenswerte an einem M&G ist das direkte Gespräch zwischen Fan und Künstler. Es ist eine gute Gelegenheit sich mit Fady, neben anderen Themen, vor allem über die Musik zu unterhalten – wagt einen Austausch der Gedanken! Also, für mich war das eine tolle Erfahrung und eine Bereicherung meines Fanlebens. Danke Fady!

Also mein Tipp: Seid vorher nicht allzu aufgeregt und vergesst den Gedanken: Wie „überlebe“ ich das? Meiner Erfahrung nach treten solche Gefühle in den Hintergrund, wenn das M&G erst einmal begonnen hat. Und das liegt an Fadys sehr positiver Ausstrahlung, seiner großen Herzlichkeit und der ruhigen und offenen Art...

Ich weiß, es läßt sich sehr leicht sagen, aber seht doch selbst: Denn nach dem M&G ist vor dem M&G.

Daher möchten Mandy und ich allen „Nächstmeetandgreetlern“ schon jetzt viel Glück wünschen.

(by Daniela , Fotos by smiles)


Dienstag, 20. Oktober 2009

Eine Seele von Mensch oder: (M)ein Traum in Fady


Dass sich für mich einmal die Möglichkeit ergibt, Fady persönlich zu treffen, habe ich mir zwar immer erträumt, aber eine Erfüllung dieses Traumes nie zu hoffen gewagt. Und dass es ausgerechnet mein leidenschaftlicher Faible des Bilderbetrachtens, -speichern und -archivierens sein sollte, der mir das beschert, habe ich schon gleich gar nicht gedacht. Wahrscheinlich werde ich das Erlebte auch nicht annähernd adäquat wiedergeben können; selbst nach einer Woche Verarbeitung und gemeinsamer Rückschau mit Ela, der zweiten glücklichen Gewinnerin unseres Meet & Greets bei den Hamburg Sounds, weile ich noch in Fadytopia und alles erscheint unwirklich, ist lediglich ansatzweise realisiert.

Die Nacht zum Montag habe ich wie erwartet nicht schlafen können und durchwachend mir alle Szenarien durchgespielt, bei denen etwas schiefgehen könnte, wenn ich auf Fady treffe, von Ohnmachtsanfällen, peinlichem Schweigen, wirres Zeug stammeln, vielleicht gar anfangen mit Weinen, weil mich die Situation überfordert, in jedem Falle: Mich vor meinen Lieblingskünstler bis auf die Knochen zu blamieren, war ausgemachte vorausgesehende Tatsache. Ich war auch den ganzen darauffolgendenTag über sehr nervös und hatte große Bedenken, ob denn ein einigermaßen zwangloses Gespräch zustandekommen würde; dass uns von verschiedenen Seiten zum Teil ganz unterschiedliche Tipps gegeben wurden, machte das ganze nicht unbedingt leichter. Schüchtern wie ich bin brauche eine gewisse Zeit, um in Gespräche einzusteigen oder diese gar zu initiieren. Dabei habe ich mir immer so sehr gewünscht, einmal mehr als die drei Sätze, die ich bei allen anderen Gelegenheiten, die sich mir boten, zusammengenommen die Möglichkeit hatte, von mir zu geben, mit Fady wechseln zu können, mit der Voraussetzung, dass ich zu vernünftigem Sprechen überhaupt noch fähig bin, wohlmöglich gar auf "Augenhöhe", von wegen geistreich, gewitzt und eloquent sein. Ich stehe mir halt oft und gern selbst im Weg.

Von daher konnte ich mich auch gar nicht recht auf das Konzert konzentrieren und als vor dem M&G so sehr viele Aufnahmen von uns gemacht wurden, war ich vollends aufgeregt, dass ich am liebsten noch weggelaufen wäre: Das wird nichts, davon war ich überzeugt.


Und bzw. aber: Nein. Denn es war sehr, sehr angenehm, sich mit Fady zu unterhalten: Kaum hatten wir die Garderobe betreten, wobei ich Ela gerne den Vortritt gelassen hätte, aber sie wollte nicht, empfängt uns ein strahlendschöner und erfrischter Fady mit seinem wunderbaren Lächeln und buchstäblich offenen Armen, begrüßte und erkundigte sich nach uns, begann ein Gespräch, es ging um unseren Eindruck vom Auftritt, die neuen Songs, das kürzlich angeschaffte Mikro, die verschwitzten Auftrittssachen, von woher wir kommen, was wir machen, ob wir in Recklinghausen dabei sein werden, die anderen Bands. Und eigentlich sollte er schleunigst zu der anberaumten Autogrammstunde, dennoch hat er zunächst unsere Autogrammwünsche erfüllt und wir durften sogar ein Bild machen, für Ela wie für mich das erste richtige. Habe ich mir anfangs nur gewünscht, er, dieser Film, denn irgendwie stand ich schon die ganze Zeit ein wenig neben mir, solle, ohne dass ich in Ohnmacht falle und mich vollends blamiere, vorübergehen, wollte ich ehrlich gesagt am Ende dieses Treffens, dass es nicht so schnell vorbeigegangen wäre.

Selbst wenn verständlicherweise die Aufregung in Gegenwart dieses einzigartigen Menschen nicht völlig verschwindet, versteht Fady es auf bemerkenswerte Weise, sie einem größtenteils zu nehmen. Zudem, und das ist die eigentliche Erkenntnis und das Wichtigste für mich, strahlt dieser Mann eine unglaubliche Ruhe aus, die ihresgleichen sucht und sich selbst auf ausgesprochene Nervenbündel wie mich überträgt, wunderbar, es ist schön in seiner Nähe, man fühlt sich nicht unwohl, sondern regelrecht gut aufgehoben: Fady ist sehr lieb, unvoreingenommen und äußerst herzlich sowie ehrlich interessiert an seinem Gegenüber, dabei sehr höflich und auch aufgeräumt; dass er kurz zuvor einen nicht unbedeutenden Auftritt absolviert hatte, war ihm nicht anzumerken.

Fady hatte zu allem, was wir sagten, eine Assoziation und er macht sich, das wird deutlich, viele Gedanken, so zum Beispiel, dass und ob ihn andere wegen seines Akzentes, den wir so sehr lieben, bei einem deutschen Song eventuell auslachen könnten. Aber jemand, der auf unsere Bedenken wegen der Autogrammwünsche und hinsichtlich der fortgeschrittenden Zeit mit "Kein Thema" reagiert und bei anderer Gelegenheit "Dingens Bummens" in die Runde warf, muss sich um seine Deutschkenntnisse und seine Aussprache keine Sorgen machen. Auf der anderen Seite wirkt er wieder so unbedarft und neugierig wie ein Junge, der erst noch in die große Welt hinaus will.

Obgleich man an etliche Bilder und Videos gewöhnt ist und schon einige Live-Auftritte erleben durfte, ist eine derartige Zusammenkunft wirklich etwas besonderes und einem solchen persönlichem (Aufeinander-)Treffen wohnt ein ganz eigener Zauber inne, das kann kein Bild oder Mitschnitt der Welt wiedergeben. Ich bin sehr glücklich und unendlich dankbar für dieses einmalig-schöne und traumgleiche Erlebnis.

Fady ist gewiss ein begnadeter Künstler, in erster Linie jedoch ein wundervoller Mensch.

Vielen Dank an alle,
die uns das ermöglichten.
Ela und Mandy.

(by Mandy, Fotos by smiles)

Freitag, 16. Oktober 2009

UNDER PRESSURE – Fady unter "Erfolgsdruck"

Konzert bei HH-Sounds in den „Fliegenden Bauten“ am 12. Oktober 2009

Am Montag trat Fady in einem abendfüllenden Programm auf. Also kein Heimspiel mehr wie vor dem harten Kern der Fans sonst. Zwei andere Acts waren auch noch angesagt.
Fady und Band mußten sich also beweisen gegenüber anderen Sängern und Musikern, keine leichte Aufgabe. Zusätzlich belastet durch eine Live-Aufzeichnung des NDR. Fady konnte sich zwar auf seine hauseigenen Fans verlassen, aber lampenfiebererhöhend kam hinzu die Anwesenheit anderer Zuschauer, die Fady weder besonders kannten noch mochten.

Das Programm startete sehr rockig mit der Gruppe „The Baseballs“, die recht geschickt gängige Songs aus den Charts mit Rock´n Roll Strukturen zu eigenen Songs umgemodelt hatten. Gefolgt von „Fab 4 Soul“, die auch ziemlich gut waren mit ihren Cover-Songs.
Da wurde uns allen schon mal kräftig eingeheizt, bevor es in die Pause ging, und wir dem Hauptact entgegen fiebern konnten, dem Auftritt von Fady Maalouf.

Als dann unser „Lieblings“ angekündigt wurde, ließ Freuden-und Jubelgeschrei die Masten der Fliegenden Bauten erzittern und vibrieren. Wie immer charmant lächelnd und sich ohne Faxen eher leicht zurücknehmend ging er an das Micro ( ein neues „eigenes“, wie er uns am Tag zuvor verriet ), während die Band immer lauter, schneller und rhythmischer wurde, sang Fady seinen ersten Titel „Opening Night“, klasse!

Er hatte sich wohl ein eher insgesamt rockigeres Programm vorgenommen, wobei Fady sich zusehends mehr als „Shouter“ präsentierte und Balladen fortließ, sehr zum Bedauern seiner Fans und auch anderer Gäste. Denn Fady ist nun einmal weniger ein Shouter, als dass er die Stimme für die leisen Töne hat.
Gefährlich auch, weil er seine Stimme mißhandelt und schreddert, wie auch eine Zwischenansage vermeldete, er sei leicht heiser und indisponiert.
Vielleicht hatte er auch backstage den Vorgruppen zugehört und gemeint, er müsse nun ähnlich rockig auftreten.

Auch wenn Fady nicht Elvis Presley ist, so kann er seine nicht nur weibliche Gefolgschaft auch weiterhin begeistern, bei jedem Blick, Tanzschritt und jedem Song.
He´s the one and only FADY ! ;-)

Wie dem auch sei, wir waren alle glücklich, Fady wieder LIVE erleben zu dürfen.
Das nächste Heimspiel steigt in Recklinghausen am 13. November 2009, wo wir ihn wieder fast für uns allein haben ;-) Wir unterstützen ihn wie eh und je aus vollem Hals und mit lautem Klatschen.

So, see you in the Ruhrpott all together

EUER
LUDWIG :-)


(by Ludwig, Fotos by Roxane und smiles)

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Hamburg sounds Fady!



Fady bei Hamburg Sounds. Da war doch was? Das klingt in meinen Ohren doch wie ein Deja Vu. Richtig und falsch! Nachdem Fady im Februar dort schon einmal das Publikum begeistern konnte, so durfte er an diesem Montag erneut dort aufspielen. Die Veranstaltung, die gute Organisation und das schöne Ambiente sind gleich geglieben. Doch dieses mal brachte Fady nicht nur ein anderes musikalisches Repertoire zu seinem Auftritt mit, sondern auch eine musikalische Begleitung, die seiner angemessen ist. (Vielen, lieben Dank an die Jungs von GrooveUnit. Es ist jedesmal schön zu sehen, mit welchem Spaß ihr vor das Publikum tretet. Und das wiederum macht uns ungeheuren Spaß!).

Die Opener des Abends waren „The Baseballs“. Mit ihren Cover-Songs im umarrangierten Stil der 50er Jahre konnten sie das Publikum gleich zu Beginn gelungen auf einen groovigen, rockigen Abend einstimmen. Ruhigere Töne folgten dann von dem jungen Hamburger Liedermacher-Talent Timo Breker. Alleine mit seiner Akustik-Gitarre schaffte er es, das Publikum mit seinen melancholischen und doch positiven Songs gespannt und interessiert aufhorchen zu lassen. Die folgende Combo Fab4Soul brachten dann mehrstimmige Cover-Songs mit professioneller Band-Begleitung zum Besten, bevor Fady auftreten sollte.

Zum Glück gaben uns die Veranstalter 20 min Pause, um uns auf das vozubereiten, was nun kommen sollte:

Fady rockte die Bühne! Sprach ich schon von dem anderen Repertoire? ;-) Balladen waren an diesem Abend nicht! Angesagt waren die schnelleren Songs wie „Sway“ und „Will you still love me tomorrow“. Oder kraftvolle Pop-Rock-Nummern wie „Mercy“ oder „Freedom“. Oder Fadys Stimmgewalt bei der Zugabe von „Show me your Love“. Oder die ruhige, aber ebenso kraftvolle Version von „Billy Jean“.

Das absolute Highlight des Auftritts aber waren die Premieren von Fadys neuen Songs: „Burn“ und „Fire“. Ihr könnt sie euch hier ( einen Bericht weiter unten ) anhören. Man munkelt schon von sogenannten „Burn“- oder „Fire“-Liebhabern innerhalb der Fanbase. ;-) Wie ist eure Meinung? Meine ist: ich kann das nächste Album kaum erwarten!

Die auf den Auftritt folgende 2stündige Autogrammstunde hätte sich wahrscheinlich nicht jeder Künstler gegeben. Und damit ich nicht in Gefahr gerate, die beiden Hamburg Sounds Termine zu verwechseln, war Fady so nett, mir gleich das Datum mit auf die Autogrammkarte zu schreiben. :-)

An diesem Abend hat Hamburg wirklich nach Fady geklungen.


(by poison dwarf, Fotos by poison dwarf, Roxane und ManuKiel)

Dienstag, 13. Oktober 2009

fire...burn...hot... FADY!


endlich: das Geheimnis zumindest zweier Songs des kommenden Albums ist gelüftet -





...demnächst mehr...

(by ameno)

Samstag, 10. Oktober 2009

enchanted

... eine kleine "Orientierungshilfe" für das Foto des Jahres :-) ... oder Ansporn, ganz andere Fotos vorzuschlagen ... auf jeden Fall wird es schwer...




(Video by ameno)

Freitag, 9. Oktober 2009

Reflexionen über das Fan-Sein

Mitunter kann es vorkommen, dass einem ganz unerwartet ein Spiegel vor die Nase gehalten wird, und man so gezwungen ist, über das Bild, das einem da vor Augen geführt wird, nachzudenken und Vergleiche zu ziehen.

So geschehen am letzten Samstag, als ich mich bei der Regio-Gruppe Schweiz an einer Flyer-Aktion nach einem Konzert von Paul Potts beteiligte. Eine Konzertbesucherin, die an unseren Flyern sehr interessiert war, verrenkte sich zwischendurch trotzdem fast den Hals, um nach dem Eingang eines nahegelegenen Hotels zu schielen und erklärte uns, dass ihr“ Held des Abends“ höchstwahrscheinlich in diesem Hotel logieren würde, da sie bei einem seiner Angestellten eine Tüte mit dem Hotellogo bemerkt habe.
Das Teufelchen auf meiner linken Schulter kicherte mir ins Ohr: „Paul Potts, … hach wie aufregend!“ Das Engelchen auf der anderen Seite hielt mir einen Handspiegel vors Gesicht und fragte:“ um wie viel Grad würdest Du denn den Kopf verdrehen, wenn dort eventuell Fady auftauchen würde?“
Touchée! In dem Falle hätte ich wohl nicht mal Interesse für einen anderen Künstler vorgetäuscht; also etwas mehr Verständnis für Andere, wenn ich bitten darf, auch wenn man deren Geschmack nicht unbedingt teilen kann!

Da stellt sich dann aber ganz automatisch die Frage: warum muss es für mich ausgerechnet Fady Maalouf sein? Es gibt doch jede Menge anderer Künstler, die auch toll singen können. Warum zum Kuckuck investieren so viele Fans den grössten Teil ihrer Freizeit, um diesen Mann zu unterstützen?

Das Erste, was man einfach jedes Mal zu hören bekommt, wenn man einen Flyer zückt oder gar eine DVD verschenkt, ist: Das IST aber ein hübscher Bengel!!!
Ja doch! Aber dieses Argument läuft mir bald aus den Ohren. Zweifellos sieht er sogar „mehrheitsfähig“ gut aus,(auf gewisse Vergleiche will ich da fairerweise verzichten, nicht jeder ist so „blessed“ in dieser Hinsicht), aber schliesslich strebt er eine grosse Karriere als Sänger an, nicht als Fotomodell oder als Mister „wer ist der Schönste im ganzen Land“.
Seltsamerweise war mir das Aussehen zu DSDS-Zeiten überhaupt nicht sonderlich aufgefallen, von den Augen mal abgesehen.

Was ist es dann?
Die Stimme! diese einzigartige, unverwechselbare, wohlklingende Stimme, die schon aufhorchen lässt, wenn man ihn live irgendwo sprechen hört und die beim Singen ganz einfach Resonanz in den Seelen der Hörer findet.
Das kommt der Sache schon näher! Allerdings werden diejenigen Töne, welche Gänsehaut verursachen, wohl individuell ganz unterschiedlich empfunden.

Und dann die Persönlichkeit! Hier kann man ganz leicht aufs Glatteis geraten, wenn man nicht aufpasst. Ohne jeden Zweifel hat Fady eine unglaubliche Ausstrahlung, ein Charisma, das die Meisten sofort in ihren Bann zieht. Ein direkter Blick aus diesen Augen, und man hat ein ganz winziges bisschen Mühe, wieder aus deren Tiefen auftauchen zu können.
Aber gerade bei der Einschätzung der Persönlichkeit liegt eine grosse Gefahr, dass viele Fans sich einen „eigenen Fady“ nach ihren Vorstellungen zusammenbasteln, ein Bild erstellen, aus den Fragmenten, die Interviews, Presseberichte, Bühnenauftritte und auch Statusmeldungen liefern, das eventuell den echten Menschen Fady Maalouf nur verzerrt wiedergibt.
Und wenn dann der reale Fady diesem Bild plötzlich nicht mehr entspricht, lässt sich manch einer aus Enttäuschung zu überzogenen verbalen Reaktionen hinreissen.

Faszinierende Persönlichkeiten gibt es aber in der Musikszene viele, wenn man von der Beliebtheit der Hochglanzmagazine und Einschaltquoten entsprechender TV-Sendungen ausgeht.

Warum geht also ausgerechnet von Fady ein Zauber aus, der so viele in seinen Bann zieht?



Ich denke, zum Einen, weil er eben alle diese Eigenschaften auf sich vereint, und zum Anderen, und das ist für mich persönlich das Wesentliche, weil er ausserdem noch die ganz spezielle Begabung hat, seine Zuhörer mitfühlen zu lassen.
Das macht in meinen Augen einen wirklichen Künstler aus, in der Lage zu sein, auf der Bühne seine Darbietung nicht nur 100% authentisch zu leben, sondern das Publikum auf seine Reise mitzunehmen, mit einzubeziehen.

Lächelt Fady glücklich über ein zahlreiches, begeistertes Publikum, wird mir auch warm uns Herz, swingt oder rockt er auf der Bühne, scheinen unsichtbare Fäden an meinen Gliedern zu zupfen und ich muss mithampeln, ganz wurscht, wie bekloppt das aussehen mag! Später bin ich dann jedes Mal erleichtert, nicht in einem Konzertvideo verewigt zu sein ;)

Mit seiner Interpretation von „I will always love you“ und „My heart will go on“ öffnet er lang blockierte Schleusen und der Schmerz fliesst endlich raus; und das Kunststück völlig in sich selbst versunken „The first time“ zu singen und dabei trotzdem den Zuschauer wie in einem offenen Buch lesen zu lassen, soll ihm erst mal einer nachmachen!

Diese Gefühle dann auch im eigenen Privatleben wieder einfliessen zu lassen, obliegt dann der Verantwortung jedes einzelnen, es ist ja nicht Sinn der Sache, das Leben eines Anderen führen zu wollen.
Zweifellos würden Psychologen, Soziologen und ähnliche studierte Köpfe, das Phänomen des „Fantums viel wissenschaftlich fundierter erklären können, wovor mich der Himmel bewahren möge, gerade Gefühle sind etwas Zerbrechliches und können schnell zu Tode analysiert werden und das wäre in diesem Falle ein tragischer Verlust.

Gefühle zu vermitteln, ist das grösste Geschenk, das ein Künstler seinem Publikum machen kann, denn diese machen das Leben erst lebenswert.

(by dreamdancer, Fotos by Jacqueline und ameno)

Dienstag, 6. Oktober 2009

Von Sprichwörtern und Schlemmermenüs, Führerscheinen und Fotosuchen

Jaja, während der Urlaubszeit hat die Chronistenpflicht auch ein wenig Auszeit genommen, aber ganz brav tragen wir die wichtigsten Ereignisse nach. Fady hat im September auf Pro7 in zwei Taff-Berichten einige Sprichwörter neu definiert. Und zwar treffender und charmanter als die ursprünglichen. Beispiel: Kommt Zeit … kommen Falten! Und dass man, säße man im Glashaus, sich doch lieber etwas anziehen solle, wurde bislang auch verschwiegen. Fady sah voraus, dass die Partei, die die Bundestagswahl gewinnt, erst mal „Party machen“ geht und gewisse eher links stehende Politiker sollten spätestens seit dem Bericht über eine nicht ganz so konservative Krawatte nachdenken.

In einem Nebensatz verriet uns Taff noch, dass Fady den Einbürgerungstest mit „sehr gut“ bestanden hat. Apropos "Bestehen": Fady selbst erzählte uns, nicht ohne Stolz, dass er die theoretische Führerscheinprüfung mit Null Fehlern abgelegt hat. Die praktische Fahrprüfung hat er dann, zwar mit aus Tarnungsgründen blondierten Haaren, selbstverständlich genauso gut gemeistert und kann ab sofort auch in Deutschland Autofahren.

Gespannt, ob die neue Musikrichtung nun Pop-Rock oder R’n B (oder beides?) sein wird, warten wir auf den kommenden Montag, 12.10.09, wenn Fady einige Songs aus dem für Anfang 2010 geplanten Album bei den „Hamburg Sounds“ vorstellen wird (live-stream). Das ist der richtige Zeitpunkt für unser (neuestes) Lieblingsfoto, welches in Hamburg – aka Fadytown – entstanden ist und geschickt zum nächsten Thema überleitet: Das Foto des Jahres. (Es darf leider nicht mitmachen, weil es von 2008 ist). Damit wir nicht wieder diktatorisch im Dezember bestimmen müssen – wollen – können – dürfen, bitten wir um rege Beteiligung der geneigten Blogleser und –innen: Welches ist DAS Foto des Jahres (bis jetzt, denn nächsten Montag und im November kommt ja vielleicht das eine oder andere noch mit in den „Wettbewerb“). Das Kleingedruckte: Sollte das Foto nicht von euch sein, solltet mit der Fotografin abgesprochen sein, dass wir es veröffentlichen dürfen. Die mail-Adresse für alle Vorschläge: fady_maalouf_fans@yahoo.com. Nach Recklinghausen wird dann abgestimmt; Geld oder Preise gibt es leider für die Gewinnerin nicht (oder gibt es gar einen Fotografen?!), aber ewiger Ruhm, das Foto des Jahres 2009 von Fady Maalouf geschossen zu haben, wird garantiert :-) !

Und während Fady fleißig an seinem neuen Album im Tonstudio mit den verschiedensten Produzenten arbeitet (u.a. gelesen in der Hey) oder auf Bandproben mit GrooveUNIT. R`n´B-Elemente in die Songs einbaut, kaufen wir Lose. Wofür? Ganz klar: BLESSED e.V. hat sich erneut ein einmaliges Event überlegt: Nach dem Adventsbacken im letzten Jahr gibt es dieses Mal für 14 Glückliche die Möglichkeit, am 8. November 2009 in Berlin mit Fady zu kochen und zu schlemmen! Eine tolle Idee - wir sind gespannt, wie das ausgeht, denn wir glauben ja, dass Niemand in der Lage ist, in Fadys Anwesenheit koordiniert ein Bein vors andere zu setzen geschweige denn zu kochen! Das kann ja (und wird) heiter werden. 6 Stunden Fady pur warten auf die Gewinner. 6 Stunden, die im besten Fall wie 60 Stunden scheinen, im wahrscheinlicherem Fall jedoch eher wie gefühlte 60 Sekunden daherkommen werden. Die genauen Teilnahmebedingungen findet Ihr hier, der Losverkauf hat bereits begonnen unter events@blessed-ev.org. Wir drücken die Daumen!


(by ameno und FadysKirsche, Foto by smiles)

Freitag, 2. Oktober 2009

make your way!




das neueste "Our Habibi"-Werk von FadysKirsche - viel Freude beim Anschauen.

Mittwoch, 23. September 2009

rhapsody in blue





Es gibt diese Momente, da sind wir uns sicher, diese Momente, in denen sich fast alle Fans einig sind. Augenblicke, wo alle das Gleiche versuchen, alle an dasselbe denken, nämlich wie zum Teufel kriegt man das Kyte größer, wie kann man Screens machen, auf denen man auch was erkennt?! So ein Tag war wohl am Mittwoch LOL. Fady im Urlaub, Fady schwimmt im Pool, Fady springt in den Pool und das alles nur mit sexy Badehose bekleidet und wir fragen uns (fast) alle "Gibt es eigentlich keinen Zoom an der Kamera?" Oder ist es doch die Rücksicht auf den Blutdruck der Fans, wir wissen es nicht. Die vor „Urzeiten“ gestellte Frage „War isch seksi genug“ können wir schon länger mit jaaaaaa oder ouiiiiiii beantworten. Beweise? Sind oben zu sehen, aber geschickt unter ebenfalls en bleu gehaltenen screens vom Tempodrom-Auftritt versteckt, damit sich auch Fans mit schwachen Nerven an die Screens rantasten können…


(by FadysKirsche, screens by Roxane und ameno)

Montag, 21. September 2009

noch 21 Tage...

Am 12. Oktober 2009 ist es so weit. Fady wird ein 2. Mal in diesem Jahr bei Hamburg Sounds in den Fliegenden Bauten auftreten. Schon nach kürzester Zeit war die Veranstaltung ausverkauft :-) *flöt*

Fady wird dort sein neues Album vorstellen, das Anfang 2010 erscheinen soll. Begleitet wird er von seiner Band GrooveUNIT. und wie er uns auf seiner Homepage schrieb, sind er und die Band schon sehr heiß auf den Auftritt. Nicht nur sie - da kennen wir noch ein paar Leute. Es ist sooo aufregend, zu wissen, dass Fady uns einige seiner zum Teil selbst komponierten Songs vorstellen wird und wir werden live dabei sein. Und wenn wir dann diesen Flyer sehen, schwillt unser Fanherz vor Stolz, denn dort lesen wir in großen Buchstaben "FADY MAALOUF Neues Album". Wir können es kaum noch erwarten und sind voller Vorfreude.

Noch 21 Tage!

Wer nicht vor Ort sein kann, hat übrigens dieses Mal die Möglichkeit, den Auftritt am 30.10.2009 um 23.45 Uhr auf N3 zu erleben! Der NDR überträgt erstmals Hamburg Sounds im Fernsehen. Das ist ein zusätzliches Bonbon für uns, denn zum einen haben wir erstklassige Aufnahmen von Fadys Auftritt *schwärm* und sicherlich werden erneut Menschen auf ihn und seine Stimme aufmerksam und erliegen seinem Charme.

Auf gehts Fady, wir unterstützen dich.

(by FadysKirsche)

Donnerstag, 3. September 2009

before the music sets in...






there's always a pause, a breath...






waiting to fly




...and then: yes, here we GO!



(by Judith)

Freitag, 28. August 2009

Abenteuer Support oder - alles wegen Fady!



Dass mein Leben bisher langweilig gewesen sei, kann ich nun wirklich nicht behaupten, mit einem Selbstversorgungs- Bauernhof und der Familie mit einem „Alles- (besser)wissenden- Studenten“ als Sohn ist immer etwas los. Originalton des Juniors:“ kannst Du mal aufhören zu plappern, ich hab grad was Anderes zu tun, vor allem, da es ja noch nicht mal um Fady geht!“:O
(Es ging zwar durchaus um Fady, aber ich wollte mich ganz clever auf Umwegen an das Thema anschleichen - das hat man nun davon!)

Trotzdem hat das Supporten unseres Star einen frischen Wind in meinen Alltag gebracht, und ich kann immer wieder staunen und lachen, vor allem über mich selbst.
Die Möglichkeiten, zur Unterstützung eines aufstrebenden Künstlers sind ja mannigfaltig, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, der Umsetzung manchmal schon!

Am interessantesten ist aber wohl der „Aussendienst“, das Bekanntmachen von Fady, direkt beim lieben Mitmenschen.


Eine von mir fleissig frequentierte Methode ist der Radio Support, d.h. zum einen das Einbringen von Fadys Songs als Hörerwünsche, zum anderen dafür zu sorgen, dass auf dem Sender immer wieder über ihn gesprochen wird, so dass der Name Fady Maalouf auch für den hinterletzten Holzfäller (die haben in ihren Maschinen heute auch Radio) ein Begriff ist.

Dabei unterhält man sich zwangsläufig halt öfters mit mehr oder weniger kooperativen Radiomoderatoren und erfährt dabei gelegentlich, dass man es senderintern zum Spitznamen „Hardcore-Carmen“ gebracht hat. Das verbuche ich noch unter „Ehrendoktortitel“; das „Adelsprädikat“ „Megagroupie“, das mir ein Moderator öffentlich über den Äther verpasst hat, ist mir dagegen doch etwas sauer aufgestossen.

Na gut, mit sowas muss man rechnen, wenn man die Nase zu weit vorstreckt, macht nichts, ist halt alles wegen oder für Fady! Einen „Liebesbrief“ an besagten“ Mod“ konnte ich mir aber nicht verkneifen, was eventuell dann wieder in Zusammenhang mit dem ominösen Verschwinden von sämtlichen Fady-Titeln im Archiv des Senders zu tun haben könnte. Auch das lässt sich wieder regeln, glücklicherweise hat die Musikredaktion keinen Nerv für kindische Spielchen.

Eine andere Gelegenheit über den eigenen Orientierungssinn, oder eher die eigene Dämlichkeit den Kopf zu schütteln, bot sich mir, als ich nach einem spätabendlichen Ausflug zum Radiostudio,( es geht ja nicht an, dass die gewisse silberne Scheiben nicht kennen) mein in einem fremden Quartier geparktes Vehikel partout nicht mehr finden konnte. Fremde Städte können im Dunkeln sehr verwirrend sein! Eine interessante Erfahrung, eine Stunde lang rumzuirren, noch interessanter, wenn man am anderen Tag in den Nachrichten von nächtlichen Schlägereien im ebenjenem Quartier hört.

Ist ja noch mal gut gegangen und überhaupt, sowas passiert einem ja nur wegen Fady!

Einer der nettesten Moderatoren oben erwähnten Senders, ist selber Leadsänger einer Coverband, und als ich von deren Auftritt an einem kleineren Open Air hörte, packte mich die Neugier und ausserdem roch ich eine Gelegenheit die Fady-Werbetrommel zu rühren. Mein lieber Sohn (ist er nicht ein Goldstück?) hat mich begleitet. Während den Darbietungen der Vorbands entdeckte ich das Objekt meines Interesses, bescheiden und unnaufällig durchs Publikum wandelnd, hie und da mit Bekannten einen Schwatz haltend. Als er sich zufällig 2 m hinter mir allein an eine Wand lehnte, sah ich den passenden Moment gekommen, ihn anzusprechen. Nach einer höflichen Anrede, beschloss ich, den Stier gleich bei den Hörnern zu packen und fagte, ob denn das Album „Blessed“ unterdessen wieder im Archiv des Senders aufgetaucht sei. Seine Antwort bestand aus einer Gegenfrage: „Bist Du Carmen? (die Leute kennen ja nur die Stimme. Auweia! Wenn doch mein Bekanntheitsgrad an anderer Stelle auch nur einen Bruchteil dessen ausmachen würde, wie offenbar beim grössten Ostschweizer Radiosender! Wir hielten ein nettes Schwätzchen, das Hauptthema war ja vorgegeben und ich hörte mit hoffentlich gut verstecktem Staunen, dass Fady in der Schweiz einen starken Support habe! Na umso besser! Als der gute Mann später die Bühne erklommen hatte und sich in einen echt starken Rocker verwandelte, der gekonnt „Highway to hell“ oder „Purple rain“ coverte und nicht die geringste Mühe hatte, das etwas verhaltene Publikum zu begeistern, war ich froh um die Dunkelheit, ich muss mit ziemlich stupidem Gesichtsausdruck dagestanden haben. Hatte sich dieser Typ da oben tatsächlich grad vor Kurzem mit mir auch über seinen aktuell schlechten Gesundheitszustand, wie mit einer alten Freundin unterhalten?

In den Arm kneif – so etwas passiert jemandem wie mir tatsächlich nur wegen Fady!

Eine Erfahrung der etwas anderen Art, bietet sich der biederen Hausfrau beim Flyern, vor allem dann, wenn man spätabends vor verschlossenen Theatertüren auf potentielle Interessenten wartet, für die Flyer , versteht sich! (what else?). Jüngeren „Flyerlis“ empfehle ich, ein unmissverständliches Outfit zu wählen, zum Beispiel sich zu Mehreren in die „Fadyaner-Uniform“ zu stürzen. Das Gefühl, wartend rumzustehen, war eine Erfahrung für sich, die nachdenklich macht!

Ich bin schon sehr gespannt, was für neue Eindrücke mir ein neuer Flyer-Termin beschert, aber was immer auch passiert - es ist alles wegen FADY!

(by Dreamdancer)



(Fotos vom HR und Columbiahallenfotos by ameno - weil es heute 1 Jahr her ist)


Donnerstag, 20. August 2009

Weihnachten kommt immer so plötzlich...

... und da es heute laut Wettervorhersage der wärmste Tag des Jahres sein soll, ist der Zeitpunkt für einen Geschenktipp doch perfekt: Die Blogspot-Crew empfiehlt eine Mitgliedschaft bei BLESSED e.V. - passend für jedes Familienmitglied, für Freunde - und sogar sich selbst kann man damit beschenken!!

Das wahre Geschenk gilt allerdings notleidenden Menschen im Libanon und in Afrika. Neben Projekten mit bewährten Partnern („Nächstenliebe leben“ mit Misereor und „Streumunition bedroht noch immer die Bevölkerung“ in Verbindung mit Handicap International) hat BLESSED e.V. nun das erste eigene Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Und weil wir nicht nur selbst Mitglied sind und BLESSED e.V. unterstützen wollen, wo wir nur können, sondern BLESSED uns auch unvergessliche Fady-Momente geschenkt hat, etwa das Adventsbacken oder das schon legendären Benefizkonzert in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, möchten wir hemmungslos Werbung machen für BLESSED, für Mitarbeit, für einen Beitritt und/oder für ein-, zwei-, mehrfache Spenden. (Und das Beste ist: man muss gar nicht auf Weihnachten warten!!):




BLESSED e.V. ist ein junger Verein für humanitäre Hilfsprojekte.

Seit der Gründung im Juli 2008 will BLESSED e.V. – zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Fady Maalouf – in vielen Regionen der Welt für Menschen in Not aktiv sein.

Erste Projektpartner des Vereins sind Handicap International (für den Bereich Libanon) und Misereor (Projekt „Nächstenliebe leben“ für den Bereich Afrika).

Nun freuen wir uns sehr, dass wir seit August 2009 unser erstes eigenes Projekt haben: Truly.Help.-Tansania’s children

Tansania, eines der ärmsten Länder der Welt, liegt im Osten Afrikas. Die Kindersterblichkeit in Tansania ist sehr hoch, viele Kinder erleben ihren fünften Geburtstag nicht. In einer der ärmsten Regionen des Landes liegt das Ndolage Krankenhaus. Sein Einzugsgebiet umfasst 130.000 Menschen.

Zu dem Krankenhaus Ndolage bestehen seit Sommer 2007 persönliche Kontakte. Ein Blessed e.V. Team-Mitglied hat im Krankenhaus in Tansania gearbeitet und hat seit dieser Zeit Kontakt gehalten. Diese persönliche Verbindung zu den Ärzten, den Krankenschwestern und der Verwaltung garantiert eine gute Zusammenarbeit.

Unser Ziel ist es, die Kindergesundheit zu verbessern und die Sterblichkeitsrate zu senken. Schließlich sind Kinder die Zukunft einer jeden Gesellschaft!

„Wenn einer alleine träumt, dann bleibt es ein Traum. Wenn alle gemeinsam träumen, dann wird es Wirklichkeit..."


Für weitere Informationen bitte den Banner anklicken:

www.blessed-ev.org

Information in English et en Français

Und der Mitgliedsantrag ist auch nur einen KLICK weit entfernt.

(by Martina, Fotos by BLESSED e.V. und Melina)

Freitag, 14. August 2009

Mailight zum Frühstück

Das Geräusch einer zuknallenden Tür und das gequälte Aufjaulen eines Automotors informierten mich heute früh darüber, dass der rasende Roland, andernorts wahrscheinlich Postbote genannt, seine Schuldigkeit schon getan und unseren Briefkasten mit zukünftigem Altpapier gefüllt hatte.

Ob ich mir das vor dem Frühstück schon antun sollte? Andererseits….man weiss nie…vielleicht….also pirschte ich vorsichtig, immer auf eine Enttäuschung gefasst, zum Kasten und oh Wunder, da thronte ein gelbbrauner Umschlag mit der Aufschrift „Deutsche Luftpost“ zuoberst auf dem Stapel: ye…..oops, schnell den Freudenschrei abklemmen und gesetzten Schrittes ins Haus marschieren, schliesslich turnte der Nachbar schon auf seinem Baugerüst herum (Fassadenrenovation) und ich sollte meinem wahrscheinlich eh schon ramponierten Ruf nicht noch eins draufsetzen.

Dummerweise fehlte mir aber grad wirklich die Zeit; andererseits könnte ich ja das Frühstück im Wohnzimmer zu mir nehmen und dabei ganz kurz in die DVDs reinschauen, wenigstens in diejenige mit Fady.

Eine vom arbeits- und ernährungstechnischen Standpunkt aus gesehene Fehlentscheidung, wie mir bald klar wurde.

Ausgerechnet diesem Konzert hatte ich nicht beiwohnen können (das leidige Budget und sonst noch ein paar klitzekleine Hindernisse), so dass die Spannung enorm war. Machte mich die etwas unruhige Bildfolge ganz am Anfang noch etwas nervös, so änderte sich das schon beim zweiten Song und ich wurde von der super Tonqualität und den wunderschönen Nahaufnahmen völlig gefangen genommen.

Fady mit Chor, das war wieder etwas ganz Neues und Interessantes! Einfach super, wie er sowohl den Chor, als auch das Publikum miteingebunden hat. Das muss wohl für alle Anwesenden so was Ähnliches wie ein gemeinsamer Gottesdienst gewesen sein, auf jeden Fall, ein tolles Erlebnis.

Vom Piano begleitet, gefielen mir die Balladen besonders gut und natürlich waren es wieder „I will always love you“ und „My heart will go on“, die Erinnerungen wachriefen und Schleusen öffneten, aber nur von dieser Stimme gesungen.

Das hatte auch seine Vorteile, wurde mir doch plötzlich bewusst, dass ich eigentlich essen wollte und schon längst bei der Arbeit sein sollte. Bei einem Blick auf den Tisch musste ich trotzdem grinsen, das sah aus, als hätten unterdessen die Mäuse drauf getanzt: das Brot zerkrümelt, der Käse angeknabbert, der Kaffee längst kalt und die Butter geschmolzen, nanu, so warm war es doch noch gar nicht! Also Milchsäurebakterien sind zwar was Lebendiges - aber Augen und Ohren haben sie nicht!

An die Arbeit! und Fortsetzung dann beim Mittagessen, bei dem ich mir dann deswegen fast den Mund verbrannt hätte. „Hot and cold“ und „it shivers down my spine“, das hatte er natürlich in der Kirche nicht gesungen, hätte aber meinen Empfindungen entsprochen, nein, nein, keine Grippesymptome, Fady hatte nur „you raise me up“ zum Besten gegeben und offenbar ging es dem Publikum auch nicht anders – standing ovations!

Ich kann mich gar nicht mehr an alles erinnern, werde die Scheibe wohl noch x-mal ansehen, mich über seine kleinen Witze freuen und vor allem grosse Genugtuung darüber empfinden, wie die anfangs ernsten Gesichter der männlichen Chormitglieder immer freundlicher wurden und am Schluss beim fulminanten „Oh happy day“ im allgemeinen Strahlen aufgingen.

Oh ja, meine Herren, ein Konzert von Fady Maalouf bedeutete bisher noch jedes Mal dasselbe: für alle Teilnehmer einen „happy day“.




(by dreamdancer, Foto (c) Jan Ingenhaag Fotografie / BLESSED e.V.)

Montag, 10. August 2009

Fan wider Willen ;-)

Aufgewachsen am Eingang zur Schöllenenschlucht am Fusse des Gotthardmassivs, werde ich bei der breiten Stadtbevölkerung wohl unter der Kategorie „Heidi“ registriert, wenn wir auch keine Ziegen hielten, unser Nachbar aber ein Haflinger-Pferd und Schafe.

So mag es wahrscheinlich nicht weiter erstaunen, dass ich im Alter von 15 Jahren, warum weiss ich heute nicht mehr, ziemlich konsterniert in die Flimmerkiste glotzte, als ein schwarzhaariger, seltsam gewandeter Mann mit einer Blumengirlande um den Hals, auf einer Bühne zu noch seltsameren Verrenkungen Songs zum Besten gab, die mir zugegebenermassen doch sehr gefielen. Was mir allerdings völlig unbegreiflich erschien, war das überaus eigenartige Gebaren des dort anwesenden Publikums. Wie können Menschen sich bloss derart unbeherrscht aufführen?

Da wurde gekreischt, gezappelt, in Ohnmacht gefallen, jeder schien die Hand des Sängers berühren oder ihn gar küssen zu wollen - dabei schwitzte er recht beachtlich und verteilte dann die Tücher, mit denen er sich abgetrocknet hatte und um die sich die Menschen balgten, wie Hunde um den Knochen, wie absurd!

Ich wurde dann darüber aufgeklärt, dass der Herr Elvis Presley heisse und diese Irren halt eben seine Fans seien.

Oh nein, so würde ich mich im Leben nie verhalten! Ich würde NIEMALS irgendjemandes Fan werden.

Nun, man soll bekanntlich niemals nie sagen, wenn ich auch wirklich nicht zu dieser Sorte ausufernder Fans gehöre, so muss ich mich heute doch zum ersten Mal im Leben als Fan bezeichnen und bin auch noch stolz drauf.

Besagter Elvis entwickelte sich für mich persönlich dann über 30 Jahre lang, zu meinem Lieblingsänger, aber ich habe weder ein Autogramm,( was soll ich denn mit einer Unterschrift!) noch war ich an einem Konzert oder hätte auch je nur eine Silbe für ihn oder über ihn geschrieben. Schliesslich bin ich an Promis jeder Gattung völlig uninteressiert und bringe ihnen im Normalfall auch keine Heldenverehrung entgegen, die haben sich als Babies auch die Windeln vollgemacht, wie wir alle.

Genauso unerwartet erschien dann wieder ein schwarzhaariger Mann (jedenfalls zu dem speziellen Zeitpunkt) auf dem Tapet, der meine Welt diesbezüglich plötzlich auf den Kopf stellte.
Gott sei Dank ohne Blumengirlande und glitzerndem Show-Kostüm, sondern in schlichtem Schwarz, mit eher etwas schüchternem Auftreten, dafür aber mit einer Stimme, die wie ein Blitz direkt ins Herz fährt und dabei sämtliche, vorsorglich durch das Leben installierte Vorhängeschlösser sprengt.

Image and video hosting by TinyPic

Und dazu diese Blicke! Widerstand zwecklos: white flag! !

Fady Maalouf hatte mit „Home“ alles verändert. Von diesem Zeitpunkt an MUSSTE ich jeden Samstag verfolgen, wie es für Fady weiterlief, KONNTE nicht anders, als verzweifelt nach Nachrichten über die Veröffentlichung von „Blessed“ suchen und der Beitritt zum FC war nur eine Formalität.

Für einmal bin ich meinem Mann für seine nervtötende Zapperei dankbar, wir wollten DSDS nicht mehr anschauen und hätten Fady sonst nicht gesehen.

Nicht zu fassen, jetzt bin ich also ein Fan! Was aber unterscheidet denn in meinen Augen einen Fan von einem gewöhnlichen Musikkonsumenten, der mal an ein Konzert geht, oder sich ein Album kauft?

Nein, ein Fan muss keineswegs in ehrfürchtiger Anbetung vor seinem Idol erstarren und ihm keine menschlichen Schwächen zugestehen, er soll nicht jeden mit anderem Geschmack zum Vollidioten erklären, und er braucht beileibe nicht wegen verschwitzter Schals in Verzückung zu geraten.

Aber er wird der Karriereförderung seines Stars bei allem, was er in dieser Hinsicht tut, oberste Priorität zugestehen und es nicht für nötig erachten, die ganze Fanbase mit eigenen Befindlichkeiten und pessimistischen „Vorahnungen“ tagelang zu torpedieren.

Er wird eine für nötig erachtete Kritik bei passender Gelegenheit in respektvoller Form anbringen, und er wird akzeptieren, dass er bei allem geleisteten Support, noch lange kein persönlicher Vetrauter des Stars ist und keine Forderungen zu stellen hat.

Er interessiert sich zweifellos auch für den Menschen hinter der Fassade, wird aber jederzeit die vom Star gezogene Grenze zu dessen Privatleben respektieren.

Ist man nun in der glücklichen Lage ein Fan von Fady Maalouf zu sein, der nach eigenen Angaben das Wort Fan nicht so schätzt (kommt von fanatic, was einen etwas destruktiven Nachgeschmack hat) und uns lieber als seine „second family“ bezeichnet, so darf man immer wieder mit kleinen Geschenken rechnen, wie Kytes, Fotos und Statusmeldungen (die manchmal eher Rätselaufgaben ähneln). Oftmals reichen diese Aufmerksamkeiten eher ins Private hinein und beweisen so immer wieder, dass ihm seine zweite Familie diesen zusätzlichen Aufwand wert ist, genauso wie die stundenlangen Autogrammstunden, wo doch längst fast jeder so ein Kärtchen hat. Aber Fady wird schon wissen, dass sich die Wenigsten deswegen immer wieder in die endlose Warteschlange einreihen.

Und zu guter letzt ist es für mich persönlich als Fan natürlich Ehrensache Fadys Rezepte auszuprobieren, auch wenn ich denn für Sumak (was zum Kuckuk ist das denn?) halt mal probeweise in einen türkischen Bazar gerannt und mir dabei wie ein Alien vorkommen bin.
Aber den Sumak hatte ich bekommen und Fattousch schmeckte mir hervorragend, obwohl ich eigentlich weder Oliven noch Olivenöl besonders mag. Einzig beim Kokoskuchen habe ich wegen Streikdrohungen meiner Bauchspeicheldrüse den Zuckergehalt eigenmächtig halbiert (bitte um Nachsicht!) und der schmeckte für meinen Gusto immer noch ausgezeichnet.

Selbstverständlich kann ich nicht für alle Fans sprechen, aber aus vielen persönlichen Gesprächen, weiss ich, dass sich viele Freunde in dieser kleinen Geschichte teilweise wiedererkennen werden. Schliesslich sind wir halt eben doch so was Ähnliches wie eine Familie, Fadys zweite Familie.

(by Dreamdancer, gif by Janine, Kuchenfoto von Fady)

Dienstag, 4. August 2009

Our Habibi IX ... you light up my (our!) life



(Video by FadysKirsche)

Sonntag, 2. August 2009

Zurück in die Zukunft

Heute schwelgen wir mal in der Vergangenheit - und tanzen mit Fady (der vor einigen Jahren als "Alex" (nicht als "Peter") Auftritte im libanesischen Fernsehen hatte) zu seinem allerersten Video. Und versuchen mitzusingen. Daran hapert es noch, aber ein wenig Zeit bis zum nächsten Album haben wir ja noch. (Und die Hoffnung, dass darauf viel orientalische Klänge vertreten sein werden :-) - gern auch "Ya Leil").




Japp, interessanter Tanzstil :-)

(Video bei youtube eingestellt von MelodyTvgroup)



Und weil wir schon dabei sind, in Erinnerungen zu schwelgen: Auch die Berlin-Konzerte sind ja schon wieder drei Wochen her - aber die Erlebnisse immer noch präsent. Nicht nur, weil in der August-online-Ausgabe des JustCelebrities-Mags (Seite 25/26; Poster auf Seite 32) ein kleiner Bericht über Fady steht mit besonderer Erwähnung von "Billie Jean", sondern auch weil es weiterhin neue Fotoentdeckungen gibt.





(Video by Nelly. screens aus dem Fanclubinterview by ameno, Photoshopping by Roxane)

Samstag, 1. August 2009

Fady…ein Traum…nicht nur in München und nicht nur im Sommer…


Kaum war bekannt, dass Fady am 25.7. beim Münchner Sommernachtstraum im Olympiapark auftreten würde, stand für mich und meine Freundin fest, dass die Veranstaltung nicht ohne uns stattfinden würde.

Die Reiseroute war schnell geplant, mit den Regionalzügen der Deutschen Bahn würde man uns gut ans Ziel unserer Fanträume bringen. Leider nicht sonderlich schnell, denn für die Fahrt, inklusive 5 x umsteigen waren wir 12 Stunden unterwegs. Doch für Fady ist uns Fans kein Weg zu weit, zu steinig oder zu lang. Schon allein deshalb, weil auch die Fahrt ein Erlebnis für sich ist. Da werden bereits neue Termine nebst Fahrtrouten geplant – man ist ja in Übung, die neuesten Informationen ausgetauscht, Schwärmereien inklusive. Nur ein echter Fan kann wohl stundenlang über Fadys hocherotischen Körper und die sinnlichen Lippen debattieren, die einen glatt ein wenig an Adam, Eva, das Paradies und den dazugehörigen Apfel erinnern…rot, voll, sinnlich und einfach zum reinbeißen…;-) Natürlich durften auch Abhandlungen über Fadys unnachahmliche und unvergleichliche Stimme nicht fehlen…kaum ein anderer Künstler vermag soviel Gefühl, so viele Emotionen in seine Stimme zu legen, dass einem der Atem stockt und die Gänsehaut sich ebenso fest am Körper einnistet, wie Fadys liebes Wesen in unseren Herzen…Da die einzelnen Züge sehr voll waren, bekamen natürlich auch die Mitreisenden sehr viel von unseren Erzählungen mit. Aber Werbung belebt das Geschäft und kann nicht schaden. Die Ohren der Leute wurden jedenfalls immer länger und der eine oder andere hörte sehr interessiert zu.

17.15 Uhr kamen wir endlich in München an und dank einem gemeinschaftlich genutzten Taxi gelangten wir recht preiswert auch zum Olympiapark. Dort waren riesige Menschenmassen. Insgesamt, so erfuhren wir später, waren es 56.000 Zuschauer. Es gab drei Bühnen. Die Seebühne, die Partybühne und die Jugendbühne, wo Fady auftreten sollte. Wir brauchten über 30 Minuten, bis wir endlich die Jugendbühne gefunden hatten. Zwischendrin geriet ich schon in Panik. Unser Fanorientierungssinn schien gänzlich zu versagen und ich hatte echt Angst, dass wir die Bühne erst finden würden, wenn Fadys Auftritt bereits vorüber war. Auf der Suche danach, kann es dann schon mal passieren, dass man ganz zufällig und natürlich nur aus Versehen und ohne jegliche Absicht, geschweige denn irgendwelche Hintergedanken im VIP-Bereich landet…genau genommen waren wir da ja auch goldrichtig ;-) doch wir wollten Fady singen hören und dafür mussten wir vor, nicht hinter die Bühne! Zum Glück fanden wir noch alles rechtzeitig und konnten endlich aufatmen. Wir ergatterten sogar einen Platz in der 2. Reihe und das auch noch mittig vor der Bühne – so wollte Fan das haben. 2 Moderatoren hatten die Aufgabe das ohnehin schon aufgeheizte Publikum noch weiter zu animieren. Die Stimmung sollte wohl überkochen, dabei war sie bei Fadyfans längst auf dem Siedepunkt! Zum weiteren Anheizen verteilte man Geschenke. Schlüsselbänder und, man höre und staune, Schlumpf-CDs…wie witzig…nun haben wir nichts gegen kleine blaue Männchen mit Zipfelmütze, aber eigentlich stand uns nach einem anderen männlichen Wesen der Sinn und vor dem wollten wir natürlich in unserer unberührten Schönheit stehen und nicht etwa mit einem Horn an der Stirn. Dies zu bewerkstelligen war jedoch nicht einfach, denn Schlüsselbänder fliegen leicht und landen weich…in die Menge geworfenen CDs auszuweichen, ist da schon bedeutend schwieriger. Aber als Fady-Fan meisterten wir auch diese Herausforderung.

Als Vorgruppe trat Part Six auf. Die Band, in der Marc aus der letzten DSDS-Staffel vor einigen Jahren Mitglied gewesen war. Die Jungs machten ihre Sache gut, der Auftritt war okay, aber eigentlich wartete alles auf Fady. Dies konnte man auch an den immer lauter werdenden Zuschauerrufen hören. „Fady, Fady, Fady“ tönte es immer wieder aus der Menge. Doch zunächst gab es noch einen Gesangswettbewerb, der stark an DSDS erinnerte. Jury war hier jedoch das Publikum… Auch diese Beschäftigungstherapie überstanden die Zuschauer weitestgehend unbeschadet und konnten um 21.15 Uhr endlich hören, wie der Moderator Fadys Auftritt ankündigte. Die Menge, fast alle trugen Fady-Shirts, kreischte, es gab kein Halten mehr.

Als Fady endlich auf der Bühne erschien, setzte ein ohrenbetäubender Applaus ein. Schnuckelig sah er aus. Fady trug dunkle Jeans und ein enges schwarzes Shirt…beides mehr als Waffenscheinverdächtig…hatte ich schon erwähnt, dass das Shirt SEHR eng war??!! Es war so eng, dass man gar keine Luft mehr bekam…also Fady schon, aber denkt er vielleicht auch mal an seine Fans, die bei derart atemberaubenden Outfits wirklich mit der Luft zu kämpfen haben???

Fady hatte auch noch 2 Tänzer mit auf der Bühne, die ihre Sache wirklich gut machten. Allerdings nahmen wir in erster Linie Fady wahr, aber das sei uns verziehen. Unser Lieblingskünstler legte eine fantastische Show hin! Er begann mit „Sway“. Schon jetzt hatte Fady das gesamte Publikum voll in seinen Bann gezogen. Ein Hüftschwung folgte dem nächsten und ließ Elvis auf seiner Wolke vor Neid erblassen. Fady riss das Publikum bereits mit dem ersten Song mit, man hatte wirklich das Gefühl, dass keiner der anwesenden Zuschauer unserem Schnuckel widerstehen konnte. Danach folgte „Good Thing“ und Fady kündigte noch ein Feuerwerk an. In seinem süßesten Deutsch, mit französischem Herzerweichungsakzent, dem man einfach nur stundenlang zuhören könnte, betonte Fady, dass es zuvor jedoch noch ein Feuerwerk auf der Bühne geben würde. Und schon folgten die Songs „Show me your love“ und „Freedom“. Zwischendurch witzelte Fady, dass er wohl kleiner geworden sein muss, weil sein Mikrofon einfach viel höher war als sonst.


Als Fady „Amazed“ anstimmte, stellte sich wirklich jedes einzelne noch vorhandene Körperhaar auf und die Gänsehaut war vorprogrammiert. Fady sang den Song gewohnt fantastisch und seine Stimme berührte den kleinsten Winkel im Herzen. Nun endlich kam mein absoluter Lieblingssong…“Mercy“…ich freute mich und lauschte begeistert Fadys unterschiedlichen Interpretationen und Variationen, die das Original regelrecht in den Schatten stellten. Einfach nur hammermäßig! Ohrenbetäubender Jubel und Applaus waren Fadys Lohn für seine unnachahmliche gesangliche Leistung.

Kann ein Fady-Fan überhaupt EIN Fady-Lieblingslied haben? Nein! Auch ich habe viele weitere und dazu zählt auch „Kiss“, welches Fady ebenfalls zum Besten gab. Auch dies war ein wahrer Ohrenschmaus und fürs Herz gab es noch einen Leckerbissen hinterher, als Fady für seine Fans ein sanftes Küsschen ins Mikrofon hauchte. Wer da nicht dahin schmolz, musste ein Eisblock sein.

Nun folgten noch „Get the Party started“ und „Blessed“. Seinen ersten großen Hit sang Fady dann gemeinsam mit seinen Fans. Eine Passage er und eine Passage seine Fans. Das war wirklich für alle ein sehr emotionales Erlebnis.

Nach seinem Auftritt gab Fady noch Autogramme. Er ist wirklich sehr lieb zu seinen Fans. Auch ich habe ein Autogramm ergattern können und freute mich sehr. Danke Fady!
Danach begann das große Feuerwerk und Fady sah es sich zusammen mit seinen Fans an. Plötzlich erfasste einen ein derartiges gemeinschaftliches Zusammengehörigkeitsgefühl, dass ich es auch heute noch nicht in Worte fassen kann. Das war sehr ergreifend und faszinierend. Das Feuerwerk dauerte ca. 35 bis 40 Minuten und jede einzelne Sekunde davon wird den Fans auf ewig in Erinnerung bleiben…
Danach plauderten wir noch mit anderen Fans und begaben uns zu Fuß zurück zum Bahnhof. Das waren immerhin 5 Kilometer, aber was sind schon 5 Kilometer Fußweg gegen 12 Stunden Zugfahrt, die erneut auf uns warteten. Ohne Vorfreude waren sie zwar nur halb so schön, dafür konnte man in frischen Erinnerungen schwelgen…
Eine Stunde brauchten wir für den Fußweg, dann kam der nächste Hammer…und der hieß Schienenersatzverkehr…eine Stunde Busfahrt durch München, Stadtrundfahrt inklusive…was lässt man nicht alles über sich ergehen ;-)
Erst am Nachmittag des nächsten Tages waren wir wieder daheim. Müde, erschöpft, aber voller Emotionen. Fady hat dem Münchner Sommernachtstraum wirklich alle Ehre gemacht, denn Fady ist ein Traum…nicht nur in München…und nicht nur im Sommer!!!
Danke Fady und Denis für diesen wunderschönen Tag!
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(Geschrieben von Annett Koht in Zusammenarbeit mit Jaqueline Seifert , Fotos by Nelly)

Freitag, 31. Juli 2009

Not begging for Mercy!

...don't know what you do
But you do it well
we're under your spell...



(Video by Nelly)

Montag, 27. Juli 2009

München-Reise eines Schweizer Fans - ein wahrer Sommernachtstraum


Seit ich mich in dem völlig neuen und etwas verwirrenden Zustand befinde, mich als jemandes Fan zu bezeichnen, driften die rationale und die emotionale Seite meiner Persönlichkeit gelegentlich etwas auseinander. Die rationale Ebene beobachtet die emotionalen Kapriolen mit klinischem Interesse wie zum Beispiel die Tatsache, dass geographischen Entfernungen ungeniert ganz andere Bedeutungen zugemessen werden.

Galten bis anhin 2 Stunden Reisezeit als die Grenze des Zumutbaren, so löste die Ankündigung des Konzerts in München einen Begeisterungssturm aus, grade mal 5 Stunden Anfahrtszeit! Ein Klacks!

Nicht so ganz; die Anreise wurde durch ein paar, natürlich völlig unbedeutende Zwischenfälle zu einer kleineren Odyssee durch eher orientalisch anmutende Gassen, verwirrende S-Bahn-Stationen, Hagelschauer und verschobene Zeit- und Ablaufpläne.

Eigentlich war ja eine Flyer-Aktion am Flughafen vorgesehen und so wurde ich denn wegen meiner Verspätung telefonisch aufgefordert, mich sehr zu beeilen, aber leider konnte ich die S-Bahn nicht anschieben und kam deshalb natürlich prompt gute 10 Minuten zu spät an. Da ich unterdessen doch noch darüber aufgeklärt wurde, dass Fadys Ankunft erwartet werde, musste ich in dem völlig unbekannten Terminal einen Endspurt hinlegen, immer darauf hoffend, dass das Flugzeug auch Verspätung haben würde. Und das hatte es tatsächlich! Als ich ausser Puste auf die bereitstehende Fan-Gruppe traf, dauerte es noch etwa 5 Minuten bis Fady dann eintraf. Er trug eine dunkle Sonnenbrille und hatte es wohl etwas eilig, da er schon von einem wartenden Auto samt Personal in Empfang genommen wurde. Ein ganz kurzes „Hallo, danke,! „ Er nahm noch die Blumen, die ihm von den Regio-Leiterinnen Süd übergeben wurden „bis später!“ und schon war er weg. Da auch das Flyern im Flughafenareal verboten worden war, machte sich bei den Meisten leichte Enttäuschung breit, und von meiner rationalen Ebene wurde hämisch der Befehl ausgesandt: Ärgern! So ein Leerlauf!“ aber die emotionale wollte davon gar nichts wissen und freute sich darüber, für einmal Fady nicht verpasst und freie Sicht gehabt zu haben, er ging grad mal 1 Meter neben mir vorbei.

Nach diversen orientierungsbedingten Verzögerungen gelangten Eliane, Sandra und ich dann gerade noch zu Einlassbeginn in den Olympiapark, wo das grosse Anstehen einmal mehr in Angriff genommen wurde. Endlich bei der Jugendbühne angekommen, fanden die inzwischen traditionellen Begrüssungszeremonien der Second Family statt, diesmal in etwas kleinerem Rahmen, da ja nur etwa 50, sich durch „Uniform“ outende „ Hardcorler“ vor Ort waren.

Nun folgte ein für meinen Geschmack gnadenloser Kampf durchs Vorprogramm: verschiedene Tanzdarbietungen, ganz nett, zum Teil auch ganz gut; zwei Moderatoren, die ihre Erfahrungen eventuell bei Kindergeburtstagspartys gesammelt hatten, versuchten krampfhaft Stimmung zu machen, mit „Geschenken“ (die allgegenwärtigen Schlüsselbänder und, man glaubt es nicht, kistenweise Cd’s von den Schlümpfen, wahrscheinlich Lagerräumung) Die Herren schienen nicht zu bemerken, dass allein schon bei der Erwähnung von Fadys Namen die Stimmung wesentlich lautstarker in die Höhe schnellte, als bei ihren „Witzen“. Dann noch die Vorband „Part six“ fröhliche Jungs, wirblige Choreographie, die aber wohl nicht live gesungen haben und bei deren Show sich mir eigentlich nur die Frage stellte: wie bringen die Jungs das nur fertig, dass bei der Hopserei die tiefhängenden Jeans nicht runterrutschen?

Die Rufe nach Fady wurden immer lauter und ungeduldiger und auch mein Verstand forderte immer ärgerlicher eine Antwort auf die Frage, warum ich mir das alles eigentlich antue, das stundenlange Stehen im verhassten Sardinen-feeling, der überlaute Bass, der schmerzende Rücken!

Aber dann war Fady endlich da und die Kamera meines inneren Auges schaltete automatisch auf zooooom ,! Die rationale Seite zog sich in eine Ecke zurück, um zu warten, bis der Anfall vorüber sein würde.

Bei Konzerten mache ich immer alle Sinne auf und lasse das Geschehen auf der Bühne auf mich wirken und bekomme so einen Gesamteindruck.
Die einzelnen Songs zu sezieren liegt mir nicht, ich habe auch nicht Musik studiert , bin also ein ganz durchschnittlicher Konzertbesucher, aber das wird wohl die grosse Masse auch sein.

Für meine Begriffe war Fady einfach wieder grossartig, er schaffte es, seine doch schon so oft gehörten Songs wie „Sway“ „Good thing“ ,Amazed“ oder „Blessed“ wieder in einem neuen Licht erscheinen zu lassen und die gecoverten , rockigen Titel „Freedom“, „Mercy“ „Get the party started“ und „Kiss“ kamen einfach super an. Er wirkte auf mich noch mal eine Spur professioneller, vor allem die Performance , wo er wieder von 2 der bekannten Tänzer unterstützt wurde. Die Stimme war etwas rauh, angeblich hatte er eine Erkältung, was aber natürlich gut zu den Rocksongs passte.

Für mich einziger Wermutstropfen: dass die Musik wieder vom Band kam und sich diesmal vor allem bei „Show me your love“ manchmal überschlug, so dass es zwischendurch irgendwie komisch klang. Auch das „neutrale“ Publikum wollte nicht aufhören „Fady, Fady“ zu brüllen und eine Zugabe zu fordern, die aber wegen des demnächst beginnenden Feuerwerks verweigert wurde.

Dafür kam Fady dann noch raus um Autogramme zu geben, wobei er die Abschrankung entlang schritt. Er meinte, dass er wenig Karten dabeihabe, die vor allem diejenigen bekommen sollten, die noch keine haben.

Rein persönlich betrachte ich Fadys ständig wachsende "Perfektion" on stage mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Verstand freut sich, über die Riesenfortschritte im Hinblick auf eine grosse Karriere, das Herz fürchtet ein bisschen, das der sensible, rehäugige Junge verloren gehen könnte , der auf so einzigartige Art grosse Gefühle auf der Bühne ausdrücken kann. Aber die Hoffnung, dass Fady es schafft, beides unter einen Hut zu bringen, ist noch vorherrschend und so war es denn auch mein ganz persönliches Highlight, aus 2 m Entfernung beobachten zu können, wie er mit glänzenden Augen einen Teil des Feuerwerks beobachtete und mit kindlicher Begeisterung „soooo schöööön! „ sagte.

Alles was nach Fadys Abfahrt noch ablief ist von untergeordneter Bedeutung und verliert sich in den Bemühungen des Verstandes, sich aus seiner Ecke zu kämpfen und das Gleichgewicht wieder herzustellen, bis zum unweigerlich nächsten Absturz, dem nächsten Konzert von Fady Maalouf.


(by Dreamdancer, Fotos by Angelika, Barbara, Simone und Nelly, vielen Dank)