Samstag, 21. Mai 2011

Basilikum und Hexenkräuter - Fady in der Promi-Kocharena

Endlich! Das Kochduell! Darauf haben wir nun geschlagene 8 Monate gewartet - wurde doch der Sendetermin der bereits im letzten Jahrzehnt aufgezeichneten Kocharena immer wieder verschoben. Nachdem wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten, kündigte sich die tatsächliche Ausstrahlung heute durch vermehrtes Rauschen im (Internet)blätterwald an: Verschärfte Regeln (ach?!), Brusthaare als Zeichen neuer Männlichkeit (soso), und sogar - ahem - Pornografie (jawoll, Kochsendungen sind anrüchig. Sagt Herr Moor. Und der ist immerhin bei den Öffentlich-Rechtlichen tätig). Besagter Moderator gab auch zum Besten, dass die meisten Zuschauer mit einer Chipstüte bewaffnet den "Starköchen" zuschauen, da die Knabbereien dann besser schmeckten. Ein Getränketip wurde nicht abgegeben.

Gut, ich saß also mit einer Tüte Balsamico-Chips bereit, und reichte mir einen trockenen Merlot dazu (wenns nicht passt - Schuld hat Herr Moor, der hat nichts anderes empfohlen) und wartete voller Bangen auf erotische Schneidebrettchen und nacktes Gemüse. Nackt waren dann aber nur die 10 Frisösen... :(

Lasst die Show beginnen! Oh je, der "Starkoch" ist Zacherl. Ausgerechnet! Jan Delay-Gedächtnisstimme und üsseliger Goatee, ja, auch wenn das Wuchsmaterial bei weitem nicht ausreicht. Ob ich wegen des oft gewöhungsbedürftigen Äußeren der Köche Kochshows nicht mag? Für Kochtipps greife ich auf ein Jamie Oliver-Buch zurück, ansonsten hat mich jahrelange Nachbarschaft zu einer neapolitanischen Hobbyköchin mit allem ausgestattet, was mein italienisch-bevorzugt-Gaumen braucht. :) Daher ist dies auch erst, nach dem Promi-Dinner, meine zweite Kochsendung (und falls Fady nicht noch einmal bei einem solchen Format auftritt, auch meine letzte :) )

Der Sinn ist wohl, in einer bestimmten Zeit einen Gang gegen den Berufskoch zuzubereiten und hoffen, dass es der Jury aus weltbekannten Gourmets schmeckt, um immerhin 3000 Euro für einen guten Zweck spenden zu können. Aber mal ehrlich, interessiert uns das? Uns interessiert, dass Fady dabei ist, den zweiten Gang kocht (Spinat- Blätterteigrolle mit Auberginenpüree) und hoffentlich für Blessed e.V. das Geld gewinnt. Müssen wir darauf drei Stunden warten, denn solange geht das Ganze. Ich hole liebe noch eine Tüte Chips.

Fady werkelte wie immer routiniert und konzentriert in der Küche, schnitt, pürierte, belegte, wirbelte, ließ Blätterteigrollen im Ofen schlafen - und hatte leider keine Zeit zu singen - ich hoffe, das Publikum kam in der Werbepause in den Genuß - aber streute charmant Zeitmessangaben ein ("bis sie goldig sind"). Dafür wurde das geneigte VOX-Publikum über das Oskarkleid von Halle Berry informiert, dass Fady mit einer Freundin für Elie Saab designte - und weil es so schön ist, gucken wir es uns auch noch mal an :)

Das Besondere an der libanesischen Küche, nämlich die etwas saurere Ausrichtung, wurde von zwei der drei Juroren leider mit jeweils einem Punkteabzug bewertet - und somit gab es keine 3000 Euro für Blessed. Schade. Aber nicht nur daran lag es, dass ich den Rest der Sendung nur noch nebenher hab laufen lassen - Kochshows sind einfach nicht meins und 20 min, wenn nicht der Lieblingssänger kocht, können lang sein. Sehr lang. :)

Das Rezept gibts übrigens hier zum Nachkochen. Guten Appetit.


(by ameno, Foto © VOX/Bernd-Michael Maurer/KH und das Oscarkleid © Getty Images, Collage: Condé Nast Digital)

Freitag, 13. Mai 2011

Fady in Wien oder: Die Schuhe müssen zum Ohrring passen

Tu felix Austria - Vindobonum - du hast nicht nur Koalas und Klimts, sondern warst vergangenes Wochenende auch Gastgeber eines ganz besonderen Konzertes: Fady war endlich mal wieder in Österreich. Nur Fady und Piano - na gut - ein wenig Halbplayback war auch dabei. Von mir aus hätte es bei Fadys phänomenaler Stimme unter der einfühlsamen Begleitung von Ric Engelhardt bleiben können, aber - der "Chef" hatte anders entschieden :) .

Aber von Anfang an: Nach einer viermonatigen selbst auferlegten Konzertpause flog ich am Freitag mit gemischten Gefühlen nach Wien. Würde es mir gefallen, mich Fadys Stimme wieder gefangen nehmen, die Musikauswahl begeistern? Ich gestehe: Tiktok und Dynamite zu Silvester (Lieder, die, so einfach gestrickt, meiner Meinung nach Fadys Stimme in keinster Weise gerecht werden und somit sein wichtigstes "Kapital" - eben diese geniale Stimme fast schon flach, austauschbar erscheinen ließen), und die Ankündigung, zukünftig mehr in die Soulrichtung gehen zu wollen (und dann auch noch Songs von Stevie Wonder, den ich noch nie hören mochte), machten mir ein wenig Unbehagen. Nach wie vor bin ich glühende Verehrerin der Voice & Soul-Konzerte, vor allem die Songs in den unverfälschteren Berlinversionen. Auch sind die "äußeren Umstände" eines Fadykonzertes ja manchmal schwer zu ertragen - gefahrenvoller Einlass (ja, es gab wieder eine Treppe und mittendrin mussten sich alle auf der linken Hälfte zusammendrängen, weil die Rollifahrer recht spät eingelassen wurden), reservierte "VIP"-Plätze (die so besetzt werden, dass der "normale" Fan nur noch staunen kann - erst recht, wenn die "VIPs" das Konzert nicht wirklich verfolgen, sondern smsen, quatschen, aufstehen, rausrennen, wieder reinkommen, dann aber doch noch mal nach draußen gehen - immer schön vor den zahlenden Gästen entlang - im Wechsel mit der unsteten Security), Gezicke unter den einzelnen Fangruppen usw. usf. Aber mir war klar: für mich hatte sich Wien auf jeden Fall schon gelohnt - ein Tag im Tiergarten mit Koalas, live und in Farbe - ein zweiter Tag ganz im Zeichen von Gustav Klimt und einigen Gemälden von Feuerbach und Khnopff, die ich seit Jahren verehre und nun leibhaftig vor mir sah, barocke Prachtgärten und liebevoll angelegte Alpengärten - ich könnte stundenlang davon erzählen!

Zu Fadys Konzert allerdings kann ich eigentlich nichts schreiben, mir fehlen die Worte. Wie soll man davon berichten? Es gab zwei Songs, bei denen ich vergaß zu atmen - so intensiv. So mitreißend. So gefühlvoll. In jeder Note "der Fady, wie ich ihn liebe". Die Videos, die ich selbst drehte, fangen diese fast schon greifbare Intensivität nur unzureichend ein.
Gleich beim ersten Song stockte mein Herz - Fady war sofort da, musste sich nicht erst "einsingen", nein, die Autumn Leaves waren atemberaubend schön. Und so ging es weiter, jeder Song ein wahres Gefühlsfeuerwerk, eindringlich, zu Herzen gehend, ein völliges Eintauchen. Fady fühlte jede Silbe, die er sang, jede Textzeile. Und man mag es kaum glauben - Fady erzählte, dass er "ein wenig krank" sei , die Stimme etwas angeschlagen. Das kann doch nicht sein, dass Fady am besten ist, wenn er gesundheitlich nicht topfit ist! Das Konzert im Grünen Salon - für mich das Beste bisher und vielleicht nie einholbar - und nun der Reigen! Man ertappt sich ja fast schon beim Gedanken, dass .... NEIN! AUS!


Neu für mich waren Kiss und Fire mit Pianobegleitung. Ric ersetzt die gesamte Band und zwar so, dass nichts fehlt :) Überhaupt: es war, wie immer, eine Freude, das Zusammenspiel der beiden anzuschauen, sie sind perfekt aufeinander eingespielt und man sieht den Spaß, den ihnen die Auftritte machen. Leider konnte Fady "Caruso" an dem Abend nicht darbieten, weil er befürchtete, den Song nicht optimal singen zu können. (Und so endete der Pianoteil mit Vers les étoiles, mit abgeändertem Text - zumindest wurde mir das berichtet :) Ich war so versunken und habe nichts mitbekommen. Amenomodus halt).


Die angegriffene Stimme zeigte sich im zweiten Teil des Konzertes dann etwas stärker, klang sie doch etwas kratziger. Was aber beim Halbplayback nicht wirklich störte, denn alle Anwesenden sangen fleißig mit. Nun standen hauptsächlich Songs des zweiten Albums auf der Setlist - damit die erstmaligen Konzertbesucher seine Bandbreite hautnah mitbekommen können. Und wie ich gehört hab, waren sie begeistert, dass er so vielseitig ist - einige kannten das zweite Album offenbar noch gar nicht!! (Auch nicht seine charmanten Zwischenplaudereien über die Schwierigkeit, zum Ohrring passende Schuhe zu finden und dann darauf zu verfallen, sie mit Farbe einzufärben (!), über chinesisch/japanische Leuchtstäbe, über schlafende Aichas..... ). Und wie immer kam das Konzertende viel zu früh. Er war doch gerade erst auf die Bühne gekommen und die mehr als eineinhalb Stunden waren mal wieder gefühlte 10 min lang).


Zum Abschluss des Konzertes rief Fady Ric noch einmal auf die Bühne und mein zweiter Nicht-atmen-können-Song kam. Mit einem Stofftier (jaja, ich weiß. Was soll man machen?) im Arm (frisch ausgepackt) stimmte Fady Cry me a river an. Selbst die amüsanten Interaktionen mit dem Teddy lenkten Fady nicht ab von der totalen Hingabe - aber seht selbst.







(Fotos by g. schnoobs und ameno, Videos by ameno)

Sonntag, 8. Mai 2011

Donnerstag, 21. April 2011

Heimspiel

Hallelujah! Fady in Zürich!

Für einmal beschränkt sich die Reisezeit auf 1 Stunde, ich brauche keinen Koffer zu schleppen, kein Hotel zu suchen und keine verzwickten S-oder U-Bahn-Fahrpläne zu studieren, also alles „easy going“, ein Heimspiel sozusagen, dachte ich im Vorfeld des Ereignisses.

Das war auch alles absolut zutreffend, allerdings hatte ich ein paar Kleinigkeiten ausser Acht gelassen, die dann dafür sorgten, dass der Aufwand, um 3 Songs von Fady zu hören, beinahe grösser war, als für ein ganzes Konzert im fernen Berlin.

- 20 Minuten mit dem Fahrrad zum Bahnhof pedalen, da ich Werktags kein Auto zur Verfügung habe - halb so schlimm, es regnet ja nicht, da wird man schlimmstenfalls ein bisschen verschwitzt.
- am Zürcher HB die Kollegin und den Treffpunkt nicht finden (wer kennt sich denn in Zürich aus, schliesslich sind wir meistens in Berlin!) – macht ja nix, dafür hat man ein Handy.
- es muss noch ein Blumenstrauss her – „don’t worry“, am Zürcher HB kann man alles kaufen, (die Frage seit wann ich denn einem Mann Blumen schenke, schieb ich mal beiseite, schliesslich überreiche ich sie dem Künstler, nicht dem Mann.)
-eine Stunde vor der Location rumhängen, weil noch keiner da ist – „peanuts“, ist ja bloss ein Stündchen, da sind wir anderes gewöhnt.
- nach der Türöffnung die noch dringend benötigten Flyer suchen – prima, die Uebergabe hat hervorragend geklappt und dann
- endlich etwas produktive Action: das langsam eintrudelnde Publikum mit Flyern beglücken, eine Herausforderung der besonderen Art, wenn einige Gäste die Sprache nicht gut verstehen!
Macht aber Spass, wenn der Stapel schnell kleiner wird und wann kommt es schon mal vor, dass man dem Original zum Spass eine Kopie anbieten kann !

Genau, Fady war in der Halle eingetroffen, unauffällig, im Freizeitlook, was aber sämtliche Fandy-Sensoren nicht daran hindert, Alarm zu schlagen. Er gab einem russisch/deutschen TV-Team auf der Treppe zum Balkon sitzend ein Interview.

Ein weiteres kleines Highlight beim Flyern hatte mir eine Besucherin, die ich nicht kannte, beschert, als sie auf den angebotenen Flyer tippte und amüsiert meinte: „jaja, ich bin ja seinetwegen hier!“ Das hört man gern!

Leicht anstrengend wurde es erst, als die Reporterin später die Gruppe Fandys entdeckte und uns auch um ein Interview bat. Selbstverständlich machen echte Fans alles was in Richtung Promo läuft, ist ja keine grosse Sache, der Dame zu erzählen, was wir so genial an Fady finden.
Naja, es wäre keine grosse Sache gewesen, wenn sich nicht Fady unerwartet dazu gesellt und neben mich gestellt hätte. Der altbekannte Blackout-Effekt sorgte dafür, dass „ich habe eine Wassermelone getragen“ zu einer nicht minder „geistreichen“ Fandy-Version mutierte.

Nach einiger Verwirrung um gestrichene Balkon-Sitzplätze, der Platzanweiser sprach auch deutsch, durfte endlich Platz genommen werden, um den eigentlichen Sinn des Abends, das Konzert zu geniessen.
Valeriya bot eine rumdum perfekte Show, mit einer tollen, absolut sicheren Live-Stimme, einer bis in die Stiefelspitzen selbstsicheren Performance und sie wirkte sehr sympathisch. Für ihre Landsleute war es sicher ein super Event; um neue Fans im Westen zu gewinnen, hätte sie meiner Ansicht nach, gelegentlich etwas mehr von den vielen Plaudereien auch in Englisch übersetzen sollen. Der russischen Sprache nicht mächtig, kam man sich etwas ausgeschlossen vor.
Das Publikum war eindeutig zurückhaltender, als wir es von Fadys Konzerten gewohnt sind, so dauerte es doch einige Zeit, bis die Leute mal warm wurden. Aber am Ende hatte sie den Saal voll im Griff, es wurde getanzt, gesungen und getrampelt.
Für uns hiess aber der Star des Abends einmal mehr Fady Maalouf, seine Leistung stand der von Valeriya in keinster Weise nach!

Das Duett kam besonders gut an, aber auch das gefühlvoll vorgetragene „Vers les étoiles“ und das rockige „Fire“ fanden Gefallen beim russischen Publikum. Wir Fandys gaben unser Bestes um mit Begeisterungsrufen und Blumen zu demonstrieren, dass auch der Gastsänger Gäste hat .
Mir scheint, dass diese Tour-Erfahrung seine Professionaliät gesteigert hat, trotzdem hoffe ich, dass er niemals seine ganz grosse Stärke, Gefühle zu vermitteln, zugunsten von Perfektion bis ins kleinste Detail eintauschen wird.

Später kam Fady auch in Zürich noch zu den Fans raus in den Saal, um für Autogramme und Fotos zur Verfügung zu stehen. Dabei gab es erfreulicherweise ein paar neue Gesichter zu sehen. Als er sich vergewissert hatte, dass niemand mehr ein besonderes Anliegen vorbringen wollte, verabschiedete Fady sich und auch wir nahmen langsam den Heimweg in Angriff.

Ziemlich erledigt, zu Hause angekommen, musste ich feststellen, dass auch bei Heimspielen Einsatz gefragt ist, aber immer wieder gerne und hoffentlich bald wieder: Fady im „Schoggi-Land“, dann aber bitte mit vollem Programm im „Chuchichäschtli“.


und zum heutigen Abschluss der Tour singen wir alle noch einmal aus vollem Herzen "Ty grustish" - oder eher "Ты грустишь" :)







by dreamdancer, Fotos by Roxane und g.schnoobs, Video von Xima

Dienstag, 5. April 2011

Fady-Fan sein kann anstrengend werden ;)

So zu beobachten seit einigen Tagen, seit Fady als Gast der russischen Sängerin Valeriya mit ihr auf Tour ist. Berlin, Hannover, Leipzig, Bremen - manche haben das Glück, live dabei zu sein, die große Masse aber hängt vor dem PC. Teils schon abends, wartend auf die ersten Nachrichten: Welchen Song singt er heute? Wie reagiert das Publikum? Am nächsten Tag werden eifrig Photos gesichtet (Fady macht es dem photosammelnden Fan leicht und trägt jeden Abend ein anderes Outfit), und natürlich Videos geguckt. Um alsbald vor allem das Duett zu diskutieren. Valeriyas Stimme allein trifft zwar nicht den Geschmack von jedem, aber beider Zusammenspiel, teils auch mit Fadys untermalendem Gesang, findet großen Gefallen. Die für die meisten Fans fremde Sprache klingt natürlich auch interessant.

Zu den harten Fakten: Nach etwa 30 Minuten stellt Valeriya ihrem zumeist russischen Publikum Fady vor, sie singen das Duett "Ty grustish", danach überläßt sie ihm die Bühne für einen Solosong. Bei der Premiere am 30. März im Berliner Friedrichstadtpalast war dies "Into the Light", in Hannover "Perfect", in Leipzig und Bremen "Fire". Die anwesenden Fans berichten durchweg von positiver Resonanz.

Gestern und heute (4. und 5. April) meinte man eigentlich, eine Pause zu haben. Nichts da: Radio- und TV-Termine standen an, besonders schön war ein Studiointerview bei RTL Luxemburg. Von Bremen nach Luxemburg? Jawohl ! Für Fady dürfte das Ganze doch noch einen Tick anstrengender sein als für uns ;)

(by uneFan, photo by Roxane)

Dienstag, 29. März 2011

Viva Caruso !

Auch wenn die Temperaturen in Berlin an diesem Wochenende nicht so frühlingshaft ausfielen, wie man eigentlich hätte erwarten können, so hat das dem Motto von Fadys Konzerten im Tempodrom „Enjoy the spring“ nicht das Geringste anhaben können. Ganz im Gegenteil – in der Hauptstadt Deutschlands kam an diesem Wochenende sogar ein wenig südländisches Flair auf und das lag bestimmt nicht an der doch eher mittelmässigen Pizza, die uns spätabends von einem etwas verhaltensoriginellen Kellner serviert wurde.

Einerseits trieb Fady mit seinen Jungs die gefühlsmässige Quecksilbersäule am Samstag mit seinen temperamentvollen Rock-Pop und Funk-Interpretationen bis knapp unter den Siedepunkt, andererseits erinnerte sein etwas ungewohntes Outfit, mit Sonnenbrille, Weste und weissen Schuhen, ein ganz klein wenig an „Il Padrino“, was seiner Ausstrahlung allerdings keinen Abbruch tat - auch in dieser Hinsicht gelegentlich eine „neue Farbe“ ;).


Mit der bereits in Oberhausen bewährten Songauswahl blieben bei einem partybegeisterten Publikum kaum Wünsche offen, sogar die wenigen eingestreuten Balladen schienen mit mehr Power gesungen zu sein. Fady hat mit fundiertem Können, charismatischer Ausstrahlung, pulsierender Energie und Lebensfreude einen einfach unwiderstehlichen Cocktail gemixt, dessen Wirkung sich kaum jemand entziehen konnte.
Salute!

Erwartungsfroh und äusserst gespannt auf das Kontrastprogramm mit Piano, pilgerten die Fans dann am frühen Sonntag-Nachmittag erneut zum Veranstaltungsort und stellten sich ususgemäss zwischen einer und mehreren Stunden an, man will schliesslich alte Gewohnheiten nicht missen, Plattfüsse und schmerzender Rücken gehören doch irgendwie zum Fan-Leben, und der Live - Austausch mit den Freunden, die aus den verschiedensten Ecken Europas anreisen, darf auch nicht zu kurz kommen.

Der Anblick der Setliste, die ja immer von den eifrigen Fotojägern geknipst wird, machte mich erstmal sprachlos, das musste wohl ein Irrtum sein, bestimmt die falsche Liste! Neben den erwarteten Jazz/Soul-Titeln wie: „you gotta be, autumn leaves, get here“oder „summertime“ waren Rocksongs wie „Mercy, Kiss “ und „Fire“ gelistet!!!

Das gibt’s doch gar nicht! Aber dann…der letzte Song auf der Liste – „Caruso“ …. jaaaaaa!!! Ich muss wohl wie ein hyperventilierender Frosch rumgehopst sein, um möglichst jeden darüber aufzuklären, was uns da bevorsteht!

So sank dann der Geräuschpegel langsam aber sicher von fröhlichem Schnattern zu erwartungsvollem Gemurmel, um schliesslich nach dem Lichterlöschen bei der ersten Bewegung des roten Vorhangs wieder zu einem Begrüssungssturm anzuschwellen, der die beiden Künstler auf die Bühne begleitete.

Ric’s wunderbare Piano-Begleitung erlaubte es Fadys Stimme, sich richtig zu entfalten und ihre Einzigartigkeit in allen Nuancen deutlich zu machen. Und nein, es war nicht die falsche Liste…man kann - präziser gesagt, FADY kann - Rocksongs nur mit Piano performen, und auch das hat eine ganz spezielle Wirkung. Als gesetzteres Semester lässt man sich nicht auf die Äste raus, daher will ich den Effekt dieser Version von „Kiss“ mal als „interessant“ bezeichnen ;)

Fadys witzige Ansagen haben es gelegentlich auch in sich, fordert er die Fans doch gleich mehrsprachig auf, ihn zu küssen, er werde wohl bald viele rote Flecken im Gesicht haben (hektische rote Flecken dürften wohl eher in anderen Gesichtern zu finden sein, aber das Saallicht ist ja gnädig). Die spanische Aufforderung „Besame mucho“, immer wieder ein akustischer Hochgenuss, liess dann wieder das südliche Ambiente aufkommen, das dann wie erwartet mit „Caruso“ seinen krönenden Höhepunkt erreichte.


Fady, Fady, wenn das wirklich das Resultat von zuviel Pizza- und Pastagenuss sein sollte, wie Du angemerkt hast, also…. ich hätte eine ganz passable hausgemachte Lasagne anzubieten, wer weiss, vielleicht würden wir ja dann sogar „nessun dorma“ zu hören bekommen, „o sole mio“ hast Du ja laut eigenen Angaben auch schon mal gesungen ;) Bei deinem Sportpensum kann das bisschen Pasta ja kaum was ausmachen, allenfalls freuen sich ja auch die beiden „Garfields“ über Reste von Lasagne.

Leider kann es viele Gründe geben, an einem Konzert nicht teilhaben zu können, vom leidigen Budget, über Gesundheitsprobleme bis zu privaten Verpflichtungen, das kennen wir wohl alle, aber so ein Konzert verpasst zu haben - che peccato! Was für ein Jammer!

(by dreamdancer, photos by g.schnoobs)

Montag, 28. März 2011

Enjoy the spring

"Enjoy the spring" war das Tempodrom-Konzert am Sonntag betitelt, und einen phantastischeren Frühjahrsbeginn kann man sich nicht wünschen. Nach dem Temperamentsausbruch am vorhergehenden Abend gab es jetzt besinnlichere, aber nicht minder kraftvolle Klänge zu erleben. Zum ersten Mal durften wir Fady auf italienisch hören, mit "Caruso", zweifellos ein Höhepunkt des an berührenden Momenten überaus reichen Konzertes. Großer Dank gebührt auch Ric "Ricardooo" Engelhardt, der aus dem kleinen Klavier (hat das Tempodrom keinen Flügel?) alles herausholte.

Ein ausführlicher Bericht über beide Tage folgt demnächst...

Sonntag, 27. März 2011

Einmal Luft holen

... bevor es weitergeht, denn gestern abend während des ersten Konzertes des Frühlings-Doppels war das quasi unmöglich: mit solcher Wucht brachten Fady und Band (und Publikum) das Tempodrom zum Beben. Da mutierte selbst "Blessed" zum Powersong. Diese Konsequenz hat aber auch Spaß gemacht, Stimme top, Band top, Stimmung top. Schnell noch ein Photo, und dann auf zur zweiten Halbzeit!



(Text, Photo by uneFan)

Samstag, 5. März 2011

Rollentausch

3. März 2011, Berlin, Tempodrom. Nachdem Fady kürzlich im Chat feststellte, "wir haben schon in Tempodrom viele schöne momente erlebt", machte er sich einen netten Abend in umgekehrter Rolle. Zur Berliner Premiere der Holiday on Ice-Show "Tropicana" war er als VIP-Gast geladen. Nach einem Smalltalk mit Fans bei der Ankunft wurde er auch schon vor die Blitzlichter und Mikrofone des roten Teppichs gebeten. Die Show konnte er dann aus dem VIP-Bereich ganz nahe am Eis verfolgen - darunter Lou Bega auf Kufen!

Montag, 28. Februar 2011

Gastsänger: Fady Maalouf

Fady geht auf Tour. Endlich mal große Hallen mit Saalplan und Sitzplatzwahl:) und vierstelligen Zuschauerzahlen... Aber getreu seinem Motto "Schritt für Schritt" agiert er bei dieser Tour (15 Deutschlandtermine, ein Auftritt in Prag und in der Schweiz) als Gastsänger - d.h. Fady begleitet Valeriya (die zwar hierzulande kein (?) Mensch kennt, aber bereits seit 1989 zwölf Alben veröffentlich hat, bei den MTV Awards zur besten russischen Sängerin gekürt wurde, als Jurorin beim russischen X-Factor arbeitete, und....).
Was Fady singt, ist noch ein Geheimnis - in der Gerüchteküche munkelt man über zwei Songs und ein Duett ... wir sind gespannt.

Fady wünschen wir alles Gute! Dass er viele Menschen überzeugen kann und neue Fans gewinnt! Reiche Erfahrungen macht und diese Zusammenarbeit wieder ein Stückchen weiterbringt. Schritt für Schritt.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Soul/Funk gefällig?



Schon zum zweiten Mal habe ich nun mit leicht gemischten Gefühlen mein Bündel geschnürt und mich der Deutschen Bahn auf dem Weg nach Oberhausen anvertraut. Diesmal bezog sich das leichte Unbehagen allerdings keineswegs darauf, was man sich unter „Schacht“ für eine Location vorzustellen hat, denn dass man sich dort wohlfühlen kann, wusste ich ja schon. Nicht zuletzt, das muss hier mal gesagt sein, auch dank des wirklich zuvorkommenden Personals.

Nein, es war eher Fadys Ankündigung, mit welchem Musikstil er uns überraschen würde. Das klang alles so gar nicht nach meinem Gusto, Funk? Dance? ….wenn es denn sein muss!!

Als der Zug Nähe Duisburg nur noch Schritt-Tempo fahren konnte, es geht ja nicht an, dass man mal pünktlich irgendwo einfährt, ist mir bewusst geworden, was für ein friedliches Völkchen wir Fandys doch eigentlich sind. Immerhin hat uns hat die Polizei noch nie mit Grossaufgebot von den Zugschienen holen müssen, wie die Fussballfans. Und die streiten sich bloss um ein Stück rundes Leder ;)

So gestaltete sich denn auch das Anstehen in der Kälte als friedliches Stelldichein, wo auch mit Angeboten vom Grill, Kaffee und Glühwein für gute Laune gesorgt wurde.
Diese erfuhr noch weiteren Auftrieb, als sich die Vorband als erfreuliche Überraschung entpuppte. Die Jungs brachten mit Rock’n Roll jeden Jahrgang in Schwung.

Als schliesslich ein freudestrahlendes Energiebündel namens Fady nach seiner Band auf die Bühne gehüpft kam, waren alle Zweifel mit einem Schlag weggewischt, was immer er auch singen würde, es würde grossartig sein!
Dieser unglaublich vielseitige Künstler kann mir quasi jeden Musikstil schmackhaft machen; von ihm gesungen könnte ich mich wohl sogar mit einem Alpjodler anfreunden, und das will was heissen;)


Aber es war dann „Not that kind“ von Anastacia, den er als Eröffnungsong gewählt hatte, gefolgt von „Superstition“ von Stevie Wonder, was einfach auch super zu ihm passt.
Eine Lichtbildershow auf einer Leinwand sorgte für einen passenden Rahmen und mystisch anmutender Nebel hätte in Bodennähe in schönen Kaskaden von der Bühne fliessen sollen. Leider entpuppte sich die Nebelmaschine als äusserst widerspenstig und verteilte den Nebel nach eigenem Gutdünken.

Die Titel aus dem 2. Album, „Fire“, Anytime“ und „Into the light“ wechselten in harmonischer Folge mit neuen Coversongs wie „Bad girls“, „I wish“ und „alten Lieblings“ wie „Freedom“, „Free your mind“ und natürlich „Kiss“.
Zur grossen Freude vieler Fans, gab Fady zum ersten Mal „Rehab“ zum Besten, der allererste Song, den wir von einem mit Schlapphut getarnten, eher schüchtern wirkenden jungen Mann auszugsweise und a capella zu hören bekommen hatten. Ist das wirklich erst 3 Jahre her?

Und natürlich durfte auch eine Akustikversion mit Pivos Begleitung auf keinen Fall fehlen, diesmal „Holding on to water“. Schliesslich kamen mit „Get here“ mit Rics Pianobegleitung, ein Genre mit dem Fady ganz besonders brilliert, auch die Freunde des getrageneren Gesangs auf ihre Kosten.

Mit den Stimmungskrachern „Burn“ und „Mercy“ fand ein wunderbares Konzert seinen fulminanten Abschluss, wie immer gefühlsmässig viel zu früh, man hätte noch ewig zuhören können.

Dem Bedürfnis der Besucher, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, wurde einmal mehr mit dem Angebot einer Aftershowparty Rechnung getragen – ein rundum gelungenes Event!

„Whatever you sing, what ever it be, not the fire, not the rain, they wont stop us…anytime, anyplace…..we will be there“.
Der Frühling kann kommen, wir werden im Tempodrom erwartet




(by dreamdancer, Foto by David Ulbrich und Marion, Video: Copyright: Achim Held - www.volkan-baydar-fanclub.de)

Sonntag, 20. Februar 2011

Es ward funky in Oberhausen

... bis unsere Korrespondentin aus den Puschen kommt, hier zur Einstimmung ein Video von Nellymaus - Fady und die Bad Girls....(und ein paar Kreischies)


Mittwoch, 2. Februar 2011

Fady im Interview

Am Montag abend war Fady zum zweiten Mal Gast beim Startag auf suedstars.de - ein schönes langes und überaus interessantes Interview, viele Songs aus dem Into the Light-Album - und das alles zwei Stunden lang.

Wer das verpasst hat, muss sich nicht grämen, denn hier ist der Link zum Download. Viel Spaß!!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Legenden und Helden

Kürzlich stürmte in der Schweiz ein Rapper die Charts mit dem Titel „Legenden und Helden“. Das war der offizielle Song des eidgenössischen Schwing-u. Älplerfestes in Frauenfeld, und da drängt sich mir dann doch die Frage auf, wie es ein Rap schaffen kann, bei einem sonst bis auf die Knochen konservativen Publikum Furore zu machen. Zum einen sieht sich wohl auch diese Bevölkerungsgruppe gern „modern“, zum anderen, und darüber möchte ich näher sinnieren, hat sich das Volk wohl zu allen Zeiten nach Helden und Vorbildern gesehnt.

Den Ritter ohne Furcht und Tadel und das aus der Ferne verehrte Burgfräulein gibt es allerdings längst nicht mehr, es gab sie in der Realität auch nie, weil die Menschen nun mal nicht so sind, wäre ja auch todlangweilig.

So manche Legende ist unterdessen schonungslos demontiert worden und hat bei vielen „Verehrern“ wohl ein flaues Gefühl der Enttäuschung hinterlassen.
Heilige gibt es indessen noch, was vielleicht daran liegen mag, dass diese zu Lebzeiten eher als Querulanten galten und ihrer Überzeugung oft bis in den Tod treu blieben.

Ein uriger Schweizer Politiker hatte schon vor Jahrzehnten, als die Presse sich herausnahm, am Image eines Idols zu kratzen, ganz lakonisch und volksnah kommentiert:“Je höher der Affe klettert, desto besser sieht man seinen Hintern.“ , unterdessen ein „geflügeltes Wort“ um den Umstand auszudrücken, „je höher der Bekanntheitsgrad, desto mehr wird auch das ganze Umfeld umgepflügt und es kommen auch Details an die Öffentlichkeit, die nicht jeder goutieren mag“.
Manch ein „grosser Star“ scheint das heutzutage sogar wörtlich zu nehmen, als Kletterhilfe sozusagen, und bemüht sich mit möglichst grossen Skandalen Aufmerksamkeit zu ergattern, um Musik-Karriere zu machen. Eine höchst bedauernswerte Entwicklung, welche das Niveau oft unter einen tragbaren Punkt senkt.

Da läge es dann am Musikfreund, dieser Entwicklung Gegensteuer zu geben und wirklich talentierte Leute zu unterstützen, die solche Eskapaden nicht nötig haben, sondern mit echtem Talent und viel Arbeit den Aufstieg angehen.

Im Laufe der Zeit sieht man viele Idole vom Sockel stürzen, manchmal mit viel Getöse, manchmal geraten sie auch nur in Vergessenheit, so dass man schließlich zu der Erkenntnis kommt: Jeder Mensch verfügt über Talente und Vorzüge und kann ein Stück weit Vorbild sein, nie aber ist jemand in jeder Beziehung perfekt oder gar anbetungswürdig.

Die Helden unserer Zeit sind Menschen wie Du und ich, mit Fehlern und Schwächen, aber sie leisten auf irgendeinem speziellen Gebiet Glanzleistungen, z.B. im Sport, in der Politik oder eben in der Unterhaltungsbranche , wofür man ihnen Achtung und Bewunderung zollt. Sind diese Leistungen so eindrücklich, dass sie den Zahn der Zeit überdauern und in Erinnerung bleiben, so werden daraus Legenden geboren.

Jeder Bewunderer hat es indessen selber in der Hand, sich den Blick für das Wesentliche frei zu halten und sich weder von verklärender Massenhysterie noch von „Hexenjagden“ anstecken zu lassen, um sich die Freude an seinem Idol zu bewahren.

(by dreamdancer)

Sonntag, 2. Januar 2011

„Happy new year, (Miss Sophie)!"


Anscheinend führt kein Weg an Freddy Frintons Silvester-Klassiker vorbei, denn obwohl ich für dieses Jahr was Besseres vorhatte, als mir diesen jedes Jahr stereotyp - zwar mit Vergnügen - wieder zu Gemüte zu führen, wurde ich nicht nur am Eingang des Meistersaals durch das vorausgehende Programm daran erinnert, sondern manche Situation auf Berlins Bürgersteigen hatte mit den „Tigerkopf-Possen“ des guten alten James grosse Ähnlichkeit.

Dennoch:„Berlin ist immer eine Reise wert!“ Sogar bei klirrender Kälte, vereisten Gehsteigen und chaotischem öffentlichen Verkehr. Vor allem aber dann, wenn der eigentliche Grund der Reise ein ganz besonderer ist, nämlich die Aussicht, den Jahreswechsel zusammen mit Fady Maalouf in einem festlichen Rahmen verbringen zu können.

Grosse Ereignisse werfen aber bekanntlich ihre Schatten voraus! So waren auch über der Fanbase im Vorfeld des Events nicht nur Schönwetter-Wolken auszumachen, wie das bei „Familien“ zu gewissen Feiertagen leider häufig vorkommt, demzufolge manch Einer die Location eher mit gemischten Gefühlen betreten haben mag.

Die „Osteria Caruso“ (welch passender Name !) entpuppte sich aber schon mal als sehr heimeliges Lokal, dessen ganzes Ambiente „Italianità“ ausstrahlte, die sich auch bei dem ausgezeichneten Essen bestätigte. Die Veranstalter waren sichtlich um das Wohl ihrer Gäste bemüht, einziger Wermutstropfen – später Eingetroffene mussten in einem etwas nüchterneren Speisesaal Platz nehmen.

Der eigentliche Höhepunkt des Abends, das Konzert, wurde von einer Vorgruppe aus Streichmusikern eröffnet, die dem wunderschönen Meistersaal entsprechend dem Anlass eine klassische Note verliehen, allerdings auch einen etwas sehr starken Kontrast zum Hauptprogramm bildeten.

Nach einer kurzen Pause betrat Fady endlich die Bühne und stellte gleich mit seinem Eröffnungssong stimmgewaltig wie immer, klar: „I want to know what love is“!!, um dann aber gleich mit „All summer long“ zu einem lockereren Thema überzuleiten und scherzhaft zu verkünden, dass nun das von ihm zusammengestellte Fitnesstraining, aufstehen, tanzen, sitzen, aufstehen…..beginne.

Da Silvester natürlich in erster Linie Party-Time bedeutet, wechselten immer wieder Partysongs mit gemässigteren Rhythmen. Nebst „Burn, Into the light, Fire und Sway“ standen ausnahmsweise wieder vermehrt Cover-Songs auf dem Programm.

Als besonderes Geschenk gab Fady noch mal „Helpless when she smiles“ zum Besten, ein ständig geäusserter Wunsch sehr vieler Fans.

Der Favorit des Abends dürfte aber für viele „Hallelujah“ gewesen sein, ein Titel, der Fadys Stimme und Ausstrahlung vollends entgegenkommt, aber für einmal haben schon die ersten Takte eines ganz anderen Songs für einen nicht ganz ladyliken Begeisterungsschrei meinerseits gesorgt: Fady covert Joe Cocker!!! und nicht mit irgendeinem Titel, oh nein:„You can leave your hat on“!
Unpassend? Weit gefehlt, das war :…., das darf ich gar nicht aussprechen;)
Dass irgendwie mitten im Song die Musik ausgefallen war, tat der Sache keinen Abbruch, im Gegenteil, der gewohnte Dialog mit dem Publikum kam wunderbar zum Tragen, die Fans klatschten den Rhythmus und kamen in den Genuss von Fady à capella, yeah!

Kurz vor Mitternacht wurde jedem Gast ein Glas Sekt gereicht und selbstverständlich wurde das Neue Jahr angezählt und darauf angestossen. Danach griff Fady erneut zum Mikro, sang noch weitere Partykracher und mischte sich anschliessend unters Volk, um mit seinen „Fandys“ zu tanzen und für Fotos zur Verfügung zu stehen.
Leider war die Discomusik wieder einmal so laut, dass Nicht -Tänzer nicht mal ausserhalb des Saals eine Unterhaltung führen konnten, ohne anderntags wegen akuter Heiserkeit den Eindruck zu erwecken, als Ultrafan bei einem Fussballspiel den Ball akustisch mit gekickt zu haben.




Summa summarum haben wir einen sehr schönen Abend erlebt, selbst wenn der Ton für unsere unterdessen durch die Liveband verwöhnten Ohren etwas laut und gelegentlich in den hinteren Rängen „einen Tick“ übersteuert geklungen hat.

Um auf mein persönliches Highlight zurückzukommen, „You can leave your hat on“: nein, Fady, im Gegenteil, ich ziehe meinen Hut vor Deiner Leistung in jeglicher Hinsicht und da Neujahr ja üblicherweise mit guten Vorsätzen angegangen wird, sollten wir Fadys Eingangsfrage „I want to know what love is“ in dem Sinne beantworten: „Liebe ist: sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen und persönlichen Freiraum zu respektieren“, so dass wir in Zukunft nicht nur sehr gute Konzerte, sondern auch wieder pure Magie teilen dürfen.

Happy New year!


(by dreamdancer, Fotos by ameno)