Mittwoch, 27. Oktober 2010

GOOD BYE „INTO THE LIGHT“ ♥♥♥


Fady im ROXY in Flensburg am 22. 10. 2010

Das Taxi brachte uns bei strömendem Regen an einen verlassenen Ort mitten in einem Industriegebiet. Totale Finsternis, keine Menschen…gar nichts im Nichts. . . . . . .
Doch halt, bei einem Gebäude stand - ebenfalls im Dunkel – eine Traube von Leuten vor einem Treppenaufgang. Bewaffnet mit Schirmen schnatterte es bunt durcheinander. Mein Eheglück stürmte gleich hinzu, um sich über den Stand der Ding zu informieren… will sagen, um zu fragen: Ist ER schon vor Ort, hat man IHN schon gesehen, und dergleichen mehr… Nach einer herzlichen Begrüßung mit den üblichen Verdächtigen, warteten wir geduldig auf den Einlass……. der sich leider noch hinzog.
Endlich im Trockenen, bekam ich großen Hunger auf eine Laugenbrezel, die ich zuvor am Tresen gesehen hatte und die mein Herzblatt mir flugs holte…. sie weiß, ich kann sehr ungnädig sein, wenn der Hunger mich quält. Das „Roxy“ erinnert sehr an einen Beat-Keller der 60er Jahre, nicht nur vom Outfit, sondern auch vom Geruch – feucht und muffig.

Plötzlich und ohne Ankündigung begann das Konzert. Die erwarteten Vorgruppen gab es nicht. Meine Süße rannte völlig aufgeregt zum Ausgang um zu telefonieren. . . . . . hatte sie doch noch nicht den Fandy am Fon, der unbedingt per Ohr zugeschaltet werden musste. Zunächst kamen die Jungs von der Band auf die Bühne, gleich hinterdrein ein gut gelaunter Fady, der mit Some Music auch sofort die „Massen“ in Stimmung versetzte… es mögen wohl etwa 100-120 Fans im Saal gewesen sein. Keine große Menge, aber es fühlte sich tatsächlich an wie ausverkauft.
Der Saal füllte sich gefühlsmäßig mit Licht, auch wenn auf der Bühne davon nichts zu sehen war, im Gegenteil, mein Ehegespons war der Verzweiflung nahe ob der extremen Dunkelheit.

Fadys Stimme wirkte sehr gefestigt an diesem Abend, klar und sicher kamen die Einsätze und das Feeling bei den Balladen ließ die Herzen aller schmelzen.
Zweifelsohne immer wieder hocherotische Momente, wenn in hohen Lagen Stimme und Keyboard harmonisch erklingen und schwingen und das Kribbeln im Magen bis zum Unterleib krabbelt und weiter bis zu den Zehen. Bravo, Fady !!!
Zwischen den Songs war er sehr gesprächig und brachte ein paar Anekdoten zu Gehör, was von den Fandy/ies mit herzlichem Gelächter und Beifall honoriert wurde. Unser Sanges-Prinz ist schon ein Phänomen. Wer hätte gedacht, dass ein 30jähriger Künstler uns eines Tages durch die halbe – ach, was rede ich – durch die ganze Republik jagen würde… und wenn ich Roxane richtig verstanden habe, wird sogar ein Konzert in Wien geplant – welches ich für uns aber nicht in Betracht ziehe. Ich habs googeln lassen, 1100 Kilometer. Allerdings fürchte ich, dass das letzte Wort hierzu noch nicht gesprochen wurde.

Zurück nach Flensburg.
Ich könnte nicht sagen, welcher Titel mir besonders gefallen hat, wobei ich auch den ein oder anderen Song nicht so sehr mag. Bei „Vers les étoiles“ gab es von Pivo ein virtuoses Solo, sehr beeindruckend.
Als 1. Zugabe sang Fady dann die All-Time-Hymne „Blessed“, der absolute Gänsehautschauer, bei dem auch die Fans textsicher und melodiefest einstimmten.
Insgesamt ließ er sich zu drei Zugaben überreden. Trotz des recht nostalgischen Veranstaltungsortes ein sehr gelungener Abend.
Im „Venue-Club“ müsst Ihr leider auf uns verzichten, aber im Pfandhaus sind wir wieder dabei.

Bis dahin „Kölle alaaf“ und bleibt gesund

EUER LUDWIG

(by Luwig. Fotos by Roxane)

Sonntag, 24. Oktober 2010

Out of the Light - Fady in Flensburg

In Flensburg existiert ein Bier, dass "ganz schön dunkel" ist. Um das Roxy herum - mitten im Gewerbegebiet gelegen - herrschte Finsternis, nur unterbrochen durch ein paar funzelige Lämpchen. Und dies war - wie Fady erklärte - das letzte Konzert aus der "Into the Light"-Tour - aber ob das der Grund war, ihn auf der Bühne fast schon lichtlos performen zu lassen? Die Zuschauerreihen wurde in pink und blau angestrahlt (sehr zu Fadys Freude, der uns mit "den neuen Haarfarben" fast nicht wiedererkannte) - ein paar Stellen auf der Bühne wurden auch ein paar Lux mehr zugeteilt - aber der Künstler?! Es muss ja nicht der Superscheinwerfer sein, kein kreischend helles Spotlight, keine aufwändige Lightshow... aber - call me oldfashioned - ich seh den Künstler gern. Wenigstens ein kleines Bisschen. Nun gut, es wurde ja nach ein paar Songs ein Mitarbeiter gesichtet, der, mit Leiter bewaffnet, durchs Roxy schlurfte, irgendwas oben an der Lichtleiste bewerkstelligte und die Helligkeit auf der Bühne um mehrere Taschenlampenstärken heraufsetzte und Andre gut ins Licht setzte. Ja, es war das letzte Konzert der "Into the Light"-Tour und wie Goethe hätten wir gern "Mehr Licht", nicht unbedingt als letzte Worte, aber dafür umso lauter gefordert - aber sobald Fadys Stimme erklingt, ist eh alles andere unwichtig. Licht, kein Licht, nur ca. 70 bis 80 Gäste - apropos: wo wart Ihr alle? Es kann doch nicht sein, dass so wenig Leute in den hohen Norden gefahren sind? Für Fady sind wir doch schon in andere, suspektere Orte gefahren... Smallville, Groß-Gerau, München.... :) Flensburg ist eine recht hübsche Stadt und lediglich zwei Stunden weiter weg als Hamburg. Und die vergehen beim Unterhaltungsprogramm der Bahn doch wie im Flug, denn man kann auf jeder Strecke ein neues Kapitel für "senk ju vor träwelling" schreiben, während man abwechselnd schockgefroren oder halbseitig geköchelt oder - wie Fady - von der Bahn in einen Ersatzbus verfrachtet wird, der heimtückische Omas birgt, die Fragen stellen. Ununterbrochen. Und anstrengend. Und nicht wirklich altersgerecht - auch Fadys Schulzeit ist ja doch schon ein paar Tage her. Flensburg ist recht hügelig (!) und hat ein Bier, dass beim Öffnen so schön "Fump" macht - also etliche Gründe dort mal vorbeizuschauen. Erst recht, wenn Fady dort singt!

Genug. Genug Bahnstories, genug Tourismuswerbung, genug Ermahnungen. Fady sang. Out of the light zwar ---- aber

Es. War. Toll. Es machte weder bei Fady und Band noch bei uns einen Unterschied, dass die Halle nicht voll war - es gab Entertainment pur. Fadys lustige Anekdoten und amüsante Einsprengsel, ein "Anytime", das erneut mit nie gehörten Facetten begeisterte, endlich mal wieder "Will you still love me tomorrow" (also ich, äh, ja, auf jeden Fall) - es war schön, alle Songs (nun ja, bis auf "My heart") vom letzten Album zu hören. "Summer Rain" - so intensiv. "Kissing Moonlight" - enrapturing. "Holding on to Water" .... dazu einige Songs des ersten Album und "Amazed" und - eat your hearts out, die ihr nicht da wart - so viel Zugaben wie nie! Es war natürlich wie immer viel zu schnell vorbei! Was sind schon ein/dreiviertel Stunden - nichts - sie vergehen wie im Flug ... und allzubald gab es die üblichen Fandyverabschiedungen, die meist nur noch aus abgefragten Städtenamen bestehen: Köln?? Köln!! - oder auch: - Berlin! - oder auch: Köln Köln Berlin!

Na dann.... auf die nächsten Events!

(Übrigens hat mein Flens erst ab dem dritten so richtig "Fump" gemacht und zuvor nur ein jämmerliches "Plöpp").


(by ameno, die wegen aktutem Lichtmangel ihre Videos dieses Mal nicht einstellen wird - die irisierenden Effekte sind plöt :) )

Samstag, 16. Oktober 2010

EDEL & ERLESEN – Stimme, Seele und Gefühl in Hamburg ♥☼♥


Kein Festzelt, keine Bierhalle, nein, ein sehr gediegener, fast vornehm zu nennender Veranstaltungsort mit einer dreieckigen Bühne, deren Fläche von samtgrauen – je nach Licht auch lila oder blauen – Vorhängen abgegrenzt wird.

Vor der Bühne kleine Sitzgruppen mit schwarzen Ledersesseln. Ein insgesamt dem Anlaß angemessener Raum. Seriös und edel. Nichts von: heute sollen die Bierköpfe was auf die Ohren bekommen oder: heute werden wir alle naß oder: heute müssen wir frieren.
Nein, äußerst angenehm und zum Zuhören einladend.

Wir sind alle entspannt und gespannt was kommen wird.

Mit leichter Verspätung kommt Ric auf die Bühne, gleich danach Fady, sonst niemand. Unser Habibi trägt ein schlichtes weißes Hemd (Ergebnis des heutigen Shoppings, wie er lächelnd mitteilt) mit schwarzer Hose und nimmt auf dem Barhocker platz.

Der erste Song, nicht swingend oder mit Schwunghüft, sondern ruhig und getragen „Cry me a river“ voll in Spannung und Inspiration mit sich und dem Pianisten – Ric, wie immer großartig. Zufällig hatte ich diesen Song gerade noch von Joe Cocker gesungen im Ohr. Aber welch ein Unterschied; Fady gelingt es vortrefflich die Struktur des Stückes herauszuarbeiten. Eine saubere Artikulation des Textes. Er trifft jeden Ton und lässt seine Stimme schweben und kreisen.

Ob er nun ein Papillon d´amour ist, vermag ich nicht zu sagen, aber auf jeden Fall verlässt er schon mit diesem Song das Durchschnittsniveau der Interpretationen völlig und hebt ab auf Schmetterlingsflügeln, gibt sich hin dem Klang seines wundervollen Gesangs. Das sind seine besten Momente.

Er ist ganz souverän Entertainer, der mit der Konzentration die Zuhörer auf eine musikalische Reise mitnimmt. So wünsche ich es mir, Sänger und Stimmzauberer, wunderbar.

Ralph am Kontrabass zeigt während „Cry me a river“ sein großes Können mit einer eindrucksvollen fingerfertigen Improvisation. Große Klasse und ein großes Glück, dass Fady solch excellente Musiker um sich scharen konnte.















Der Rest des Abends: Ruhige Songs mit sehr differenzierter Begleitung, Kontrabass, Klavier und neu Saxophon und Klarinette. Schlagzeug sparsam eingesetzt und als 6. Instrument Fadys Stimme. So habe ich mir persönlich schon immer einen Abend mit Fady vorgestellt.

Er musste auch nicht so laut singen wie üblich… gegen die Band an, sondern kann sich ganz auf die Kraft und Schönheit seiner Stimme verlassen: Bel canto - Schöner Gesang
Das ist es doch, die perfekte Motto-Show und das Motto heißt: Fady singt und sonst nichts.

Zu erwähnen ist noch „Blessed“ mein All-Time-Favorite, in dessen Mittelteil der Saxophonist Réne Decker eine sehr anrührende Improvisation spielt.

Gegen Ende des Konzerts wirds schneller und rhythmischer mit „Fire“ und „The Beat goes on“. Fady zeigt „Bewegung“ und alle tanzen und klatschen und können sich bewegen, nachdem der große Zauberer das Signal gegeben hat: abrocken. Welch ein gelungener Aufbau des Programms. Mein Herzblatt war ebenfalls entzückt und glücklich.

Wirklich einer der schönsten Abende mit Fady, zu bedauern sind alle die jenigen, die nicht dabei sein konnten.

Zusammenfassung und Schluß: Bei dem Voice & Soul Konzert in Hamburg zeigte sich Fady als ernsthafter und ernst zu nehmender Künstler. Das Konzept stimmt, damit kann er erwachsen werden und auch in Zukunft wachsen. Wobei wir ihm Unterstützung zusagen und ihn begleiten werden.
Wir freuen uns jetzt schon auf Köln und wünschen uns endlich eine LIVE-CD, dafür ist noch Weihnachtsgeld vorhanden.

Liebe Grüße aus Bremen
bis bald, see you, á bien tôt in Flensburg
…. . und immer gesund bleiben

EUER LUDWIG




(by Ludwig, Fotos by Schnoobsie, Video by ameno)

Sonntag, 10. Oktober 2010

Fadys Voice & Soul im Stage Club Hamburg

Mit meinem heutigen Bericht werde ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach in die Nesseln setzen. Also weise ich vorsorglich schon mal auf die Kommentarfunktion hin, wo alle ihre Gegendarstellungen veröffentlichen können.

Zunächst sei vorausgeschickt, dass das Konzert super war. (Extra-Lob an dieser Stelle für die superbe Location - genau der richtige Rahmen, chillige Lounge-Atmosphäre.) Fady war Spitze, seine Stimme top. Er tanzte, nicht nur die Schwunghüft kam zum Einsatz, nein, auch einen Twist durften wir sehen. Er erzählte von Elvin, Notshoppingtouren, weil erst nach 200 km auffiel, dass das Ursprungsbühnenoutfit noch daheim steht, und plauderte über die Songs, von wem sie ursprünglich sind, wieso ihm diese Lieder etwas bedeuten, die "Jazzjungs" groovten. Ihr seht: es war toll. Das Programm war - bis auf "Some Music" - das gleiche wie in Berlin. Was also habe ich zu meckern, an diesem Konzert - vor allem, da ich ja auch begeistert bin?!

Weil vieles fehlte, was ich letzte Woche (für meine Verhältnisse :) ) so euphorisch bejubelt habe: Die unglaubliche Intensität, die Beredheit der "linken Hand", die kleinen "orientalischen" Gesten mit ebendieser linken Hand, die so klar und deutlich Gefühle transportieren und, ja, die Essenz der Songs zeigen, der in sich ruhende Fady, der selbstbewusst in die "Neue Welt" eintrat, "sein Ding durchzog" .... und gestern (und wieder füge ich ein: das gilt für mich, ich maße mir keine allgemeingültige Meinung an und freue mich auf den Meinungsaustausch in den Kommentaren*) aus dieser Neuen Welt wieder ein paar Schritte herauskam und sich - und es schmerzt mich, dies zu sagen, sich wieder ein wenig dem mainstream "gebeugt" hat - wohl als Folge der ihn erreichten Kritiken. Von denen, die ihn in einer Schublade sehen wollen (aber tu ich genau das nicht auch gerade, nur dass meine Schublade "Neue Welt" heißt? - Aber: ich bin Verfechterin der "mehrgleisigen Konzerte" - Jazz UND Pop/Rock UND Weihnachten UND Glam/Soul/whatever ). An Fadys Konzerten liebe ich von Beginn an, dass jedes Konzert anders ist, auch bei gleicher Setlist. Es gibt immer wieder Variationen, Neues zu entdecken, er nimmt uns jedes Mal auf eine ganz besondere Reise mit. Wie auch dieses Mal. Was also schreibe ich hier? Die Band war eine Band, die zwar auch Soli hatten, aber doch mehr im Hintergrund agierte. In Berlin habe ich eher fünf Künstler auf der Bühne gesehen, die zusammen etwas Einzigartiges erschufen, und jeder genug Raum zur Entfaltung hatte. Klar, waren sie auch gestern gut, aber doch auf eine eher zurückhaltende Art - als ob man uns nicht mit noch mehr Jazz "verschrecken" wollte - ja, das ist zugegeben arg überspitzt ausgedrückt. Dabei bin ich davon überzeugt, dass Fady mit einem unverwässerten Jazzprogramm auch mal ein anderes Publikum ansprechen könnte und würde (let's face it: wir Fandys sind treu, aber ein paar neue Gesichter wären doch mehr als wünschenswert!).



Es gibt uns, die Jazzliebhaber! Und falls Ralph hier lesen sollte: ich hab (wohl als einzige) bei der erwünschten Zugabe "Some Music" geschrieen - da ich das angejazzte Some Music liebe - aber ... allein auf weiter Flur :)) (und das mir als überzeugte Fire-Liebhaberin!). Und Fady: bitte bitte mach mehrgleisig weiter und schenke der Minderheit (?) noch einmal einen Blick in die "Neue Welt". Oder zweimal. Dreimal. Tausendmal.

Und damit alle sehen können, wie genial Fady gestern war - hier die Hamburger "No No No"-Fassung - erkennt man dennoch, was ich meine?




(by ameno)


*um den reibungsloser zu gestalten, wird die Kommentarfunktion - ausnahmsweise - mal moderationsfrei freigeschaltet - was aber nicht heißt, dass beleidigende Äußerungen Fady gegenüber geduldet werden; ihr dürft nur mich zur Schnecke machen :) )

Fady goes nicht mehr ganz so Jazz...


So begrüßte uns heute abend der Stage Club - mit Fadys Namen auf einem Leuchtanzeigedingens (gibt es hierfür eigentlich eine Bezeichnung?) - so wie wir es noch oft sehen wollen. Einen Bericht ... muss ich es noch extra erwähnen ... nach Rekonvaleszenz :)

Freitag, 8. Oktober 2010

Es ist immer ein Gewinn Fady zu sehen...

Heute, einen Tag vor dem zweiten Voice&Soul-Konzert in Hamburg, erreichte uns noch ein kleiner Glücksbericht über ein Meet and Greet (bei dem Gewinnspiel, wo WIR nicht gewonnen haben!) Also (er)leben wir das Meet and Greet second hand und hoffen auf den Tag, wo Fortuna uns mal hold ist. (Hast du das gehört, Fortuna?!)

Habe ich wirklich bei diesem Gewinnspiel ein Meet&Greet gewonnen? Hat sich das stundenlange Daddeln auf der Jagd nach den schnellsten Antworten wirklich gelohnt? Ja, das hat es. 1944 Punkte verhalfen mir zum Glück. Am Freitag nach der Voice&Soul Premiere in Berlin sollte es soweit sein. Wie erwartet war ich die Tage zuvor ziemlich durch den Wind, mußte am Freitag sogar noch einen Arbeitstag „überleben“ bis es dann am Abend oder schon vielmehr mitten in der Nacht endlich soweit war. Das M&G fand nicht wie ursprünglich geplant vor dem Konzert, sondern erst danach statt. Und, nun ja, was soll ich sagen, es war wunderschön. Es waren insgesamt 8 glückliche Gewinner, die Fadys heilige Hallen (in diesem Fall war es ein schummriger, ungemütlicher Flur) betreten durften. Bewacht von weiteren zwei unbekannten Anwesenden, die wohl aufpassten, dass wir auch ja artig bleiben, durften wir nun die nächsten Minuten mit Fady verbringen. Ich war gespannt. Und aufgeregt. Uns begrüßte freundlich ein sichtlich erschöpfter und müder Fady. Er fragte wie es uns ginge und meinte, ihm selbst ginge es nicht so gut, er hätte Fieber.

Dann gab’s ein bisschen Smalltalk, er fragte, wie wir das Konzert fanden und er erzählte, dass er sein Hemd erst einen Tag zuvor bemalt und dabei öfters drauf gekleckert hätte. Ich konnte davon allerdings nichts sehen. Vielleicht lag es an der bescheidenen Beleuchtung? Oder ich hab was nicht mitbekommen. Wer weiß… ;)
Er erwähnte Luna und Elvin und auf die Frage, ob er denn Katzen möge (diese Frage kam von einer netten Dame die mit ihrem halbwüchsigen Enkelsohn da war, beide kannten Fady noch von DSDS) meinte er, er liebt Katzen. (Oder hat er gesagt, er ist eine Katze? *grübel*) Ich weiß es nicht mehr. Und da war er wieder der Fady-Effekt, der einem das Gehirn leer pustet sobald man vor ihm steht und die Sprache lähmt, wenn man eigentlich was sagen wollte...

Auch wenn ich die Rahmenbedingungen jetzt nicht ganz optimal fand, so ist es doch immer ein Gewinn Fady zu sehen und es ist etwas ganz besonderes ihm gegenüber zu stehen und direkt in seine warmen, braunen Augen schauen zu können. Er gibt einem immer wieder das Gefühl, dass er sich wirklich freut, uns zu sehen, uns zu haben. Danke Fady ♥

Zum Schluss gabs die obligatorischen Fotos und Autogramme und er fragte uns noch, ob wir beim Konzert gefilmt hätten. Er will das gleich auf Youtube gucken. Ja Fady, haben wir. Trotz Verbot ;)

Und dann war es auch schon wieder vorbei. Viel zu schnell. Wie immer. Den Zeit-zurückdreh-Schalter hat noch keiner erfunden, oder?


Und da es noch kein Foto von der glücklichen Gewinnerin gibt, schauen wir noch mal ein Video :)



(by Janine, Video by Gudrun)

Samstag, 2. Oktober 2010

"Eine neue Welt - at last"

Kann das Oberhausen-Konzert als Quantensprung gelten in Fadys musikalischer Entwicklung, so wurde gestern ein Tor zu einer "neuen Welt - at last" aufgestoßen: ein Tor zu einem erwachsenen Fady, der in sich ruht und weiß, was er will. Der sich nicht (mehr) einem vorgeblichen Geschmacksdiktat unterwerfen muss, das seiner Stimme nie gerecht wurde. Ein kompromißloser Fady, der souverän und selbstbewusst seine Vielseitigkeit zeigt und sich der Musik wirklich hingibt. Fady und Jazz - das gehört zusammen. Ich habe schon immer sein völliges Versinken in seine Songs geliebt und wurde gestern reich belohnt mit Gesten, Mimik, Eintauchen in eine andere Welt. Besonders begeistert haben mich von Ralphs Arrangements die besonders gelungenen "Neu"versionen von alten Fadyhits: Some Music, Fire (immer wieder Fire), Blessed - allen drei Songs steht das neue Kleid sehr, sehr gut. Wir werden bei Fady ja verwöhnt mit immer wieder neuen Varianten seiner Songs bei Liveauftritten - aber gestern, bei der Premiere des neuen Programms "Voice & Soul", war ich doch überrascht von den jazzigen Fassungen - Fady war intensiver. Überzeugender. Richtiger. Selten kam seine außergewöhnliche Stimme so zur Geltung. Weiter so, Fady, das ist genau dein Ding! [wenn jetzt natürlich noch ein paar "orientalische" Songs in das Programm eingearbeitet würden, wäre ich der glücklichste Mensch der Welt :)) ]. Soll ich jetzt noch von den Gesten schwärmen, die ich heimlich "arabesk" nenne? Er sprach nicht nur mit seiner Stimme zu uns, nein, auch mit den Händen, die die Musik nachzeichneten, mitlebten. Soll ich von den tiefen Tönen sprechen, die mich mitten ins Herz treffen? Soll ich von Ralphs erleichtertem Aufseufzen nach dem Konzert berichten, der bei seinen so gelungenen Arrangements gar nicht notwendig gewesen wäre, wurde doch das Publikum (der größte Teil zumindest) direkt von der besonderen Stimmung des Abends erfasst? So wie Fady auf seinem Barhocker groovte, mit kleinen Gesten, ohne übetriebene "Show", so gingen auch die Anwesenden mit dezenterem Schwung mit: es gab tosenden Applaus für die Soli der sehr guten Musiker und kollektive Aufseufzer bei den noch besseren Stellen (wenn man denn nun den Auftritt in bessere und noch bessere Stellen überhaupt aufsplitten mag).

Allerdings gibt es nicht nur Positives zu berichten: Manchen Konzertbesuchern war offenbar bei Fadys Ankündigung, dass er viele Songs aus seiner früheren Pianobarzeit singen wird, die Silbe "Bar" besonders wichtig, und sie verbrachten das Konzert nicht mit Zuhören, sondern mit hektischen Versorgungsgängen an eben jene Bar - eineinhalb Stunden ohne Alkohol wäre offenbar eine zu harte Zeit für so manche - ich hoffe, dass die Betreffenden sich in Hamburg und Köln direkt an der Bar niederlassen und uns das Konzert genießen lassen. Besonders hartnäckige Bierholer mussten sogar während des Konzertes sicher ein Viertel der Zeit nach hinten schauen, weg von Fady und den Musikern, zur Bar.... Ich bin immer noch sprachlos. Und dass Damen im fortgeschritteneren Alter nach vorn schreiten, um ein Stofftier auf Fadys Oberschenkel regelrecht festzutackern, darf mich doch wundern, oder? Der Grüne Salon war nicht optimal von der Raumaufteilung: ein zu schmaler, langer Raum, zudem vollgestellt mit Plastikstühlen, die dem feierlichen Rahmen eher einen Anstrich von Schulaula gaben (das würde dann auch das Verhalten unserer Barläufer erklären...) - eIn adäquaterer Rahmen wäre wünschenswert - der Raum hatte Ansätze zu einer wirklich gelungenen Location. Auch laute Unterhaltungen kamen zu Gehör... Aber ich schweige nun, freue mich auf die nächsten beiden Voice & Soul-Konzerte... und stelle fest, dass alles, was ich grad schrieb, von Flora kürzer und knapper gesagt wurde: "Ich fand das Konzert phänomenal, grandios, umwerfend, einzigartig, traumhaft und zeitweise zum Weinen schön, hach!!! Die Band ist der Wahnsinn!!!!
Ich saß am Rand und was ich so gar nicht nachvollziehen konnte, war die Tatsache, dass einige Leute während des Konzertes pausenlos hin und her laufen mußten, oder ständig dazwischen gackerten und schwätzten. Manche Leute schaffen es wohl nicht, sich einfach nur mit Haut und Haaren der Musik hinzugeben, schade drum!"


(by ameno und Flora, Fotos by uneFan)

Stimme und Seele - Fady in Berlin

Wie sagte Fady heute abend so treffend? "Eine neue Welt - at last" - dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen - zumindest erst mal nicht.... :) - denn wir sind wieder einmal sprachlos. Also same procedure: Impressionen und eine Setlist.




(Fotos by uneFan, Video by ameno)

Montag, 20. September 2010

Ein Fixstern erleuchtet den Schacht















Hatten sich mir beim Lesen der Location-Adresse „Schacht 1“ noch klaustrophobische Bilder von engen, stickigen Tunnels in ewiger Finsternis aufgedrängt und ich mich mit unterschwelligem Unbehagen gefragt, ob die Fanbase diesmal „anyplace- we’ll be there“ würde unter Beweis stellen müssen, so bot die Realität eine äusserst erfreuliche Ueberraschung. Der Anlass war nicht nur bis ins Detail bestens organisiert, sondern der „Schacht“ entpuppte sich als angenehme, schon fast gemütliche Halle.

Die Idee, einer jugendlichen Vorband eine Plattform zu bieten, halte ich an sich für nachahmenswert, nur leider kann ich über deren Auftritt keinerlei Aussage machen, die Lautstärke liess meine Trommelfelle schmerzen und die waren mir dann doch zu kostbar, schliesslich möchte ich noch lange Fadys Gesang geniessen können.
Eigentlich sehr schade, ich bin gegen ein bisschen Hardrock ansonsten gar nicht abgeneigt.

Absolut faszinierend empfinde ich jeweils, dass Fady noch nicht mal auf der Bühne erschienen sein muss, um schon für Stimmung zu sorgen. Die Vorfreude allein lässt den Saal schon vibrieren und kaum ist seine Nasenspitze zu sehen, geht die Post ab. Ich habe bei anderen Künstlern miterlebt, wie die erstmal 5 -6 Songs bringen mussten, bis das Publikum langsam in Fahrt kam.

Wir wissen einfach, dass es kaum eine Rolle spielt, welche Lieder Fady singt, (seine Konzerte betitle ich insgeheim immer als „Wundertüten“), es ist immer neu, immer anders, selbst wenn man jeden Song auswendig kennt.

Fadys Stimme ist nur mit Piano, oder nur mit Gitarre ein Hochgenuss, aber genauso umwerfend mit Begleitung der ganzen Band.
Was hat denn diesmal den Ausschlag gegeben, dass dieses Konzert als so phänomenal empfunden wird?

Meines Erachtens war es neben der stimmlichen Topform die lässige Selbstsicherheit und Lockerheit, mit der Fady unter anderem einigen altbekannten Songs einen „jazzigen Touch“ verlieh, die sprühend gute Laune, mit der er einfach jeden anstecken kann, das absolut sichere Spielen mit seiner gefühlvollen Powerstimme, das harmonische Zusammenspiel mit den Jungs und das einfach liebevolles Miteinbeziehen seiner Fandys.

Ebenso hat seine Performance mit wachsendem Selbstbewusstsein enorm an Ausdruck gewonnen, und war dem Anlass entsprechend bestens angepasst.
Die Dauer des Konzertes hat wohl jeden zufrieden gestellt, selbst die zwei erklatschten Zugaben, wurden mit vollem Einsatz gewährt.

Fadys eingestreute Kommentare, die inzwischen in fliessendem Deutsch gehalten sind, sorgen auch öfters für Erheiterung: man verzeihe mir bitte ein kleines Grinsen, das ich mir nicht verkneifen konnte, als Fady meinte, er sei stolz darauf, die Halle wieder „voll gemacht“ zu haben. Die umgangssprachlichen Feinheiten sind ja auch für uns Schweizer, die Deutsch als Muttersprache haben, oftmals echte Stolperfallen.

Fady kann wirklich stolz sein, die Halle voll gemacht zu haben, nicht nur voll mit seinen ewig treuen Fandys, sondern mit vielen neuen Gesichtern, voll mit wundervollen Klängen, voll mit herzerwärmenden Emotionen wie Dankbarkeit, Freude und viel Spass. Er hat den Schacht mit seinem Licht geflutet - eine Sonne, die ihr ganzes Umfeld aufblühen lässt.

Ich kann mich der Ansicht eines Reporters vor Ort, die ich zufällig mit angehört hatte nur voll und ganz anschliessen: auf einer CD gut klingen, kann so manch einer, da kann technisch nachgeholfen werden, aber um live derart zu überzeugen und jeden Song besser als die Konserve klingen zu lassen, muss man ein echter Künstler sein.

Auch wenn meine Lieblingskatze anstelle einer freudigen Begrüssung erstmal demonstrativ ihr Missfallen an meiner 2-tägigen Abwesenheit kundtat, das Gemüse im Garten in stummem Vorwurf der Ueberreife entgegenmodert und die Heimreise wieder mal 9 Stunden gedauert hat, was ist das schon, gegen das Privileg dabei gewesen zu sein!

(by dreamdancer, Fotos by Roxane für uk-event und ameno)

Sonntag, 19. September 2010

"Fit wie ein Tiger, und die Stimme wie ein Drachen :) "

Ich gestehe: ich bevorzuge Fadys Akustikkonzerte (hier ein kleiner Erinnerungsseufzer an Garching * und ein Vorausseufzer für die kommenden Voice&Soul-Auftritte *) – bei den Bandkonzerten ist mir ist die Musik zu laut, Fady muss – für mein Empfinden – zu stark gegen die Band ansingen, was seine einmalige Stimme manchmal nicht zu voller Geltung kommen läßt - und in dichtgedrängter Menge zu stehen, gehört ebenfalls nicht zu meinen Lieblings. Ich gestehe weiterhin: ich hatte dieses Mal keine richtige Lust, den zwar nicht so weiten Weg nach Oberhausen zu machen, denn ich kam gerade aus dem Urlaub, musste mich wieder an „deutsche Verhältnisse“ gewöhnen – und vor allem an die Kälte hier. Und wenn ich schon beim Gestehen bin: auch „She’s like the wind“ ist zwar von Fady gesungen schön, aber…
Und nun sitze ich hier. Überlege, wie man das gestrige Konzert in Worte fassen könnte, wie die Emotionen, die genau dieses „She’s like the wind“ in mir hervorgerufen haben (und beim Anblick des Videos vergesse ich wieder und wieder zu atmen, so schön ist das!, wie die Akustik der Halle beschreiben, die Abmischung, wie das Erstaunen, dass Fady schon wieder so viel besser singt als sowieso schon… Es klappt nicht. Die Worte wollen nicht kommen. Zumindest nicht so, dass sie meine Gefühle ausdrücken könnten.

Hilft ein Blick auf die Fakten? 450 Besucher, viele neue Gesichter, erfreulich viel Männer und Jungs dabei. Tolle Akustik im Schacht 1. Super Organisation und freundlichen Securities. Fady sang so gut wie noch nie auf einem Konzert mit Band. Er hatte Spaß auf der Bühne. Er hat zwar keine Schwunghüft gezeigt, aber sich perfekt zu den Songs, ohne dass es einstudiert rüberkam, bewegt, geplauscht, sich sichtlich wohl auf der Bühne gefühlt. Hmm. Aber das war schon oft der Fall. Was also zeichnet dieses Konzert aus? Auch am Zusammenspiel von Fady und Band haben wir uns schon oft erfreuen dürfen. Was war es? Was machte dieses Konzert gestern zu dem, was es war? Der herzförmige Schweißfleck? Des Sängers Gänsehaut bei „Kissing Moonlight“ unter der Lederhose (O-Ton Fady!!)(und noch ein Fakt: er sah umwerfend aus, ganz in schwarz, aber das ist ja auch nichts neues…., der Wechsel von Uptemponummern und (be)sinnlicheren?
Ihr seht, es geht nicht. Dieses Konzert ist nicht zu beschreiben. Zumindest nicht von mir. Ich geb den Schwarzen Peter mal an poison dwarf weiter, die mit mir eigentlich keine Lust hatte, nach Oberhausen zufahren, aber auf der Hinfahrt schon mit gezinkten Karten gespielt hat, in dem sie hinterhältig eine Fady-CD einlegte und ich nach – wieviel Tönen doch gleich? – sofort meine schlechte „hier-in-Deutschland-ist-es-zu-kalt-und-zu-voll“-Laune verlor!

Also, poison, übernehmen Sie!!


Tja, was soll ich denn noch dazu sagen. Was erwartest du? Du saßt neben mir und ganz heimlich still und leise ist während des Konzertes der Ameno-Modus zu mir herübergekrochen. Schönen Dank auch! :D
Daher kann ich mich deinem Eindruck eigentlich nur anschließen. Erwähnenswert wäre noch die absolut gelungene Version von "To let Go" sowie die Kommunikation zwischen Fady und seinen Fans. Alle schienen sich sichtlich wohl zu fühlen. Das war das durchaus besondere an diesem Konzert.

Ich schieb den Schwarzen Peter einfach an Euch weiter: war es gestern so ein besonderes, spezielles Konzert? Oder ein „business as usual“-Konzert und nur wir sind so sprachlos?




(by ameno und poison dwarf, Foto by Roxane für uk-event, Video von doro1208. Die Überschrift ist aus der Facebook-Statusmeldung von Fady)

"I love this song"

ich auch - und da immer noch Sprachlosigkeit herrscht, lassen wir erstmal ein Video sprechen :)



(Video by ameno)

Fady in Oberhausen

wie immer - das Appetithäppchen sofort und den Bericht dann nach Erholung der Ästhetiknerven :)



(Foto by poison dwarf)

Sonntag, 5. September 2010

HEART ♥ & SOUL ☼

Fady begeistert mit Herz und Seele das Publikum und seine Fangemeinde im Sommergarten bei der IFA am 3.9.2010

Eine strahlende Sommersonne beleuchtet das grandiose Szenario des Sommergartens der IFA Berlin.
Die Bühne ist eine riesige Arena, deren Ebenen sich nach vorn hin staffeln, unterbrochen von einzelnen Farbtupfern aus farbigen Blumenrabatten; es ist zauberhaft schön und die richtige Atmosphäre für ein Fady-Konzert.
Im blauen Himmel tummeln sich einige Schönwetterwolken und wir sind voller Spannung und Erwartung auf dieses Freiluftkonzert mit Fady und den Jungs.
Zuvor gibt es noch zwei Gruppen, die sich auch als sehr hörenswert entpuppen.
Ein Jazzquintett gibt einige Standards und Classics zum besten. Die Band spielt recht professionel… ein Ohrenschmaus.
Rockiger wird’s mit der Gruppe „Stier“. Der Sänger singt so voluminös wie er sich auch in seiner Körperlichkeit darstellt.
Dann wird Fady angekündigt. Er tritt auf zu einem kräftigen Schlagzeug-Intro – wie bei den „Stones“ mit „Bigger Bang“…… Some Music……… das ist neu …… eine Wende hin zum Rock ??



Doch auch diese kräftige musikalische Variante steht ihm gut und er kann sie mit seiner einzigartigen Stimme tragen ohne zu knödeln.
So stimmungsvoll geht es weiter, Habibna (unser Habibi) hat uns voll im Griff – wie immer :)
Unser aller Herzensbrecher „Blessed“ wird während des Konzerts angestimmt, und Fady bittet uns um musikalische Unterstützung… Der Song ist immer noch ein richtiger Hammer und die Fandies am Bühnenrand stehen fasziniert mit gefalteten Händen: „Say a little prayer for me“!
Wenn Fady eine Ballade singt, wird die Stimmung sentimental bis andächtig…… so auch bei mir. Mein Eheglück und ich hören dieses wundervolle Lied Wange an Wange.
Es ist schon ein Ereignis, Fady Maalouf LIVE zu hören und zu sehen. Wir sind wie immer hin und weg und die Sonne gibt ihr übriges dazu und scheint mit Bräunungskraft und Wärme.
Welches Konzert von den vielen, die wir besucht haben, nun das beste ist, vermag ich nicht zu beantworten, für mich ist das jeweils letzte immer das schönste und deswegen freuen wir uns jetzt schon auf Oberhausen. Dort – so habe ich mir sagen lassen – geht wohl so richtig der Fuchs ab. Es wird voll und nicht nur Fandies sind vor Ort, sondern auch „fremde“ Konzertbesucher. Ich bin gespannt…
Alle guten Wünsche
Glück und Gesundheit
EUER LUDWIG

(by Ludwig, Foto by Roxane)

Das etwas andere "Doppelkonzert"


Es ist schon fast eine Tradition geworden, Fady im Doppel zu erleben. Tempodrom-Sommerkonzerte, Christmas Chapel und Christmas Lights, erst kürzlich Garching/München. Gestern allerdings hätte man sich geradezu zweiteilen müssen, um persönlich bei beiden Auftritten dabeisein zu können. Fady jettete mal eben von einem nachmittäglichen Auftritt in Köln direkt nach Berlin, um am Abend die Geburtstagsparty seines Fanclubs mitzufeiern.

In Köln fand das schon erwähnte offene DSDS-Casting statt, mit Open-Air-Konzert einiger früherer Teilnehmer. Fady sang dort 4 Titel (eigentlich waren 6 vorgesehen), in diesem Rahmen war natürlich "Blessed" obligatorisch. Man darf gespannt sein, was davon im TV zu sehen sein wird. Fady traf dort auf Marco Schreyl und Patrick Nuo (Schweizer Sänger und Neu-Juror bei DSDS). Und auch für die anwesenden Fans blieb noch Zeit.

Ein anderer Teil der Fangemeinde hatte sich gleichzeitig zur FC-Mitgliederversammlung zusammengefunden, in einem Berliner Restaurant, das wegen eines Ofenbrandes erst mal die Räume umdisponieren mußte. Fady erzählte später, daß er letzte Nacht im Hotel von einem Feueralarm geweckt worden sei. Er sollte vielleicht weniger von "Burn" und "Fire" singen ... (sorry, dieser Kalauer mußte jetzt sein ;) )

Daran schloß sich eine Party aus Anlaß des zweiten Geburtstages des Clubs an. Und siehe da - obwohl unsere diesbezüglichen Hoffnungen durch den Köln-Termin eher begraben waren - plötzlich stand Fady in unserer Mitte. Er gönnte sich erst mal eine Pause und ein Essen, es wurde sowieso gerade serviert, bevor er dann zum Mikro griff. Er hatte eine CD dabei für einige Halbplayback-Titel und gab zunächst "Anytime" und "Holding on to water" zum besten. Bei letzterem kam keiner mehr aus dem Lachen heraus - ausgelöst von Fady, der zum Mitsingen aufgefordert hatte und einige sehr schräge Töne vernahm, was ein Kichern ohne Ende seinerseits zur Folge hatte. Noch drei weitere Titel folgten, wir hatten uns alle um ihn geschart und besonders schön zu sehen war, daß auch das Küchenpersonal herauskam und zuhörte. Dann wurde die Geburtstagstorte gebracht, die Fady anschnitt. Etliche Plaudereien und Scherze später verschwand er dann zur wohlverdienten Ruhe. Es war ein wunderbarer Abend, danke schön!

p.s.: Zur Ehrenrettung von Frau Zampounidis: sie hat das Monchichi nicht entführt :)

(by uneFan, Foto by Kafa)

Freitag, 3. September 2010

IFA Berlin: endlich Open-Air ohne Regen !

Berlin, Internationale Funkausstellung, das 50. Jubiläum. Die Hallen, die ich sah, zeigten (natürlich) neueste Technik und waren von sehr internationalem Publikum bevölkert. So gab es auch ein deutsches und ein englisches Tages-Programmheft. Im deutschen ist Fady auf S.3 unter der Überschrift "Show-Event des Tages" als "Ausnahmetalent" angekündigt. Im englischen fehlen Hinweise auf die Veranstaltungen der TV-Sender (wozu auch der RBB-Sommergarten gehört). Entsprechend stiefmütterlich war der Sommergarten auch eingerichtet: ein paar Bänke, Tische und Liegestühle verloren sich dort, wo in den Jahren zuvor noch alles bestuhlt war. So verirrte sich auch nicht allzuviel Publikum dahin. Immerhin konnte man aber noch weit darumherum hören und dank einer Großleinwand auch sehen. Kurz gesagt, eine Schätzung des Publikums ist unmöglich.

Der Tag begann sehr schön für die Fans, die schon vormittag dort sein konnten - wir erlebten einen entspannten Soundcheck, Fady ließ seine Stimme in allen Tonlagen spielen und sang auch etwas sehr Souliges - sollte das schon ein Vorgeschmack auf die "Voice@Soul"-Konzerte werden? (im Konzert kam das aber dann nicht). Zwischendurch stieg er öfter von der Bühne, begrüßte alle mit Handschlag, stand für Photos bereit. Nach einer Stunde war der Soundcheck vorbei, Zeit für Messebesuch, ehe die Show um 14 Uhr begann. Zunächst mit einer Rockgruppe, deren Leadsänger den Ohren eher nicht schmeichelte. Dann war es endlich soweit, Inka Bause und Jürgen Karney kündigten ausführlich Fady an. Mit dem schon gewohnten Ritual "Wo kommen Sie her? Extra aus Düsseldorf?" und dem ebenso gewohnten Hinweis auf DSDS. Letzteres aber in ungewohnter und sehr angenehmer Form: sinngemäß "Früher hätte auch niemand Caruso-Platten gekauft, wenn es keinen gegeben hätte, der verkündet hätte, wie toll der ist. Und heute sind es eben Mittel wie Castingshows, um erst mal bekannt zu werden". 

Dann legte Fady los, Einstieg mit "Some Music", die Stimmung des Publikums verhallte leider etwas in dem großen Rund. Es wechselten sich Balladen mit schnelleren Titeln ab, eins der Highlights war zweifellos "Fire". Nach 11 Titeln war es leider vorbei. Da dann überhaupt Schluß war, konnten wir dort bleiben und noch viel untereinander quatschen. Auch Fadys Eltern waren da und plauderten mit Fans. Fady gab auch noch mal Autogramme, beäugte die Szene und rief zu seinem Papa "Was erzählst Du alles?" pssst Fady ;) nur Gutes ;) So ging ein wunderschöner Konzerttag zu Ende.

(by uneFan, Foto by uneFan)