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Sonntag, 12. Juli 2009

One Night in Berlin

Nach zeitlich bedingter monatelanger Abstinenz von Fanforen, Facebook & Co., die früher zeitweise meinen Tagesablauf bestimmt haben, hatte ich endlich einmal wieder die Gelegenheit, ein Fady-Event zu besuchen. Fady „The Voice“ live hatte ich wirklich vermisst!

Gleich nach der Ankunft am Tempodrom, zahlreichen Umarmungen und Wiedersehensfreude, und noch bevor ich mich an den bevorstehenden harmonischen Klängen erfreuen konnte, wurde mir klar, dass es auch Dinge gab, die ich ganz sicher nicht vermisst habe – nennen wir es euphemistisch-metaphorisch einmal „gewisse disharmonische Sequenzen zwischen Konzertbesuchergrüppchen“ – was quasi aus dem nun scheinbar ex-ternen Blickwinkel einer Ex-immer-dabei-Gewesenen erst so richtig sichtbar wurde. Erheiternd fand ich die bisweilen durchscheinende Einbildung, aus dem „Fan“-support erwachse eine Verpflichtung des Künstlers, sein Privatleben zur Diskussion zu stellen. Diese und andere Querelen waren für mich genauso interessant wie der berühmte Sack Chinareis. Schließlich habe ich – wie die meisten Fans – diese Reise angetreten, um Fady zu hören!

Und das, was ich hörte, war musikalisch zwar vertraut – und doch irgendwie neu. Mit dem Opener „Opening Night“ fanden gleichzeitig 2 Premieren statt: Fadys erster Liveauftritt mit seiner neuen Band, und der erste von gleich mehreren erstmalig live (oder von ihm) gesungenen Songs! Trotz leichter technisch bedingter Abmischungsverwirrungen konnte man von Beginn an erkennen: Das Auftreten und die Performance von Sänger und Band wirkten professioneller als je zuvor.

Während ich diesen Artikel schreibe, erhalte ich die Eilmeldung aus Berlin, dass die samstäglichen Technikeinstellungen beim heutigen Sonntagskonzert wohl modifiziert worden waren. Oder, mit anderen Worten: Es war einfach geil, genial, wunderschön, … (den Rest habe ich vergessen;-)) … und Fady, „The Voice“; Fady, der Charismatiker; Fady, der … war wieder da (sorry, Ameno und Poison, mehr konnte ich mir vorhin nicht merken;-)). Außerdem habt ihr mich neidisch gemacht.
Hmm, wo war ich stehen geblieben … ach ja, das Auftreten während des Auftritts.

Wenngleich Fadys Deutschkenntnisse inzwischen gut sind, merkte man deutlich, dass er sich mit der englischen Ansprache wohler fühlte. Er wirkte überhaupt so, als fühle er sich wirklich wohl: Auf der Bühne, mit den diesmal eher rockig ausgewählten Songs (die ihm gut stehen!), mit der Band, und im Kreise seiner Fans. Bleibt jedoch zu hoffen, dass die Anwendung des past tense „loved“ beim Song „Blessed“ kein Abgesang auf letztgenannte war, sondern eine neue Phase einläuten soll und somit höchstens als Abschied von vergangenen (wenngleich manchmal herrlich witzigen und von seinen Fans heiß geliebten) Performanceexperimenten und als Neubeginn in immer professionellere Entwicklungsstufen zu interpretieren ist. Sollte Sony die von ihm offensichtlich gewünschte Musikrichtung unterstützen, würde dies sicherlich auch vorgenanntes begünstigen.

Die zunehmende Professionalität schlägt sich üblicher- (oder, sagen wir lieber, idealer-) weise auch im Engagement des Managements nieder. Augenfällig war am Rande noch das große Interesse des anwesenden 313-Managers an seinem Job. Wäre es noch größer gewesen, hätte er gar die Begeisterung des Künstlers und der Fans zur Kenntnis nehmen müssen.

Im Verlauf des Konzerts lief Fady immer mehr zu Höchstform auf, und die zuvor umkämpften Sitzplätze wurden zur Nebensache, weil mit jedem neuen Song sowieso der Großteil des Publikums aufsprang. Und schließlich einfach stehen blieb. Ein Höhepunkt war fraglos Fadys Darbietung von Billie Jean!

Dass bei der abschließenden Danksagung durch Lindorie der im Zuschauerraum sitzende „El Cheffe“ trotz Aufforderung nicht aufstand, war keinesfalls auf Fadys Auftritt zurück zu führen, sondern entsprang sicherlich eher dem Wunsch, nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen. Denn am Ende stand der ganze Saal. Kopf.

Es war schön, endlich einmal wieder die Prioritäten – zumindest für einen Samstag Abend –auf private Vergnügen zu lenken. Wie Fady sinngemäß so schön sagte: Die Hauptsache ist, wir haben hier Spaß!

Und das Fazit von alledem?

Ich bin Fan!

(by gwenwynfar)

Samstag, 11. April 2009

Rockin´ around the world - Oder: Heute feiern wir uns einmal selbst

Es ist jetzt 14 Monate her, seit eine musikalische Supernova das Weltall und besonders unsere Galaxie erschütterte. Diese begann, sich aus einer kleinen, unbedeutenden Domstadt am Rhein (aua, als Ex-Kölnerin darf ich das sagen Photobucket) zunächst über ganz Deutschland, und schließlich auch in angrenzende Nachbarländer auszubreiten.
Naja, eigentlich war es eher eine protoplanetare Scheibe die schließlich zu einer protostellaren Wolke wurde, denn das Gegenteil einer Supernova – die ja bekanntlich das Ende des Sterns, der sie verursacht, bedeutet – war der Fall.

(Zu meiner Entschuldigung sei vorab gesagt, dass der folgende Text nach dem Anschauen von Fadykirsches Fever-Video entstand;-)).

Ein Phänomen namens Fady Mounir Maalouf war über die Fernsehbildschirme in unsere Wohnzimmer gekommen, und von dort aus geradewegs in unsere Herzen. Diese Erscheinung wurde zur Realität, verbreitete sich schnell, war geradezu ansteckend, und – unheilbar!

Ich bin übrigens nicht der Anhimmel-Typ. Schwärmerei steht mir nicht. Wenn ich es versuche, dann lacht mich mein Umfeld aus. Logischerweise beurteilt man subjektiv, wenn man etwas mag – es soll ja auch Leute geben, die einen anderen Geschmack haben als man selbst. Denen Fadys unglaubliche, viel Gefühl transportierende Stimme (oder die Stimme von Daron Malakian, oder die von Dominik Büchele, oder die von Bon Scott – der ja vor vielen Jahren tatsächlich zur Supernova wurde, oder, oder …) (hihi, seht ihr, man kann es üben, das mit dem Schwärmen. Wie überzeugend das war, beurteilt am Besten jeder selbst;-)) nicht gefallen soll . Photobucket

Also habe ich es gelassen. Dieses Schwärmen. Weil es mir einfach nicht liegt. Und weil ich ein wenig arbeiten musste. War zwischendurch auch noch mal auf nem Fady-Konzert. Konnte bei der Autogrammstunde sogar in ganzen Sätzen mit ihm reden. Bin zwischendurch auch fremdgegangen. Mehrfach. Mit Daron Malakian. Und Dominik Büchele. Und Bon Scott. Und jetzt – hab ich endlich mal wieder ein paar Feiertage Zeit, und hab mir Fady angehört. Hab gemerkt, dass er – auch nach rein objektiven Beurteilungskriterien tatsächlich ziemlich gut singen kann und ne ziemlich gute Stimme hat;-)
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Mist! Und dann noch Kirsches Video. Mistmistmist! Photobucket

Nachdem ich mich wieder erholt hatte, habe ich mir unseren Blog einmal genauer angesehen. Und nachgerechnet. Und festgestellt, dass Fadys virtueller musikalischer Siegeszug globale Ausmaße annimmt.

In den ersten Monaten besuchten nur einige Eingeweihte diesen Blog, aber inzwischen informieren sich bei uns monatlich rund 2.400 Besucher mit 3.600 Zugriffen über Fady Maalouf. Allein in den letzten 6 Monaten konnten wir uns über 27.000 Zugriffe freuen.

Unser neuer Flagcounter schlüsselt nun auch die internationalen Aufrufe auf – in den letzten 3 Monaten haben „57 different countries visited this site!“
Österreich, die Schweiz, Polen, Frankreich, die Vereinigten Staaten, Schweden besuchen uns regelmäßig, die Aufrufe aus Spanien und Italien rechnen wir mal deutschen Urlaubern zu.

Die aktuellsten internationalen Aufrufe aus Kenia und Vietnam haben wir per nächtlicher Rundmail gefeiert. Selbstverständlich zählt auch der Libanon zu unseren Gästen;-)

Was gehört dazu, diesen Blog mit Leben zu füllen?

  1. Viel Arbeit und Leidenschaft, und ein paar verrückte Fans, die ja alle überhaupt nix anderes zu tun haben;-). Und Ameno. Und Kirsche.

  2. Viele weitere verrückte Fans, die den Blog lesen, Ideen und Beiträge beisteuern (dafür an dieser Stelle ein ganz herzliches DANKESCHÖN!). Und da wir selbst so gut wie keine Werbung für den Blog machen, sind wir weiterhin auf Euch angewiesen und auch für diesbezügliche Ideen dankbar. Denn wir haben ja alle dasselbe Ziel (siehe 3.):

  3. Ein Ziel. Das ist leicht…: Die musikalische Weltherrschaft für Fady ;-)
In diesem Sinne: Es fehlen nur noch ungefähr 140 Länder, die sich bitte schnellstmöglich auch für Fady Maalouf interessieren sollen. Unsere Mission der Entwicklungshilfe geht weiter.

Die Kommentarfunktion wartet auf eure Ideen. Derweil begnügen wir uns weiter damit, mit "FADY MAALOUF" und dem Blog-Link in der Sig durchs Internet zu latschen und uns über jeden neuen Fan auf Fady „The Voice“ Maaloufs virtueller Weltreise zu freuen.

Dienstag, 10. Februar 2009

Wendepunkte?


Ja, … Ja! Jaaa!!!

Das gestrige Konzert in Hamburg hat es wieder einmal gezeigt – Fady bleibt niemals an irgendeinem Punkt in seiner Entwicklung stehen … er entwickelt sich nach wie vor von Auftritt zu Auftritt weiter. Als eingefleischter (wenn auch vegetarisch eingestellter) Fan mag man vor jedem Konzert glauben, man kennt Fadys Gesang … und jedes Mal glaubt man, wieder etwas neues, und nebenbei den besten Fady-Auftritt gesehen zu haben!

Aber ich glaube (oder hoffe?), auch noch etwas anderes gesehen zu haben: Weitere Schritte zur Professionalisierung. Und einen Wendepunkt. Es gibt zumindest einige Argumente dafür:
  1. Der Rahmen, in dem das Konzert stattfand (Hamburg Sounds) war etwas Neues: Es handelte sich weder um ein Konzert, das ausschließlich für seine Fans organisiert wurde, noch um einen Auftritt im Zuge einer Promotion-Tour. Ein ernstzunehmender Rahmen, in dem sich verschiedene Künstler präsentiert haben (die zusammengerechnet wahrscheinlich eine längere Bühnen- als Fady Lebenserfahrung aufweisen) – und unser Fady passte absolut perfekt in diesen Rahmen!
  2. Fadys stimmliche Leistung war wieder hochklassig! Dieses Qualitätsmerkmal scheint sich zu einem Marken-USP zu entwickeln – wenn es das nicht bereits ist.

  3. Die Arrangements der Songs waren überraschend – mir gefiel das Duo Gesang-Gitarre richtig gut. Auch wenn (oder weil?) die beiden zeitweise etwas verwirrt wirkten (von Fady allein kennen und lieben wir das ja:-)), wirkte der ganze Auftritt wieder sehr sympathisch – und irgendwie neu.

  4. Der professionelle organisatorische Ablauf zeigte sich unter anderem bei der Autogrammstunde, bei der nie mehr als 2-3 Leute gleichzeitig hinter die Absperrung gelassen wurden (wenngleich die Tatsache, dass Fady als einziger Künstler eine Autogrammstunde gab, mir zunächst in diesem Rahmen unpassend schien). Aber natürlich musste ich mich selbst auch in die Schlange einreihen (ich konnte doch die Gelegenheit unmöglich verstreichen lassen, mein neues Shirt signieren zu lassen … vielleicht dieses mal sogar mit einem wasserfesten Stift). Den ich natürlich nicht dabei hatte – hatte ich doch nicht mit einer Autogrammstunde gerechnet. Aber nicht verzagen, Fady fragen – er hatte einen Stift, „der bleibt“ :-). Vermutlich werde ich mich dennoch wieder nicht trauen, das Shirt der Waschmaschine zu überlassen … Amüsiert hat mich eine witzige Geschichte am Rande: Meine Schwester (poison dwarf) war direkt vor mir dran. Fady lehnte sich entspannt lächelnd zurück und durchforstete scheinbar sein Gedächtnis, wo er sie schon gesehen hatte (er kam schnell auf Köln), und wartete dann einfach ab. Auf die absurde Idee, dass sie bei einer Autogrammstunde eventuell gerne ein Autogramm von ihm hätte, kam er offenbar überhaupt nicht. Meine Schwester, etwas verwirrt, aber ebenfalls lächelnd, tat dann das nächstliegende und gab – wie in einem Restaurant – eine Bestellung auf: „Eine Autogrammkarte, bitte“. Die Situation war so köstlich absurd, dass ich beinahe laut gelacht hätte. Das habe ich dann nachgeholt, als ich amenos völlig entsetztes Gesicht sah, nachdem Sie sich versehentlich die Hände gewaschen hatte – und dies, obwohl Fady kurz zuvor mit ihr abgeklatscht hatte. Liebste ameno, man wäscht sich in einem solchen Fall nie wieder die Hände, welch unverzeihlicher Fehler! ;-))

Zusammenfassend bleibt der Eindruck: Vieles war neu, und insbesondere auch professioneller als bei vergangenen Auftritten (sogar das Verhalten der Fans – sowohl untereinander als auch Fady gegenüber).


Beim gestrigen Event wurde nicht nur die gestiegene Erfahrung des Künstlers und seiner Fans deutlich, sondern auch die des Tourmanagements :-). Die Auswahl dieses Rahmens war mehr als gelungen – weitere Schritte in diese Richtung könnten mittel- bis langfristig bedeutsam werden.

Wichtig ist es jetzt, dass der professionelle Weg konsequent weiter verfolgt wird – kein Herumgespiele mit Zwischen- und semiprofessionellen Lösungen … für Sandkastenspiele ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
Fadys Karriere steht an einem Wendepunkt – und daher sollte besonders jetzt darauf geachtet werden, dass die einzelnen Aufgaben professionell umgesetzt werden. Sei es die Kontaktpflege zu anderen Künstlern, die Konzertorganisation, das Marketing, die Außenkontakte, oder die Arbeit mit den vorhandenen sowie die Gewinnung neuer Fans etc.

Für letzteres gibt es ja eigentlich einen Club, der sich (abgesehen von der FC-Konzertplanung) betreffend der Fankontakte und –gewinnung allerdings in letzter Zeit etwas zurückzuziehen scheint, was sehr schade ist, da dies eine wichtige und die ureigenste Aufgabe eines Fanclubs ist. Denn von Stammkundenpflege oder Neukundengewinnung war in Hamburg leider nichts spürbar, solche Gelegenheiten dürfen nicht ungenutzt bleiben.

Für eine ureigene Aufgabe eines Künstlers - die Kontaktpflege zu anderen Künstlern - war gestern wieder Gelegenheit. Neben Patrick Nuo im Publikum gab es beispielsweise Max Mutzke auf der Bühne – ein Max, der sein Castingshow-Image aufgrund professioneller Unterstützung inzwischen ablegen konnte. Ich hoffe, dass Fadys Kontakte zu anderen Künstlern vielleicht einmal in einem interessanten Projekt gipfeln. An dem jetzigen Punkt seiner Karriere könnten Anstrengungen in diese Richtung erfolgversprechend sein, solange sich Fady diese wichtige Aufgabe nicht aus der Hand nehmen lässt. Durch die intensive Kontaktpflege zu Künstlern, Agenturen, dem Management usw. könnte Fady die künftige Richtung vorgeben und mitlenken, und ich bin sehr gespannt, wie diese aussehen wird – der gestrige Abend war ein sehr überzeugender Vorgeschmack, der auf mehr hoffen lässt…

An einem Wendepunkt standen gestern auch die blogspot-schnukies. Wenn ich mich recht erinnere, war es ungefähr an der Ecke Kiez-Polizeiwache. Die Entscheidung darüber, doch noch in den Turm zu gehen oder dieses „spacige Marscafe“ zu suchen endete schließlich bei Astra und Budweiser im Subway – bis der Sandwich-Barista Feierabend machen wollte. Auch wenn ein wichtiges blogspot-schnukie fehlte (Kirsche, du bist zumindest mitschuldig daran, dass ich das ganze Bier wieder mit nach Hause nehmen musste ;-)! In diesem Punkt war – völlig überraschend – auch woman nicht die erwartete Unterstützung – schnukie, isch bin enttäuscht;-))

Mädels, auf unseren nächsten Hamburgbesuch sollten wir uns professioneller vorbereiten, oder besser noch: direkt mit in den Turm gehen! Aber es hat mal wieder richtig Spaß gemacht mit euch :-).

Wir harren freudig der kommenden Ereignisse …

(by Gwenwynfar, Fotos von DanieTiger und NDR: www.ndr903.de)

Samstag, 17. Januar 2009

Über die Schwierigkeiten, ein T-Shirt zu waschen, den Grand-Prix und die Probleme des Fanseins

Ich habe ein T-Shirt. Aber nicht irgendein T-Shirt, sondern ein von Fady signiertes. „Ist ja nicht so schlimm“ mag der ein oder andere jetzt denken. Doch, ist es! Ich traue mich nämlich nicht, das zu waschen.

Habt ihr auch schon einmal mit einem strategisch und handverlesen ausgewählten Textilschreiber im Gewühl vor Fady gestanden, er jedoch bevorzugt seinen lila Stift und ignoriert geflissentlich den, den ihr ihm hinhaltet? Nein? Und gleichzeitig wisst ihr, sein hell- bis mittellila Stift ist nicht wasserfest genug für Textilien? Und – dies kommt erschwerend hinzu – das mit dem hell- bis mittellila Stift zu signierende Textil selbst ist helllila? So, nun kennt ihr die ganze Tragweite der Problematik!

Ich habe versucht, das T-Shirt zu waschen. Im Zeitalter der Waschmaschine habe ich die Handarbeit gewählt – und versucht, um die Unterschrift herum zu waschen. Eine kurze Schrecksekunde – ein kleiner Wassertropfen – ließ mich um gefühlte 10 Jahre altern. Aber das Übel ist unerwartet und auf gleichsam wundersame Weise an mir und dem T-Shirt vorbeigegangen.

Und was ist die Moral von der Geschichte?

Ich fürchte, die gibt es nicht. Normalerweise müsste sie lauten: Neues T-Shirt, neuer Auftritt, neuer Textilschreiber, neues Glück. Doch das ist nicht die Lösung, denn: Als ich um die Unterschrift bat, war der große Autogramm-Ansturm bereits vorüber, also habe ich mit meinem Sonderwunsch niemanden von seinem hart erkämpften Autogramm abgehalten. Dies wäre beim nächsten Mal vielleicht anders – also warten wir mit der Moral noch bis zum Ende dieser Geschichte.

Damit sind die Probleme des Fanseins nämlich noch lange nicht zu Ende. Eine Freundin von mir – ähem, nennen wir sie „amena“ (nickname geändert, Stimme verstellt, inzwischen in den Zeugenschutz abgetaucht PAPER BAG Pictures, Images and Photos) darf Fady beim Konzert in Köln fotografieren. Und damit rücken meine T-Shirt-Probleme gnadenlos in den Hintergrund, denn: nun muss die „perfekte“ Kamera her. Ich bin zwar der Meinung, sie hat mit ihrer Kamera bisher die tollsten Fotos gemacht – aber versucht das einmal einer Frau „amena“ klar zu machen. Nach meiner Überzeugung könnte sie selbst mit einer Handy-Kamera den Fotographie-Grand-Prix gewinnen (wenn es ihn denn gäbe).

Womit wir bei einem anderen Thema wären.

Jetzt zur Episode Grand-Prix – die vielleicht ja nicht einmal eine Episode wird. Allerdings fände ich das äußerst bedauerlich. Warum? Weil ich davon überzeugt bin – Fake-Veranstaltung hin oder her – dass selbst eine schlechte Platzierung (so unangemessen sie wäre) für Fady keinen Schaden bringen würde. Dafür sind wir – seine Fanbase – wenngleich nicht ganz so zahlreich wie wir es noch werden wollen und werden – zu treu. Aber die positiven Seiten würden überwiegen: Endlich würde Fady die Öffentlichkeit erhalten, die Sony, seine Verträge, oder wer oder was auch immer ihm bisher verweigert haben. Oder – um auch hier keine möglicherweise ungerechtfertigten Vermutungen stehen zu lassen – die bisher einfach nicht gelang.

Mit meiner Meinung zum Grand-Prix stehe ich – liest man in den Fan-Foren – relativ alleine da. Aber das ist der Vorteil einer Kolumne: subjektive Objektivität;-)

Nun denn – ich wünsche allen ein schönes neues Jahr und nehme mir vor: Nicht für jeden neuen Auftritt ein neues T-Shirt und einen Textilschreiber zu kaufen (das würde einfach zu teuer werden), sondern mit dem zufrieden zu sein, das ich habe: Eine hell- bis mittellila Unterschrift auf einem helllila T-Shirt.
(by gwenwynfar)

Dienstag, 16. Dezember 2008

Musikalischer Wunschzettel an Santa Fady

Als Kind habe ich nie einen Wunschzettel geschrieben. Meine Wünsche habe ich einfach Mama gegenüber geäußert – die hatte scheinbar einen ganz guten Draht zum Weihnachtsmann. Heute muss man sich um die Erfüllung seiner Wünsche meist selbst kümmern. Lästig ist das! Und arbeitsaufwändig.

Aber zurück zum Thema: Fady!

Um zu erraten, was vielleicht auf seinem Wunschzettel stehen könnte, muss man nicht der Weihnachtsmann sein. Man muss nicht einmal einen guten Draht zu Santa Claus oder seinem Kumpel Ruprecht haben.

Was müsste man also machen, wenn man als braver Fan versuchen würde, für Fady Weihnachtsmann zu spielen? Ich würde wohl

  • weiterhin seine Platten kaufen (ok, da ist zugegebenermaßen auch ein klein wenig Eigennutz dabei:-)

  • voten, E-Mails schreiben, und das machen, was sonst noch so zu den originären Aufgaben eines Fans gehört, wie, mich im Forum mit anderen Fans kabbeln und wieder versöhnen, an Myspace basteln, Facebook (erfolglos) versuchen zu kapieren (und Gargarmel streicheln, meine virtuelle Katze, süß ist die), Infos und Presseberichte checken, Petitionen unterschreiben (ja, ein Mitglied dieser Fanbase ist inzwischen geübt darin, dies alles locker nebenbei, zwischen Arbeit und dem übrigen Leben, zu bewältigen. Als Uneingeweihter muss man sich das wahrscheinlich ungefähr so vorstellen wie bei einer Vollzeit-Berufstätigen Alleinerziehenden).
  • vor seiner Haustüre kampieren, bei Autogrammstunden rücksichtslos die anderen Fans einquetschen, einen Millimeter vor Fady in seinen Ausschnitt fotografieren, ihn dann festhalten und bedrängen, ihm meine ewige Liebe schwören, das zwanzigste personalisierte Autogramm verlangen … STOP! Ich bin sicher, dass sich niemand hierin wieder findet, aber ich habe solche Szenen bei Fadys Autogrammstunden beobachten müssen. Mehrfach. Ich habe 2 Autogramme von Fady – davon hat mir eins meine Schwester mitgebracht (ich stand zu weit weg) – und dennoch habe ich diese Situationen bei den wenigen Gelegenheiten nicht nur einmal erlebt. Oh du fröhliche: Beim nächsten Mal werde ich höflich, aber bestimmt, solche „Fans“ versuchen, daran zu hindern (äh, nun ja, zumindest mein illusorisches Lichtbild von mir selbst wird dies versuchen, mal schauen, ob es klappt – im Fall der Fälle werde ich berichten:-).


So, nachdem wir nun Fadys fiktiven Wunschzettel abgearbeitet haben, kommen wir zu dem Wichtigsten: Unserem musikalischen Wunschzettel an „Santa Fady“.


Ich wünsche mir für das nächste Jahr viel Fady-Musik! Nach bewährten Kriterien – die einmalige Stimme, die starke Ausdruckskraft mit tiefem Gefühl, welche sich im nächsten Song schon zum coolen, hüftschwingenden Verführer wandeln kann … ähem, ok, seine ureigenste Musik halt… (ich sehe gerade eine Freundin vor meinem inneren Auge schimpfen, ich hätte Fadys traumhaftes Aussehen, seinen Sex-Appeal, seinen unvergleichlichen Charme, seinen Humor usw. vergessen zu erwähnen – dem ich hiermit vorbeuge:)…also, kurz und gut, ich wünsche mir:

  • seine eigenen Songs. Er schreibt ja bereits daran, und auf das Ergebnis kann man sehr gespannt sein.
  • Da ich grundsätzlich eher weniger auf ruhige, gefühlvolle Musik stehe – wobei ich kurz überlegen muss, ob sich das in den vergangenen 8 Monaten geändert hat … hhmm, nein, aber da gibt es diese eine Ausnahme;-) - wünsche ich mir neben gefühlvollen Songs auch weitere Stilrichtungen, gerne auch aus seiner eigenen Feder (Memo an mich: Einen diesbezüglichen Wunschzettel an Fadys Management schreiben!)
  • Ich mag diese „dreckigen“ Sachen von ihm, wie „Sway“ *wub* (WUB ist ein Begriff aus der Foren-Fan-und-Smilie-Sprache und bedeutet in etwa: herzig, wundervoll, ich schwärme; kann bei jüngeren Schreibern auch bedeuten: Ich habe euch alle gaaaanz doll lieb) oder „Feelin´good“ *wub* *wub* *wub*. Ich würde Fady gerne einmal „Hit the road, Jack“ singen hören… dabei sein freches Grinsen, der entsprechende Ausdruck in der Stimme, … *wub*.
Bevor ich den Wunschzettel in nur 5 Minuten alleine gefüllt habe, lasse ich euch auch noch ein winziges bisschen Platz darauf. Auch meine Mitbloggerinnen müssen sich in diesem Fall wohl mit der Kommentarfunktion begnügen…;-).

Die Fady-Musik-Wunschzettelsaison ist eröffnet.
(by gwenwynfar)