Freitag, 18. Juni 2010

Fady is back from Lebanon


Unser Fady steht nicht auf Fußball, und schaffte es deshalb, in der WM-Vorrunden-Phase in den Urlaub zu fahren. Nein.... nein, er ist ja nachhause geflogen. Nach Hause in den Libanon zu seinen Eltern. In einen Kurzurlaub. Fast täglich hat er seinen Fans Fotos und auch Videos geschickt. Wir konnten sehen, wie glücklich und ausgelassen Fady war, wie er sich erholt hat und ihm bei braunwerden zusehen. Das Ergebnis konnten einige Zuschauer dann heute live in Brandenburg bewundern...

(by FadysKirsche, Foto by Fady)

Dienstag, 8. Juni 2010

Schnuckies united. .. . ♥♥♥ Fady-Fans im Härtetest


Bericht vom Triple-Konzert im Großraum Frankfurt am 29. und 30. Mai 2010

Drei Konzerte am letzten Maiwochenende 2010 standen bevor, also: On the Road again, auch wenn es sich diesmal um einen längeren Turn handelte von der Nordsee in die Mitte der Republik.
Egal, was machen wir nicht alles um Fady zu sehen, hören und zu unterstützen; und es sollte sich auch diesmal wieder lohnen.
Da wir das Ganze zu einem Kurzurlaub deklarierten, fuhren wir schon am Freitag nach GG. Mein Herzblatt hatte wie immer die Reiseplanung übernommen und ein Zimmer in einem sehr gemütlichen Haus, zentral gelegen und mit vorzüglicher Küche, reserviert. Nach einem fantastischen „Gambas-Abendessen“ wollten wir den Ort des morgigen Geschehens besichtigen. Die Charity-Veranstaltung sollte in einem Festzelt auf dem Marktplatz stattfinden, der in wenigen Minuten zu erreichen war.

Das Festzelt konnte man gar nicht verfehlen….. immer den Ohren nach.
Infernalischer Lärm kündigte von so etwas wie Rockmusik mit kreischender Elektrogitarre, zu deren Jaulen und Heulen ein testosteronüberhitzter junger Mann das Micro quälte indem er dort verzweifelt hinein brüllte und meinte, singen zu können…………Du lieber Gott !!!
Das Festzelt selber war ein riesiges, sehr schmuckloses Bierzelt, an dessen Tresen eifrig ausgeschenkt wurde. Nein, nüchtern konnte man das auch nicht aushalten. Die armen Menschen am Mischpult hatten wohl alle einen Hörschaden, sonst würden sie nicht eine solche Lautstärke durch die Lautsprecher jagen. Ein HNO hat sich ganz in der Nähe niedergelassen, gleich neben einem Hörgeräteakustiker – gute Geschäfte sind wohl sicher.
Da konnte man nur hoffen, dass Fady am nächsten Abend mehr Glück mit den Technikern hatte…….

Nachdem wir uns das Inferno eine Weile angehört hatten, beschlossen wir, das Städtchen „einzelhandelstechnisch“ zu erkunden. Nun, GG ist kein Knaller, wenn es um Schmuck- u. Schuhläden geht, also konnte der Ort wenig Interesse bei meiner Roxane erwecken. Bücher und CDs konnten wir auch nicht finden; also zurück ins Hotel, vielleicht noch einen Krimi gucken.

Der Abend des 29. 5. 2010, also der Samstag, begann mit ähnlich großem Getöse und Gebrüll wie der Vorabend.
Irgendwann im Laufe des Abends hieß es, Fady gäbe vor seinem Auftritt eine Autogrammstunde. Also drängten wir uns alle an eine Absperrung und warteten auf sein Kommen, was einige Zeit dauerte.
Freundlich und gelassen, trotz des ihn umgebenden Jubels und Trubels schritt Fady über den „Roten Teppich“. Er ergriff meine Hand und wir wechselten wieder einige französische Worte, das hat ja schon Tradition. Dann schaute er suchend um mich herum und fragte: Wo ist die Roxane ?
Mein Herzblatt stand frustriert hinter mir und versuchte ein paar schöne Fotos zu machen, was ihr aus der 2. Reihe natürlich nicht so gut gelang……sie trug es mit Fassung.

Nach der AG ging es recht bald los. Fady verbrachte noch einige Zeit backstage und meine Süße ging einfach ganz frech durch die Absperrung und machte ein paar wundervolle Fotos von Fady und auch anderen Leuten. Fady wurde nun von einem völlig unqualifizierten Moderator angekündigt (auf die Anmoderation gehen wir hier besser nicht ein.

Leider klang die Aussteuerung am Samstag nicht besser als am Freitag, so hatte Fady keine Gelegenheit den Song „Some Music“ perfekt zu performen.
Seine Titel kamen kaum differenziert oder strukturiert durch die Lautsprecher, und alles verhallte zusätzlich im Gewölbe des Bierzelts. Das war für mich sehr frustrierend, zumal ich ihn dabei nicht einmal sehen konnte. Die versammelten pubertierenden Mädchen der Stadt Groß-Gerau hatten sich direkt vor der Bühne aufgebaut und kreischten in höchsten Tönen, so daß die Ohren schmerzten und selbst die Elektrogitarre übertönt wurde. Chaos im Kosmos. So muß man sich die Musikhölle vorstellen.

Trotzdem harrten wir aus und unterstützten ihn lautstark soweit wie möglich. Gott sei Dank sollten ja am folgenden Tag noch zwei weitere Veranstaltungen auf dem Programm stehen!!! Wobei mein Eheglück und ich auf den ZDF-Fernsehgarten verzichten wollten, der Terminstress ist nichts für uns.

Am Sonntagmorgen stand als erstes die ZDF-Fernsehgarten-Übertragung bevor, die wir am Hotel-TV verfolgten. Fady sang „Into the light“, und wirklich, es wurde wieder Licht, die Stimme aus dem Morgenland war zu hören. Welch ein Genuß nach dem gestrigen Abend Grâce à Dieu! Es gibt sie noch!!

Am Nachmittag gings weiter zum King Kamehameha Beach-Club nach Offenbach.
Das Navi führte uns zu einem leerstehenden Gelände in Erwartung der Bebauung zum Gewerbegebiet. Nach BeachClub sah das hier zunächst nicht aus, aber dann kamen wir zu einem Schilfzaun mit zwei relaxenden Parkplatzjünglingen, die uns den Weg weiter wiesen.
Nun gab es rechts und links des Wegs plötzlich Sand zu sehen. Vom Eingang aus führte ein „Lattenrost“ zum Hauptstrand. Auf der rechten Seite blinkte das Wasser des Mains, über uns blitzte durch die Wolken eine liebliche Maisonne… die Stimmung stieg !!

Als der Lattenrost endete….. großes Fragezeichen!!!!???? Einige Body-Builder hüpften barfuß durch den Sand. Wir erkundigten uns und wurden belehrt, dass die Bühne sich unten am Hauptstrand befände. Unten bedeutete einen etwa 10 Meter recht steilen sandigen Abhang hinunter. Aber Wunder geschehen immer wieder. Ein gutaussehender, kräftiger junger Mann kam auf mich zu und stellte sich als Sandro vor, er meinte mich im Rollstuhl wohl den Abhang hinunter schieben zu können. Soviel Hilfsbereitschaft ohne große Anfragen habe ich noch nicht erlebt, vor allem nicht bei einem solchen Akt. Immerhin ging es hier nicht um eben mal die Tür aufhalten, sondern darum, einen nicht gerade leichtgewichtigen älteren Herrn einen 10 Meter Abhang im Rollstuhl durch den Sand zu ziehen. Weltmeisterlich. Für den Rückweg versprach er mir nochmals seine Hilfe!!! 1000 Dank an Sandro!!!




Pünktlich – nach einem Moderatorenduogeplapper – starteten Fady und Band das open air Konzert! Dieser Junge ist einfach unglaublich, sofort hat er die versammelte Meute im Griff, alles schreit, kreischt und singt mit, so auch ich.
Mein Herzblatt suchte angestrengt nach einer guten Fotografierposition. Sie fand schließlich einen hohen Barhocker, der im Sand recht wackelig wirkte. Egal, sie kennt nur ganz oder gar nicht, und für Fady-Pics bringt sie vollen Einsatz.
Auch Fady gibt immer vollen Einsatz, denn nach „Listen to your heart“ – bei diesem Song vergaß er einen Großteil des Textes, was er aber gekonnt charmant mit „uuhs“ und „aahs“ überbrückte – setzte ein recht heftiger Regen ein. Fady und die Band machten unbeirrt weiter. Allerdings wurden ihnen zeitnah ein paar Strandlaken überreicht, welches Fady sich sogleich unter zustimmendem Jubel um die Hüfte wickelte, er weiß sich immer in Szene zu setzen, so ein Charmeur.
Diesen jungen Mann auf der Bühne zu erleben ist wirklich jede Reise wert. Manchmal wird mir die Tourerei schon etwas viel, aber mein Eheglück ist „addicted to Fady“, also muß ich es wohl auch sein.
Der Auftritt war wirklich sehr gut, Fady ist auf der Bühne immer völlig in seinem Element.

Nun kam wieder Sandro ins Spiel, in richtig gutem Tempo gings bergauf durch den Sand den Abhang hoch und zurück auf den Weg mit dem Lattenrost zum Zelt, in dem die AG stattfinden sollte. Soviel freiwillige Hilfe gegenüber den Rollstuhlfahrern gibt es nicht so oft. Meist wird noch kleinlich/heimlich gemeckert, dass man bevorzugt würde. Ich verzichtete gern auf Hilfe und Bevorzugung, wenn ich dafür wieder schwimmen und durch den Wald laufen könnte. Soviel zum Thema Rollstuhlfahrer.
Wir stellten uns mit den anderen Mädels in die Reihe für die AG. Plötzlich zog uns fast gewaltsam ein Security aus der Schlange und schob uns durch einen anderen Weg direkt vor Fady. Meine Süße war total genervt, hatte sie doch keinerlei Vorbereitungen für diesen Moment getroffen. Der große Fotoapparat steckte noch im Rucksack und die kleine Coolpix wurde schnell an jemanden gereicht, der gerade in der Nähe stand. Sie haßt es, so überrumpelt zu werden!! Ich stand im Rollstuhl vor ihm, Roxane saß auf der Sessellehne und schwupps war auch schon alles wieder vorbei und meine Süße hatte wieder nicht mit Fady reden können.
Aus lauter Frust gab es nun Currywurst mit Pommes. Ein eher nicht zu unseren Essgewohnheiten gehörendes Gericht……. aber nach derartigem Stress hilft wohl nur fettiges Essen.
Egal, mein Schatz beruhigte sich schnell und schaute sich mein Autogramm von Fady an, er hat wieder so nett geschrieben.

Auf dem Weg zurück nach GG ließen wir unsere Gedanken um das vergangene Wochenende kreisen. Es waren ein paar schöne und erlebnisreiche Tage.
Nun wünsche ich Euch eine friedliche Zeit !!

Wir sehen uns in München !!
EUER LUDWIG


(by Ludwig, Fotos von Roxane und Sonja)



Und als extra-Leckerli Roxanes "Timothé-Comic":

Dienstag, 1. Juni 2010

Fady hoch Drei - das Powerweekend

Was für ein Wochenende! Drei Auftritte von Fady in 24 Stunden! Aber zum Glück alle im Frankfurter Raum, so dass die Fangemeinde - logistisch ausgefuchst – jedes der drei Events erleben konnte: Und das heißt: den Hörsturz in Groß-Gerau (gibt eigentlich auch ein Klein-Gerau?), das langsame Versinken im Rindenmulch des Fernsehgartens mit Blick auf Fadys Rücken und den Summer Rain in Offenbach, den Timothé hoffentlich gut überlebt hat. Die Kurzfassung: drei tolle Auftritte! Rockig-laut in GG, etwas zahmer (damit das ZDF-Publikum keinen Herzkasper bekommt) in Mainz und fetzig mit einigen wenigen leiseren Tönen in Offenbach.

Groß-Gerau oder: wieviel Dezibel haltet Ihr aus?

Aber von Anfang an: Den Auftakt der Fady-Weekend-Tour macht ein kleines, schnuckeliges Groß Gerau, das sich ein recht großes Charity Event leistet. Ein recht großes und ein sehr, sehr lautes. Einige Festivalerprobte (oder einige, die die Lautstärke in Kleve nicht ganz verdrängt hatten) zauberten Ohropax aus der Tasche, was ich nicht ohne einen Anflug von Neid bemerkte, während ich mich der endgültigen Tinnitusgefahr tapfer stellte. Meine Güte, wie laut etwas sein kann!!!! Da kam die angekündigte Autogrammstunde gut gelegen, die draußen auf dem Marktplatz in einer Art Hüpfburg ohne den hüpfigen Teil stattfinden sollte… wenn sie nicht pünktlich zur bekanntgegebenen Uhrzeit abgebaut worden wäre. Also gab es eine improvisierte Autogrammviertelstunde am Zaun, die Fady aber etwas ausdehnte, damit alle noch eine signierte Karte bekamen. Mir hat Fady eine besondere Freude gemacht, als er seinen Namen auf arabisch schrieb – hier ist sie: eat your hearts out (aber nicht alle nachmachen) :)
Dann schnell wieder ins Zelt auf dem Marktplatz mit Blick auf den VIP-bereich, wo Fady versuchte, sich auf den Auftritt einzustimmen. Klappte aber nicht wirklich, denn auch dort musste er Autogramme geben und Fotos machen. Und dann, endlich, Fadys Auftritt. Passend zum Event wurden die rockigen Songs ausgesucht, und – dem merkwürdigen Moderator zum Trotz (der natürlich wieder mal die „Schmusesongs“ ansprechen musste und das etwas ältere Publikum (hier bitte einen augenverdrehenden smilie vorstellen) - „Some Music“ hat nicht nur uns im fortgeschrittenen Alter begeistert: von meinem Platz aus habe ich etliche Teenies - männlich und weiblich – mittanzen sehen. Überhaupt: es waren erfreulich viele „neue“ Gesichter, die sich von Fady begeistern ließen. Der Saal war – zum ersten Mal an diesem Abend – gut gefüllt. Erst nach Fadys Auftritt leerte sich die Location und unsere Ohren konnten langsam versuchen, wieder Töne unter der Hörsturzgrenze zu hören. Fady sang noch Missing your Face, Holding on to Water, Burn, Fire (hach!) und Into the Light und ging mit einem “pfft, von wegen Balladen” fröhlich von der Bühne. Und ich zurück in mein „Fremdenzimmer“ (ja, so etwas gibt es im ländlichen Raum ), aber erst nach einem Bierchen. oder zwei. In der Kneipe waren wir dann noch Zeugen des Sieges von Lena, bejubelt, beklatscht, und niemals wird sie Schwierigkeiten haben, im Radio gespielt zu werden. An dieser Stelle ein Hinweis an alle Radiomoderatoren und Medienmenschen und sich überschlagenden Zeitungsmachern: Lena ist….. eine Castingkünstlerin! Huch? Gilt für sie nicht dass, worunter Fady zu leiden hat? Einmal Castingstar – immer nur Castingprodukt? Jemand, "der nicht in unser Repertoire passt"? Es nervt! Genauso wie unvorbereitete, vorurteilsbehaftete Pseudomoderatoren (gilt auch für die lustigen HR3-Moderatoren beim Summer Wave, die auch nicht aufhören konnten über DSDS und Neu-Ballermänner zu reden. Auch wenn Fady längst und mehrfach versicherte, die letzte Staffel nicht verfolgt zu haben). Ob wir es jemals erleben werden, dass Vorurteile abgelegt werden und Fady als eigenständiger Künstler wahrgenommen wird?

Mainz oder: Gehört Rindenmulch in einen Garten?

Nach einer viel zu kurzen Nacht dann auf zum Fernsehgarten - das Wetter sah stabil aus, aber während ich so langsam im Rindenmulch versank und die Schuhe bis zu den Knöcheln durchnässten wurde klar: die Beachparty am Nachmittag wird eher ein Smallville reloaded. Viele von uns hatten abgemacht, zur Abwechslung mal wieder die Fanshirts hervorzukramen, um den TV-Zuschauern zu zeigen wieviel Fans Fady hat. Das hat ein wenig gehakelt, denn wir hatten ja fast alle nur Stehplätze und waren über gesamten Fernsehgarten verteilt und - es gibt in der Zwischenzeit einfach zu viel Auswahl an Fanshirts. Für Insider schön zu sehen, für Nichtfans leider keine geschlossene Fangemeinde zu erkennen - und diese Verwirrung zeigten auch zwei tapfere Plakathalter :).

Fernsehgarten mit Stehkarten - wenn der Künstler für den man dort ist, auf der Hauptbühne singt, ist irgendwie..... Dann ging es endlich los. Und womit? Richtig, mit einem Lena-Overkill. Ich glaub, dass vor und nach jedem Act Satellite eingespielt wurde und vielleicht sogar mittendrin – die Sendung muss ich mir ja noch anschauen. Vor Ort bekam man kaum etwas mit (hier ein wehmütiges Rückgedenken an die Seebühne vom vorletzten Jahr) – ich hatte aber das Glück (wie bei allen drei Events) sozusagen den Backstagebereich einzusehen: Hier noch ein wenig die Puderquaste geschwungen (und Fady, der sofort in einem Spiegel alles so korrigierte, wie er es wollte), das Ausstaffieren der Künstler mit einem Deutschlandfähnchen, die - richtig – Lena zu Ehren geschwungen werden wollten – Fady hat uns seins noch schnell zugesteckt und konnte unbeflaggt die Showbühne zum Auftakt betreten. So haben wir ihn wenigstens beim Vorbeigehen sehen können – den Auftritt selbst verbarg dichtes Buschwerk (ach, deswegen heißt das Ganze Fernsehgarten!). Direkt nach Fadys Auftritt sind wir schon Richtung Offenbach gefahren und schwärmten davon, wie Fady uns eine Schnulze pantomimisch dargestellt hat (Michelle sang da grad „ Wie ein Phönix aus der Gluhuhuhuhuut“ – ob es einen Zusammenhang gab? Wer weiß….)

Offenbach oder: Wie wickelt man eigentlich ein Handtuch?

Umsonst und draußen und sehr, sehr nass – Samsung lud zur Beach Party/Handyvorstellung mit DJ, Fady und Jennifer Braun (wieso fällt mir jetzt schon wieder Satellite ein? Der Song verfolgt mich!) auf die Offenbacher Hafeninsel ein. Im Hintergrund die Frankfurter Skyline, Liegestühle, Bambushütten – es hätte soooooo schön sein können. Aber es war – wettertechnisch – Smallville in wärmer. Kurz vor Fadys Auftritt zogen sich dräuende Wolken zusammen und er meinte besorgt „Oh, es wird gleich regnen. Und Ihr seid Zucker. Das wird gefährlich“. Gefährlicher war der Summer Rain dann aber für Timothé, Fadys heißgeliebtes Mikro. Ich war ganz fasziniert, dass er beim Singen immer daran dachte, seine Hand schützend über Timothé zu legen. Aber seien wir dem strömenden Regen dankbar, denn es gab eine Lektion im „So-wickelt-man-sein-Badetuch-richtig“ (natürlich erst, nachdem das Mikro liebevoll getrocknet wurde).




Aber uns war das Wetter egal: Fady und Band machten Sommerlaune, mischten Songs des neuen Albums mit „Klassikern“ aus dem ersten (ich erinner mich an Amazed, Blessed und Will you still love me ). Das Fire hat geburnt, Burn hatte Fire… und irgendwie ging alles wieder viel zu schnell vorbei und Fady griff zu seiner Sonnenbrille – ja zu DER Sonnenbrille – und es gab…. tataaaa …. eine Autogrammstunde. Und jede/r, die/der wollte, konnte mit Fady auf einem Sofa auf Tuchfühlung gehen. Manche nutzten das natürlich wieder aus (hier wieder der augenverdrehende smilie hingedacht) – aber Fady meisterte auch die Zudringlicheren mit einem Augenzwinkern. Oder mal einer rausgestreckten Zunge :). Als er das alles gut überstanden hatte, bekam er noch eins dieser Superduperhandys geschenkt, die auch verlost wurden. Also nicht an mich. Ich hatte immerhin ein Quietscheentchen gefangen. Und dass werde ich jetzt in die Badewanne entführen, vorher jedoch das Radio ausschalten, denn es spielt…. Jawoll. Satellite. Hört Ihr mich schreien?!

(by ameno, Fotos by Karin, Judith und ameno)

Montag, 31. Mai 2010

Dreimal Fady



Was? Immer noch kein Bericht?


(ein wenig Geduld :) - es gilt ca. eine Million Fotos zu sichten (es lebe das Nicht-Foto-Verbot) - sich zu sammeln - und leider auch noch ein wenig zu arbeiten)

Montag, 24. Mai 2010

Trotz des Stiers im Mond……………☻ Fady in Hamburg ♪♪♪


Markthalle Hamburg 14.Mai 2010

Beim Gespräch mit einer Fadyanerin aus Hamburg orakelte sie, dass am Freitag beim Markthallenkonzert der Stier im Mond stände - eine astrologische Konstellation,die möglicherweise die Form eines Sängers beeinträchtigen könnte.

Um es vorweg zu nehmen,Fady war keineswegs indisponiert.Die düstere Voraussage bezog sich wohl eher auf das Wetter.Denn trotz des Maidatums herrschten Restwintertemperaturen.
So standen wir also bei gefühlten Temperaturen von 8°C vor den Toren der Markthalle und warteten auf Einlaß. Einige hatten die Kapuzen ihrer Jacken über den Kopf gestülpt in Erwartung des nächsten Schneesturms.

Pünktlich ging es in den Ort des Geschehens,die Markthalle zu Hamburg!!
Platz war gefunden,Freunde herzlich begrüßt und peng! Schlag 20.00h betrat Fadys Band die Bühne und ihr folgte sogleich unser Prince Charming on Stage und ergriff das Micro.

Der Zauber beginnt,die kalten Temperaturen sind vergessen, wir haben unseren Fady wieder und er singt so gut wie eh und je!!!!
Das Konzert beginnt mit „Some Music“,wir sind begeistert und der Beifall reißt nicht ab. Fady braucht nur einen kleinen Dreh zu machen und schon geht die Menge mit.
Soviele „erwachsene“ Ohren können sich doch nicht täuschen; er ist wirklich unser ganz persönlicher Sangesheld.

Vielleicht hängt das Phänomen Fady aber auch mit „a la recherche du temps perdu“ (Proust) zusammen. "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"!! Wir sind ja nun alle – jedenfalls viele – nicht mehr im Teenager-Alter und Fady weckt in uns ein Stück jugendliche Begeisterung auf. So dass wir ständig durch die ganze Republik fahren,um die Konzerte zu besuchen.

Aber er hat wirklich Stimme und Ausstrahlung, alles was ein Bühnenstar braucht.
Zurück zum Konzert. Heute sind Fadys Mutter und einige Verwandte anwesend, deswegen gibt er wirklich alles. Er singt in einem wundervollen Konzert sein mittlerweile beträchtliches Repertoire für uns. Großartig!!! Sehr gelungen sind auch die Akustikversionen, mein Herzblatt schmolz dahin. Sie war während des Konzerts an meiner Seite, was nicht so oft vorkommt, denn meistens springt sie mit ihrer CANON umher.

Zwischen den einzelnen Songs unterhält er uns mit lustigen Anekdoten aus seinem Künstlerleben. So zum Beispiel die Geschichte, wenn seine Mom ihm Gesangunterricht gibt und am Ende die Katze schreit. Der Junge kann nicht nur singen sondern auch erzählen.

Für den großen Durchbruch fehlt ihm vor allem Promotion.Ähnlich der, wie für Lena Meyer-Landruth, die mit ihrem Liedchen von morgens bis abends auf allen Kanälen zu hören ist.

Wir leben in einer Zeit der Übertreibungen und der Großspurigkeit und wenn sich der DSDS-Dieta, ohne rot zu werden Pop-Titan nennen lässt, dann schlage ich vor unseren Fady die "Vox ex oriente",die Stimme aus dem Morgenland, den Orpheus der Pop-Musik zu nennen!! ORPHEUS : griechische Sagengestalt. Ein Sänger,der mit seinem Gesang Mensch und Tier zu Tränen rührte.

Quintessenz zum Konzert: Es war wiederum große Klasse ohne Frage. Vielleicht war die Musik ein wenig zu laut ausgesteuert und das ist für meinen Geschmack sowieso etwas problematisch. Ich denke,Fady singt häufig zu sehr forte, mit kräftiger Stimme. Etwas mehr piano, leisere Töne, würden ihm gut stehen; damit kann er auch seine Stimme schonen, und die romantische Stimmung wird gefördert.

Nun freuen wir uns auf das Charity-Event und die Samsung-Beachparty.
Den ZDF-Fernsehgarten werden mein Eheglück und ich uns sparen, 3 Konzerte in 24 Stunden übersteigt doch etwas unser Organisationstalent.

Seid herzlich gegrüßt,ciao, bleibt gesund und munter

EUER LUDWIG


(Foto by David Ulbrich)

Dienstag, 18. Mai 2010

Vom "Party-Feeling" ins Traumland: Fady in der Hamburger Markthalle


Eine kleine Halle, gefüllt mit 500 Fans.
Künstler: Fady Maalouf. Ort: Hamburg, Markthalle. 14. Mai 2010 – 19 Uhr.

Als die Türen sich öffnen, rennen die Fans, als ginge es um ihr Leben. Hysterie? Nein, Fady-Fieber, obwohl einige es deutlich übertreiben. Alle freuen sich auf das Konzert, einige standen sogar schon Morgens an. Doch als die Fans sitzen, herrscht Verwirrung. Warum sind so viele Plätze reserviert und warum sitzen die Leute, die stundenlang anstanden, plötzlich so weit hinten? Reservierte Plätze für Familie und Presse (die übrigens kaum da war) sind Standard, aber was ist mit denen für bestimmte Mitglieder? Schon bevor das Konzert beginnt, sind einige Fans erzürnt, schließlich haben sie Geld bezahlt und viel Zeit investiert (und das nicht nur für das Konzert selbst. Einige kommen von weit her und nehmen lange Reisen und die Unterbringungskosten auf sich).

Doch wir Fans machen das gerne. Allerdings nicht, wenn so ein angespanntes Klima herrscht.
Alle sind dann doch ziemlich froh, als Fady die Bühne betritt.

Er eröffnet sein Konzert mit dem fetzigen Titel "Some Music" und die Anspannung löst sich ein bisschen. Die Band unterstützt ihn tatkräftig (wenn auch manchmal leider etwas zu sehr; Folge: Fadys schöne Stimme geht unter); man sieht ihnen den Spaß an, als sie auf der Bühne so richtige "grooven". ;)

Im Laufe des Konzertes bringt uns Fady vom "Party-Feeling" ins Traumland. Mit jedem Song erzählt er eine neue, kleine Geschichte. Neben Titeln seines aktuellen Albums "Into the Light", greift er auch auf sein altes Album zurück. Mit "Blessed" bringt er seine Fans zum mitsingen und rührt Einige mit seiner gefühlvollen Stimme sogar zu Tränen.

Die Leinwand mit vielen Bildern im Hintergrund unterstreicht das ganze Konzert.

Doch der absolute Höhepunkt ist der Titel, den Fady, wie angekündigt, aus seiner DSDS-Zeit singt. Und es ist nicht, wie vermutet, "Helpless when she smiles", sondern der große Gefühlstitel "She's like the wind". Aber neben den wunderschönen Balladen bringt Fady seine Fans zum "Party machen", obwohl es bei einigen noch wahrlich mit dem Taktgefühl hapert.

Durch das Konzert plaudert er abwechselnd auf Deutsch und Englisch, wobei er manchmal selbst nicht weiß, welche Sprache er benutzen soll, was ihn unglaublich sympathisch und menschlich macht. Und gerade weil es "nur" 500 Leute in der Markt-Halle sind, ist es etwas kleines, schönes und sehr privates.

Man stellt sich viele Künstler fern vor, aber Fady hält einen guten Kontakt zu seinen Fans.
Sein toller Charakter und die Lebenserfahrung und das Gefühl, dass er in seine Stimme einbringt, zeichnen ihn aus. Das "Dreckige" besitzt er aber auch und bringt es gespielt-machistisch und lässig herüber.

Insgesamt war es ein schönes Konzert, einfach nur Fady-like; er singt jeden Titel immer etwas anders und experimentiert gerne.

Doch wenn sich nicht langsam die Situation unter den Fans ändert, wird dies rapide Folgen haben, denn es geht jetzt schon so weit, dass einige nicht mehr kommen wollen.
Liebe Fady-Fans und liebes Team!, wir müssen aufpassen, was wir sagen und tun; Gerechtigkeit ist eine grundlegende Sache.

Wir wollen schließlich nicht, dass die tollen Konzerte und einzigartigen Momente mit Fady aufhören, nicht wahr!?

(by nici)


(kein Foto aus Protest gegen das selektive Kamera-konfiszieren)

Samstag, 15. Mai 2010

Fady. Hamburg. Konzert.

Ein Fan ist ein Fan ist ein Fan...aber manche Fans sind gleicher als der Rest..... der Rest steht stundenlang im Gedränge, im Gequetsche, an, bei einem der katastrophalsten Einlässe, um dann - endlich im Saal angekommen - nicht nur ein gefühltes Drittel an reservierten Stuhlreihen vorzufinden, nein, er sieht sich, zudem noch überholt von Abendkassenkunden, auch anderen Reservierungen gegenüber. Ganz merkwürdigen. Nein, wir reden nicht von den Plätzen für Presse und Fadys persönlichen Gästen. Das ist normal und gehört "zum Geschäft". Wohl dem, der sich nicht mehr anstellen muss...

Normalerweise schreiben wir nach Konzerten ja immer, wir müssten erst aus der Verzückung wiederkehren, um wieder in ganzen Sätzen formulieren zu können und das Geschehen Revue passieren zu lassen. Fadyereignisse lassen sich ja eh nicht wirklich in Worte fassen, aber wir geben unser Bestes. Normalerweise würde jetzt also hier ein Foto stehen und ein lauschiger Satz à la "wir müssen uns noch regenerieren".

Dieses Mal allerdings müssen wir erst aus unserer - wir nennen es mal - Irritation wieder herausfinden. Vielleicht sollte auch gar keine "Aufarbeitung" des Konzertes gewünscht sein .... Stichwort Foto- und Filmverbot. In der Tat: es wurden Kameras abgenommen, manchmal auch nicht direkt wiedergefunden trotz numeriertem Zettelchen in der Hand.... Haben wir uns nicht immer alle sofort auf die Fotos gestürzt? Auf die Videos? Sollen wir dieses Mal an Augenschmausmangel leiden, nur Handyvideos anschauen? Das tolle Konzert? Ach ja ... das Konzert:


Fady war spitzenklasse, ohne Zweifel (nur die Band war oft mal wieder zu laut), aber zum Glück gab es besonders viel Akustikversionen und man konnte seine Stimme genießen. Das Geheimnis über den Song aus der Castingshow ist ja sicher bereits gelüftet: er täuschte mit den "Helpless when she smiles"-Hemd geschickt an, sang dann jedoch "She's like the Wind" - Fady, wir warten aber weiter auf den Song, der die Wunschliste anführt :)

(das ist jetzt wohl der erste Post in diesem Blog ohne Foto! Premiere! Aber keine besonders tolle, finden wir)

Montag, 3. Mai 2010

*sing* Der Mai ist gekooooohooooommen....

... gut, man merkt es derzeit an den Temperaturen nicht wirklich. Eigentlich gar nicht. Aber es hängen überall abgeschlagene buntbebänderte Birkenstämmchen an Balkonen und Regenrinnen, und mich beutelt der Heuschnupfen. Es ist also Mai. Es ist sogar der Wonnemonat Mai und Wonnen stehen uns bevor - ganze vier !!! Mal!

Vier Mal Fady in einem Monat zu sehen.... und singen zu hören.... so kann das Jahr von mir aus weitergehen! Also ran an die Tickets* - wir sehen uns.

und die gibt es hier für Hamburg, Groß-Gerau, Mainz und - ganz besonders wonnevoll: Offenbach ist umsonst und draußen :)






(und die Deutsche Welle macht heute auch Reklame für Fady: "Lebanese-German Fady Maalouf walking into the light…" )

(by ameno)

Sonntag, 18. April 2010

Ein Sonntagnachmittag mit Fady ... und Tante Jens

Sonntag nachmittag, strahlend blauer Himmel (komisch, so ohne Kondensstreifen...), Balkon/Garten/Draußenwetter - aber während Fady "in den Wald springen" geht, sitzen wir mit Ohrstöpseln und Notebook an einem sonnigen Fleck und hören Tante Jens zu. Gebannt. Denn Tante Jens schenkt uns ein Internet-Radio-Spezial ausschließlich über Fady. Und zwar 120 Minuten lang. Vielleicht ein wenig DSDS-lastig - aber wie schön war es, beispielsweise "Helpless when she smiles" zu hören oder "Und wenn ein Lied"..... ah, das dischteste Geäst.... und Interviewschnipsel mit Fadys Eltern wiederzuhören! Viele Songs aus dem neuen Album, ein paar aus dem ersten und einige Demoversionen rundeten das Special ab. Mein persönliches highlight war natürlich .... "Ya Leil". Ich liebe diesen Song! Danke, Tante Jens für diese tolle Sendung (und wer sie verpasst hat, kann sie am Dienstag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr auf gayinternetradio.de nachhören)

Aber das wunderschöne, informative, amüsante, zu Herzen gehende Interview mit Fady findet Ihr in der rechten Leiste im Interview-Player - viel Spaß beim Anhören. Es soll sogar bald noch eine Sendung geben!

(by ameno)

Montag, 12. April 2010

Fady entfesselt im Palais!!



The sun is shining; Fady is singing – Spring is on its way :-)

Die Sonne scheint; die Temperaturen steigen, wir sind auf dem Weg nach Berlin. Der Sparstrumpf gibt noch einiges her. Wie lange noch ?
Es ist Donnerstag, wir fahren schon einen Tag früher, weil wir in Berlin noch etwas anderes vorhaben.

Am Freitagvormittag besuchen wir das Neue Museum. Mon Dieu, so was haben wir noch nicht gesehen. Die altägyptische Abteilung mit der wunderschönen Nofretete ist außergewöhnlich!! Aber auch das Museum selbst ist sehenswert mit seinen verschiedenen Lichtdurchlässen, die auf sorgsam ausgewählte Steine, Wände und Mosaikböden scheinen und alle ausgestellten Exponate in magischem, weichem Licht schimmern lassen, es ist großartig. Unbedingt besuchen!!!

Zum Mittag treffen wir uns mit Flora und Schnoobs, zwei liebe Freundinnen meines Eheglücks. Nach einer kleinen Begrüßung geht’s ab in den Volkspark Friedrichshain zum Café „Schönbrunn“ :-), wo der Frühling vollends ausgebrochen ist. Die Tische sind gut frequentiert. Wir finden noch ein freies Plätzchen mit Blick auf den Teich, auf spielende Kinder und tobende Hunde. Die Sonne erzeugt ca. 20°C Wärme. Ein Nachmitttag der Frühlingssonderklasse. Zu Mittag gibt es eine Bratwurst frisch vom Grill, anschließend selbstgebackenen Apfelkuchen. Perfekt!!
Diesmal übrigens nicht allein unter Frauen. Sondern zusammen mit Frauen „Hahn im Korb“, aber ohne Chance am Gespräch - welches Thema wohl ? - groß teilnehmen zu können. Selbst wenn ich brav die Hand hebe wie in der Schule, so habe ich kaum Gelegenheit einen Satz loszuwerden. Nun gut, trinke ich halt in Ruhe noch ein Glas Bier und erfreue mich an Volkes Getümmel in Goethes Sinn : Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein.
Mein Schatz und ich beschließen noch eine kleine Ruhepause im Hotel einzulegen vor dem großen Hauptereignis des Abends.
Um 18. 00h kommt das Taxi. Unser Einlaß erfolgt sofort nach Ankunft, wir haben leider keine Gelegenheit, unsere Freunde zu begrüßen, und wie wir später erfahren, war sogar mein bester Freund mit Frau im Innenhof der Kulturbrauerei, um uns zu überraschen. Wir haben sie leider verpasst.
Wir stehen direkt vor den Lautsprechern; es wird alles gut zu hören sein. Mein Schatz holt uns einen Wein und wir warten gespannt, auf das was kommt.

Schon um 19. 50h betritt Fadys Band die Bühne.
Große Freude für mich persönlich, endlich mal wieder kein „drum programming“ sondern André, einer der richtig in der Schiessbude Schlagzeug sitzt und die Membranen und das Blech bearbeitet. Auch kein Synthezisergesülze oder Streichergemansche, wie es heutzutage üblich ist. Sondern heute Keyboardgeflüster, Guitarrenklänge. Ralph, Pivo und Ric wissen was sie tun :-)

Fady betrittt die Bühne wie immer unter großem Applaus und Begrüßungsjubel. Was hat der Mann bloß, dass wir schon bei seinem Anblick in echten Freudentaumel ausbrechen und ihn mit herzlichem ungekünsteltem Beifall begrüßen ?
Er bedankt sich charmant lächelnd, bescheiden und ohne Allüren und beginnt mit dem ersten Song, „Kissing Moonlight“ ein schöner Titel. Es ist wirklich seine Stimme, die jeden Song zu etwas Einzigartigem, Eigenem macht. Wir sind sofort wieder hin und weg.

Das nächste Lied „Into the light“ wird auf der Leinwand mit einer tollen psychedelischen Filmshow begleitet und bei der Textstrophe „I´m walking away….. “ hebt unser Star ab und überfliegt eine kahle Mondlandschaft. Unterbrochen wird dieser Flug durch phantasievolle Formen und Figuren, Sterne und Monde. Das Ganze ist eine Mischung aus 70er und 80er Jahren. Es ist auf jeden Fall ein Song sehr passend auch zum neuen LOGO von Fady, ein Fantasievogel gebildet aus seinen Initialen. Fady ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Die Stimme ist kräftig wie eh und je. Mein persönlicher Favorit - ein französisches Lied - folgt nun, der Titel „Vers les étoiles“ je marche dans le vent. Den Sternen entgegen, marschiere ich durch den Wind, erinnert mich an einen Ausspruch meines alten Lateinlehrers „Per aspera ad astra“. Durch Mühen zu den Sternen. Womit Fady vielleicht ein wenig auf seinen bisherigen Lebensweg verweist. Die Stimmung ist wieder riesig und sie steigt langsam immer mehr an. Fady heizt uns mächtig ein, ein Feuerwerk an Energie. Er singt alle Songs vom neuen Album und am Schluß hören wir als Zugabe noch ein ganz besonderes Stück “OXYGEN“. Unglaublich, ein wundervoller Song der zutiefst die Seele berührt.
Fady verabschiedet sich, um ein paar Interviews zu geben, er wird später mit uns tanzen, verspricht er.

Bin ich wirklich schon so verhuscht oder romantisch sentimental geworden, daß ich bei bestimmten Songstellen sofort feuchte Augen bekomme. Ich erinnere an „lacrima furtiva“ eine heimliche Träne, oder geht es Euch allen auch so ? Wie gelingt es Fadys Stimme, bei jedem Live-Konzert, die während meiner ergrauten Jahre verschütteten Gefühle wieder wachzurütteln. Ich wüsste gern, wem es ähnlich geht.

Nun bricht das Tanzfieber aus. Der Ausschank hat alle Hände voll zu tun und wer sich nicht durch Tanzen in Rausch versetzt nimmt Flüssiges zu Hilfe! Der DJ findet die richtigen rhythmischen Stücke um die Beine zucken zu lassen.
Meine Nachbarin ist schon gut angeheitert und säuselt: “Ein Hexenkessel entfesselter Weiber“. Mir kommt es weniger wie ein Hexenkessel vor, denn eher wie eine jugendfreie Veranstaltung von „Le sacre du printemps“, das Frühlingsopfer. Nur mit dem Unterschied, dass hier keine schöne Jungfrau geopfert werden soll.
Als Fady sich noch in den Kreis der Tanzenden mischt, ist wirklich der Teufel los. Die Fadyaner schwingen das Tanzbein bei diesem Feuer der Tanzeslust. Alles ruckt und zuckt und wirft die Extremitäten von sich in die Luft und ringt und windet sich in risikoreichen Drehungen, das einem schon beim Zuschauen schwindelig werden kann. Aber mittendrin gibt es auch kleine zierliche Tanzkreise, die recht manierlich das Bein heben, kleine Nymphen am Bachesrand, die das Frühjahr eintanzen. Mein Hezblatt mittendrin und wie immer mit dem Fotoapparat bewaffnet. Sie steht auf der Bühne und kann von dort aus gut ins Getümmel fotografieren. Plötzlich springt Fady auf die Bühne und sie flüchtet, wie immer. Fady greift nach ihr mit einem belustigten „Na, na, na“, manche Dinge werden sich wohl nicht ändern ;-)

Irgendwann beginnt die Autogrammstunde, und wir stellen uns in die Schlange. Nach einer Weile gibt Fady der Security ein Zeichen, mich durchzulassen. Gabi schiebt mich an seinen Tisch, denn meine Herzdame ist verschwunden. Fady begrüßt mich freundlich und wir geben uns die Hand wie zwei alte Bekannte, er hat einen festen trockenen Griff. Wir wechseln ein paar Worte auf französisch, schließlich ist das seine Muttersprache.

Quel succès et merci beaucoup pour la belle soireé.

Plötzlich ist auch mein Eheglück wieder da, sie hat Fotos von einer Freundin gemacht, die um Mitternacht Geburtstag hat. Fady signiert ihr Poster im neuen FC-Magazin und mir malt er ein Tatoo und eine Widmung auf das Cover des Albums, sehr hübsch.

Wir verlassen den Tanzpalast so gegen 1. 30h und fahren mit dem Taxi zurück ins Hotel. Das Wetter hat umgeschlagen, es regnet und hat merklich abgekühlt.
Es war trotzdem die Nacht der Nächte für alle Fadyaner und Fadyanerinnen, denn so nah war Fady uns nur selten.

Nun zum guten Schluss sei ein ganz persönliches Ranking erlaubt.
Aber wie gesagt, diese Einschätzung ist sehr persönlich und keineswegs ein allgemein verbindliches Gesamturteil.

1. Into the light – Ein Titel bei dem auch gut die Post abgeht mit einem überzeugenden Video.
2. I still cry – Jawoll, Fady hat den Kopf und er hat auch die Stimme, also die Kopfstimme.
Der Song ist eingängig und hat hohen Wiedererkennungswert, wobei er obendrein recht ungewöhnlich klingt. “Was ein hohes „C“ ist, bestimme ich“, sagt Placido Domingo. „Was eine Kopfstimme ist, bestimme ich“ sagt Fady.
3. Vers les étoiles – Mein ganz persönlicher Liebling. Hier zeigt Fady Chansonqualitäten, die ihm gut stehen.

Nun wünsche ich der CD einen gutes Verkaufserfolg und Fady und seinem FC-Team weiterhin neue Ideen für weitere musikalische Projekte.
Wir sehen uns bestimmt in Hamburg wieder, liebe „Fady-Fous“, bis dahin viel Sonne.

Ciao Euer Ludwig, der hofft, mit seinem Bericht alles Wichtige aufgezeichnet zu haben.

Bis bald in Hamburg

EUER LUDWIG :)


(by Ludwig, Fotos by Roxane, Katrin, Janine und Wiebke)


(und nun husch in den nächsten Post und eure Lieblingssongs im Ranking nennen :-) )

Sonntag, 11. April 2010

Noch 33 mal schlafen.....






... und wie um alles in der Welt sollen wir die Zeit bis zum Hamburger Konzert rumkriegen? Eine Umfrage veranstalten, welches unser Lieblingslied vom Album ist? Nein, das ist unmenschlich :-) - denn wer kann sich schon für eins entscheiden? Aber... wie wäre es mit einer kurzen Rückmeldung, welches euer Lieblingssong eure Lieblingssongs sind und vor allem warum?!

Also: in die Tasten gehauen und los gehts! Die Kommentarfunktion ist bereit!!


Und als kleines Bonbon (und Denkhilfe) gibt es ein paar Fotos vom Release-Konzert.






(alle Fotos by Sonja Heute)



Montag, 29. März 2010

Kleider machen Leute


Eigentlich müsste ich um dem allgemeinen Trend zu folgen, eine Facebook-Gruppe gründen:" Ich trage Jeans vom Laufstall bis ins Altersheim“ und kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass ein Mensch ernster genommen wird, wenn er sich einen verknoteten Stoffstreifen (meist in völlig unmöglicher Farbe) um den Hals bindet! Für mich hat „on ne voit bien, qu’avec le coeur. L’essentiel est invisible pour les yeux" immer noch seine Gültigkeit.

Trotzdem scheint der Spruch in umgekehrter Richtung, nämlich nach Innen eine gewisse Wahrheit zu enthalten: zum ersten Mal habe ich bei einem Fady-Konzert kein rüpelhaftes Gedränge am Eingang erlebt, sondern eine fröhliche, elegant gekleidete Gesellschaft, die gesittet auf den Einlass wartete.

Aber ganz von vorn:
Nach einem Gott sei Dank ruhigen Flug, (was bewegt einem eigentlich, sich bei Flugangst in so einen Blechgeier zu setzen? Falsche Frage, es müsste wohl heissen „ wer“) landeten wir in Berlin, wo wir uns zuerst einmal auf die schwierige Suche nach unserem Hotel mit dem vielversprechenden Namen „Alcatraz“ machten. Ganz so schlimm war es denn nicht, nur die Kleiderschränke schienen Originale zu sein, deren Türen man nur mit gezielten Fusstritten schliessen konnte. Aber schlussendlich muss das Preis-Leistungs-Verhältnis auch für den Hotelbetreiber stimmen.

Ein angenehmes vietnamesisches Restaurant direkt vor Ort, um noch etwas vernünftiges essen zu können, war ein grosser Pluspunkt, schliesslich musste noch genügend Zeit bleiben, um sich in Schale zu werfen, die Kriegsbemalung nicht zu vergessen.

Endlich am Ziel der Reise angekommen, begann erst das grosse Staunen, „who is who?“, man erkannte die Freunde kaum noch in dem ungewohnten Outfit und alle warten völlig gelassen auf den Einlass.
Vor der Bühne war dann das Gequetsche wieder im üblichen Rahmen, aber schliesslich will jeder Fady auch sehen. So stand ich denn, um ein bisschen Sicht zu haben wieder in einer Ecke, direkt vor dem Schlagzeug. Prächtig!
Das erwies sich aber diesmal als erträglich bis auf die Zugaben, wo ich dann doch das Gefühl bekam, das Zwerchfell löse sich langsam ab, vom Trommelfell nicht zu reden.

Es wurde eine tolle Show geboten, obwohl die Hauptperson gelegentlich vom Nebel verschluckt wurde. Fady hat einmal mehr grossartig gesungen und konnte jetzt endlich auch mit eigenen Songs die Bude rocken. Aber auch die Liebhaber von Balladen kamen nicht zu kurz, vor allem riss er mich mit „I still cry“ diesmal völlig vom (nicht vorhandenen) Hocker, Wahnsinn!
Von diesem Album gefällt mir einfach jeder Titel, je öfter ich ihn höre, desto besser!

Lediglich bei der Zugabe war die Musik für meine Ohren zu laut, so dass ich den neuen Song „Oxygen“ nicht wirklich einschätzen konnte, weil ich Fadys Stimme teilweise gar nicht mehr gehört habe, das kann aber auch an meinem ungünstigen Standort gelegen haben.

Als der Knaller des Abends entpuppte sich aber für die Meisten dann Fadys Auftritt bei der anschliessenden Party, wo er sich ohne Berührungsängste ins Getümmel stürzte und mit den Fans tanzte. Damit hat er wohl die kühnsten Erwartungen übertroffen und für restlose Begeisterung gesorgt .Anschliessend noch bis Mitternacht Booklets signieren und trotz sichtlicher Erschöpfung noch für jeden ein strahlendes Lächeln übrig zu haben, das zeichnet Fady Maalouf aus, ein Künstler, der an Talent, Ausstrahlung und Liebenswürdigkeit seinesgleichen sucht.

Zu meinem Geburtstag, der zufälligerweise auf diesen Tag fiel, haben mich meine lieben Freunde neben einem Ständchen auch noch mit einem selbst designten Fan-T-Shirt überrascht.

Es war ein unglaublicher Abend und die kalte Dusche, die wir in Form von Regen auf dem Rückweg ins Hotel verpasst bekamen, war rein äusserlich und konnte der euphorischen Stimmung nicht das Geringste anhaben.

Das nächste Mal werde ich garantiert wieder in Jeans auftauchen, denn ich bin überzeugt, dass Fadys Fanbase nicht nur wegen nobler Klamotten, sondern auch aufgrund grossen Respekts und Zuneigung für ihren Star friedlich zusammen feiern kann.


(c) David Ulbrich



(by dreamdancer, Fotos by Nelly, ameno und David - vielen Dank fürs Teilen!!)

Samstag, 27. März 2010

Es war eine rauschende Ball Partynacht

und - ihr kennt es ja schon - sobald wir uns erholt haben, könnt Ihr alles über das geniale Releasekonzert hier erfahren! Über die Songs, über den Sound, über die Lightshow, ... und... über die After-Show-Party, auf der Fady mit seinen Fans getanzt hat!